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Diplomacy & Defense Think Tank News

Modernes Rollenverständnis verbessert die Zufriedenheit der Eltern

Zusammenfassung:

Dank der zunehmenden Freiheit, zwischen Elternschaft und Erwerbstätigkeit zu wählen und die Kinderbetreuung individuell zu gestalten, sind Mütter und Väter heute zufriedener mit ihrem Leben als vor 20 oder 30 Jahren. Das zeigt eine Studie auf Basis von Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin, die eine Forschungsgruppe um den Schweizer Soziologen Klaus Preisner erstellt hat. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Gender & Society online veröffentlicht.


Vermögen in Deutschland legen deutlich zu, Ungleichheit verharrt auf hohem Niveau

Zusammenfassung:

Individuelle Nettovermögen legen zwischen 2012 und 2017 im Schnitt um ein Fünftel an Wert zu – Vor allem Immobilien und Betriebsvermögen tragen zur Wertsteigerung bei  – Ungleichheit bleibt auch im internationalen Vergleich hoch – Ostdeutsche nur halb so vermögend wie Westdeutsche

Die Deutschen werden reicher: Nachdem das Nettovermögen zwischen 2002 und 2012 nominal nur wenig gestiegen war, hat es in den Jahren ab 2012 wieder deutlich zugelegt. Die Bevölkerung ab 17 Jahren verfügte im Jahr 2017 durchschnittlich über 22 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren: Waren es im Jahr 2012 noch knapp 85.000 Euro, stieg es bis 2017 auf knapp 103.000 Euro. Ostdeutsche liegen mit einem individuellen Nettovermögen von 55.000 Euro im Jahr 2017 weit unter diesem Schnitt. 


Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019: Konjunktur kühlt weiter ab – Industrie in der Rezession

Zusammenfassung:

Pressemitteilung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München in Kooperation mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel), RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungs­institute haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Waren sie im Frühjahr noch von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,8% im Jahr 2019 ausgegangen, erwarten sie nun nur noch 0,5%. Gründe für die schwache Entwicklung sind die nachlassende weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern, auf deren Export die deutsche Wirtschaft spezialisiert ist, politische Unsicherheit und strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie. Die Finanzpolitik stützt hingegen die gesamtwirtschaftliche Expansion. Für das kommende Jahr senken die Konjunkturforscher ebenfalls ihre Prognose auf 1,1% nach noch 1,8% im Frühjahr.


CfP Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2-3/2020: Möglichkeiten, Bedeutung und Grenzen von Förderbanken

Förderbanken sind in den letzten Jahren sowohl in Deutschland als auch in Europa immer wichtiger geworden. Über zehn Jahre nach Ausbruch der Großen Finanzkrise, bald zehn Jahre seit Beginn der Europäischen Staatsschuldenkrise und mitten in der gesellschaftlichen Diskussion um die notwendigen Investitionen zur Begrenzung des Klimawandels und zur Verbesserung von Infrastrukturen ist es notwendig, Rolle und Bedeutung der Förderbanken für Wirtschaft und Gesellschaft sowie deren Zukunft eingehend zu beleuchten und wirtschaftspolitische Empfehlungen über die Gestaltung der Rolle von Förderbanken im Wirtschaftsleben herauszuarbeiten.

In diesen Vierteljahrsheften geht es um die ursprüngliche und möglicherweise in den letzten zehn Jahren gewandelte Rolle der Förderbanken, die ökonomischen und gesellschaftlichen Gründe für Förderbanken, die Nutzen dieses Banktyps, diverse Gestaltungsformen und ihre angemessene Regulierung. Zentrale Themen können u.a. sein:

  • Ökonomische und gesellschaftliche Gründe für die Einrichtung von Förderbanken (historisch und in der Gegenwart)
  • Förderbanken und Finanzkrisen (z.B Rolle von Fannie Mae, Freddie Mac für das Entstehen der Großen Finanzkrise)
  • Entwicklung der Förderbanken auf nationaler und europäischer Ebene
  • Finanzierungsbeschränkungen und Förderbanken (mögliches Marktversagen und eingeschränkter Zugang zu Krediten und Beteiligungsfinanzierung für Unternehmen und bei Krediten auch für Privathaushalte)
  • Förderbanken und Green/Sustainable Finance („grüne“ und nachhaltige Anleihen, „grüne“ Kreditvergabe von Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken)
  • Förderbanken und Innovation
  • Förderbanken und das Entstehen und die Förderung neuer Produkte und Märkte
  • Zusammenhang zwischen Förderbanken und Wirtschaftswachstum
  • Förderbanken und ihre Bedeutung für die Europäische Union bzw. die Eurozone
  • Rolle von supranationalen Förderbanken (Weltbank, Europäische Investitionsbank etc)
  • Effizienz und Kosten von Förderbanken im Vergleich zur anderen staatlichen Hilfsprogrammen
  • Dienstleistungen von Förderbanken und strategische Aktionsfelder für die Verbesserung des Förderinstrumentariums in Zeiten von sehr niedrigen bzw. sogar negativen Zinssätzen
  • Förderbanken und die Internationalisierung von Unternehmen
  • Rolle von Förderbanken in Transformations- und Entwicklungsländern
  • Förderbanken und Geldpolitik (Niedrigzinsphase, Liquiditätsüberfluss)
  • Förderbanken und Kommunalfinanzierung
  • Förderbanken und ihre Rolle für die unterschiedlichen Bankengruppen (Sparkassen, Geschäftsbanken und Genossenschaftsbanken)
  • Förderbanken und Kapitalmarktunion

HerausgeberInnen: Andreas Pfingsten und Dorothea Schäfer


DIW Konjunkturbarometer September: Industrieschwäche bleibt Hauptproblem

Zusammenfassung:

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im September bei 89 Punkten. Damit signalisiert es für das dritte Quartal weiterhin eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Der Abwärtstrend in der Industrie setzt sich zunächst fort: Bis zuletzt hat sich die Stimmung der Unternehmen eingetrübt, die Zahl der Neuaufträge ist mittlerweile jedoch stabiler als noch zuletzt. Unter dem Strich wird die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe aber auch im dritten Quartal zurückgehen.


CO2-Differenzverträge für innovative Klimalösungen in der Industrie

Zusammenfassung:

Die Klimaziele können nur mit einem Wechsel hin zu neuen Technologien und Praktiken für die Produktion und Nutzung von Grundstoffen, wie Zement, Stahl und Chemikalien, erreicht werden. Die Produktion solcher Grundstoffe macht nämlich rund 16 Prozent der europäischen und 25 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Der moderate CO2-Preis im europäischen Emissionshandel (EU-ETS) und die unsichere Preisentwicklung bieten jedoch nicht genügend Anreize für Investitionen in und den Einsatz von innovativen klimafreundlichen Optionen. Hierfür sind neue Politikinstrumente notwendig. Projekt-basierte CO2-Differenzverträge sind, in Kombination mit einem Klimapfand, besonders geeignet: Sie senken die Finanzierungskosten von klimafreundlichen Investitionen, setzen die richtigen Anreize für Emissionsminderungen und wären ein klares Signal des Engagements der Regierungen für langfristige politische Ziele.


Wahl des Studienfachs hängt auch mit Persönlichkeits-eigenschaften zusammen

Zusammenfassung:

Studie auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigt Zusammenhang von Persönlichkeitseigenschaften und Studienentscheidungen – Zielgenauere Informationsangebote könnten Abiturientinnen und Abiturienten Entscheidung über weiteren Bildungsweg erleichtern

Ob sich Abiturientinnen und Abiturienten für ein Studium entscheiden und wenn ja, welches Fach sie dann studieren, hängt nicht nur mit Merkmalen wie dem familiären Hintergrund zusammen, sondern auch mit Persönlichkeitseigenschaften. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Demnach beeinflussen die Gewissenhaftigkeit und Offenheit einer Person deren Studienabsicht sowie Studienaufnahme und sind darüber hinaus auch bedeutend für die Studienfachwahl. Je offener eine Abiturientin oder ein Abiturient beispielsweise ist, desto wahrscheinlicher studiert sie oder er eine geisteswissenschaftliche Fachrichtung. Sind sie eher kommunikativ, entscheiden sie sich häufiger für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und seltener für MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.


Neues DFG-Projekt: SOEP-Forscher untersuchen die Rolle der Gesundheit für die Integration von Geflüchteten

Wie unterscheiden sich Geflüchtete in Bezug auf ihre Gesundheit? Und in welchem Zusammenhang stehen die Ungleichheiten in der Gesundheit mit ihren Lebensbedingungen und dem Gesundheitssystem? Diesen Fragen geht ab diesem Herbst für zunächst drei Jahre die Forschungsgruppe Fluchtmigration nach Deutschland: ein „Vergrößerungsglas“ für umfassendere Herausforderungen im Bereich Public Health“ (PH-LENS) nach, zu der auch Jürgen Schupp, Vize-Direktor des SOEP, sowie Hannes Kröger, Post-Doc im SOEP, gehören. Im Teilprojekt „Longitudinal aspects of the interaction between health and integration of refugees in Germany (LARGE)“ entwickeln sie auf Grundlage der IAB-BAMF-SOEP-Stichprobe Geflüchteter ein Indikatorenset zur physischen und mentalen Gesundheit. Darüber hinaus untersuchen sie, welche Rolle diese Indikatoren im Laufe der Zeit für die Integration der Geflüchteten in die deutsche Gesellschaft spielen. Die beiden Sozialwissenschaftler nutzen dafür neben längsschnittlichen auch quasi-experimentelle Analysemethoden.

Die Einrichtung der Forschungsgruppe hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Empfehlung des Senats im Juli 2019 bewilligt. Das Teilprojekt wird ab 1. Oktober mit insgesamt 425.436 Euro gefördert.

Pressemitteilung der DFG zu den neu bewilligten DFG-Forschungsgruppen

PH-LENS mit allen Teilprojekten in der Projektedatenbank der DFG


Karsten Neuhoff: „Das Klimapaket ist ein erster wichtiger Schritt“

Das von der Koalition beschlossene Klimapaket kommentiert Karsten Neuhoff, Leiter der Abteilung Klimapolitik am DIW Berlin, wie folgt:

Das nun von der Koalition beschlossene Klimapaket ist ein wichtiger erster Schritt. Das Paket beinhaltet Anreize für klimafreundliche Investitionen durch einen, wenn auch recht langsamen, Einstieg in die CO2-Bepreisung für Gebäudewärme und Verkehr. Die Anreize werden kombiniert mit einem notwendigen Maßnahmenpaket, zum Beispiel für energetische Gebäudesanierungen oder die Förderung des öffentlichen Personenverkehrs. Die konkrete Umsetzung wirft sicher noch Fragen auf. Werden einzelne Maßnahmen einer energetischen Gebäudesanierung auch aufeinander abgestimmt? Werden also zum Beispiel beim steuerlich geförderten Fenstertausch die Fenster so eingebaut, dass später die Wände auch gedämmt werden können? Ohne diese Kopplung, zum Beispiel durch einen verpflichtenden Sanierungsfahrplan, wird es schwer, die Klimaziele für 2050 zu erreichen. Ebenfalls erschwerend wäre es, wenn der Vorschlag umgesetzt wird, dass alle Windanlagen mindestens einen Kilometer von Wohngebieten entfernt sein müssen. Auch wenn es für die Bundesländer Möglichkeiten gibt, diese Regelung zu umgehen, erschwert solch eine Vorgabe das Erreichen des Ziels, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 65 Prozent auszubauen. Die sicherlich größte Verbesserung besteht in der klaren Definition von Emissionspfaden für jeden Sektor und der Schaffung eines unabhängigen Gremiums für die jährliche Überprüfung des Fortschrittes in den einzelnen Sektoren wie Verkehr und Gebäude. So kann jedes Ministerium seine Erfolge präsentieren und bei Bedarf nachsteuern. Das jetzt als permanente Institution etablierte Klimaschutzkabinett bietet dabei Flexibilität für den Austausch und die Koordination zwischen den Sektoren.

Mozambique Still At Risk

SWP - Thu, 19/09/2019 - 00:00

In early August 2019 the president of Mozambique and the leader of the largest oppo­si­tion party signed a new peace agreement. This has revived the peace process between the Mozambican National Resistance (RENAMO) and the Mozambique Liberation Front (FRELIMO), which has been in power since 1994. Great challenges remain, such as the disarmament and reintegration of RENAMO fighters.

Furthermore, new trouble spots have emerged: Since October 2017, a wave of vio­lence has cost the lives of well over 300 people in Cabo Delgado Province. Although “Islamic State” (IS) has claimed responsibility for some of the attacks, the motives and structures of the group responsible remain unclear. Its occurrence points to pro­found social cleavages and alienation between the population and the political elite. At the same time, the north of Mozambique has become a hub for the illicit economy. Criminal transactions are above all symptoms of state neglect and extensive impunity. Experience from other conflict regions shows that this constellation can have fatal consequences. For this reason, international actors including the German government should press for rapid and far-reaching measures that go beyond the official peace process.

UN-Gipfel – Jetzt mal Taten statt Worte?

SWP - Thu, 19/09/2019 - 00:00

In New York treffen sich Ende September viele Staats- und Regierungschefs der Welt, um zur Eröffnung der 74. UN-Generalversammlung über drängende Fragen des Über­lebens der Menschheit zu diskutieren: nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, globale Gesundheit und die dazugehörige Finanzierung. Doch was können diese Gipfel an­gesichts der geopolitischen Situation überhaupt bewirken? Eine Analyse mit Fokus auf den SDG-Gipfel zeigt Möglichkeiten und Grenzen.

 

Sondergipfel in New York: Guterres macht Tempo beim Klimaschutz

SWP - Thu, 19/09/2019 - 00:00

Seit der Ankündigung des US-Präsidenten, das Pariser Klimaabkommen zu verlassen, wächst die Führungslücke in der internationalen Klimapolitik. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich vorgenommen, sie zu schließen: Seit 2017 setzt er sich mit Nachdruck für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein. 2018 reiste er gleich zwei Mal zu Verhandlungen unter dem Dach der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCC) nach Katowice, Polen, wo das Regelbuch für das internationale Klimaabkommen festgezurrt wurde. Nun empfängt er am 23. September Staats- und Regierungschefs, Unternehmen, Jugendvertreter und Nichtregierungsorganisationen zu einem Sondergipfel in New York.

Der neue Nationalismus gefährdet den Klimaschutz

In den USA hatten günstige Trends im Energiemarkt – ein Wechsel von Kohle zu Gas – und eine beherzte Klimaschutzpolitik unter Präsident Obama zu sinkenden Emissionen geführt. Unter Präsident Trump wurden die Klimaschutz-Regularien wieder abgeschafft. Zwar bleiben viele US-Bundesstaaten dennoch am Ball, indem sie eigene Gesetze verabschieden und die erneuerbaren Energien voranbringen. Der nötige Schwung, mit dem sich das verkündete US-Klimaziel erreichen ließe, ist jedoch dahin. Die chinesische Regierung, die vor zwei Jahren gegenüber der EU und Kanada zugesagt hatte, sich für das Pariser Abkommen einzusetzen, ist nun vollauf damit befasst, die Folgen der US-Handelspolitik abzuwehren. Zudem treibt China die »Neue Seidenstraßen«-Initiative voran, die vor allem durch den Bau von Kohlekraftwerken und CO2-intensive Infrastrukturprojekte in den Nachbarländern auffällt. Gegen die Wirkungen, die dieser Rückfall der beiden größten Verursacher des Klimawandels entfaltet, ist schwer anzukommen. Verschärfend kommt hinzu, dass sich im letzten Jahr mit dem Amtsantritt von Jair Bolsonaro auch Brasilien dem klimapolitisch folgenreichen Nationalismus verschrieben hat. Die Freigabe des Amazonas für unkontrollierte Brandrodungen, einhergehend mit einer massiven Freisetzung von Treibhausgasen, sorgt zwar aktuell für internationale Empörung, beeinflussen lässt sich diese Politik von außen aber nur schwer. Die Verfechter einer zügigen Umsetzung des Pariser Abkommens, allen voran die kleinen Inselstaaten, die Europäische Union, Kanada und Mexiko, stellt dies vor große außenpolitische Herausforderungen

Guterres setzt in dieser Situation auf die große Bühne der UN-Generalversammlung, die gleichzeitig als Pranger und als Schaufenster fungiert. »Bringt Pläne, nicht Reden«, lautet seine Aufforderung an die Staats- und Regierungschefs vor dem Sondergipfel am kommenden Montag. Denn im nächsten Jahr bei der Vertragsstaatenkonferenz COP26 sind alle Länder aufgefordert, sowohl ihre mittel- als auch ihre langfristigen nationalen Vorhaben zur Klimapolitik einzureichen. Der Generalsekretär schlägt den Staaten mit Blick auf das 1,5-Grad-Ziel vor, sich an einer Reduktion der Emissionen von 45 Prozent bis 2030 zu orientieren; weiterhin sollen sie, so der Vorschlag, den Abbau von Subventionen für fossile Energien und den Verzicht auf neue Kohlekraftwerke ab 2020 vorantreiben. Damit setzt Guterres auch auf die Messbarkeit von Erfolgen und gibt Anhaltspunkte dafür, was er unter »ehrgeizigen« Ambitionen und Glaubwürdigkeit versteht. Der Gipfel soll schließlich auch dazu beitragen, gemeinsam mit nichtstaatlichen Akteuren Aktivitäten in insgesamt neun Kernfeldern weiter voranzutreiben. Dazu haben sich im Vorfeld Koalitionen aus UN-Mitgliedstaaten, Vertretern verschiedener Regierungsebenen, zum Beispiel aus US-Bundesstaaten, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und Jugendgruppen gebildet. Guterres zeigt damit, dass er die Stellschrauben für eine Klimawende kennt und sich nicht allein auf die Staatenlenker verlässt.

Die Klimadiplomatie im Dauer-Stresstest

Neben dem Klimaschutz ergibt sich durch die Neupositionierungen der großen Staaten eine klimadiplomatische Herausforderung, die allein die Verhandler der UN-Klimarahmenkonvention oder einzelne Akteure wie die EU nicht stemmen können. Denn das Pariser Abkommen funktioniert nur, wenn eine Vielzahl von Staaten ihre Bemühungen nach oben schraubt, in Umsetzungsfragen kooperiert und dem Prinzip der Transparenz folgt. Es gilt insofern, der Macht der abtrünnigen Staaten die Macht der großen Zahl entgegenzusetzen. Und immerhin wollen sich am 23. September in New York rund 100 Staaten mit eigenen Klimaplänen beteiligen. 20 Länder wie Finnland, Großbritannien, Frankreich oder Costa Rica reisen mit einem deutlichen Bekenntnis zur Klimaneutralität an. Damit stützen sie aktiv das langfristige Ziel des Pariser Abkommens, ab 2050 weltweit ausgeglichene Klimabilanzen vorzuweisen. Guterres kann sich somit darauf verlassen, dass es Staaten und weitere Akteure gibt, die die Umsetzung des Pariser Abkommens voranbringen, sich auf der großen Bühne zeigen wollen und sich zum Multilateralismus bekennen.

Ergebnisse des Klimakabinetts als Signal

Dass der anstehende Sondergipfel im Vorfeld Wirkung entfaltet hat, zeigt sich an der deutschen Klimaagenda. Wenn das Klimakabinett der Bundesregierung am 20.9. tagt, wird sein Augenmerk darauf liegen, was die Bundeskanzlerin nach New York mitnehmen kann. Neben dem Bekenntnis zum Neutralitätsziel für 2050 werden konkrete Maßnahmen wie der CO2-Preis sowie Konzepte für einen gerecht gestalteten Strukturwandel dazu gehören. Zwar ist der deutsche Beitrag noch nicht ambitioniert genug, um zügig und dauerhaft die Emissionen zu senken,  doch für die Klimadiplomatie ist er ein wichtiges Signal. Schlechter bestellt ist es um den Auftritt der EU. Sie ist aufgrund des noch ausstehenden Antritts der neuen EU-Kommission am 1. November nicht in der Position, mit neuen Angeboten nach New York zu fahren.

Mit Blick auf die anstehenden Vertragsstaatenkonferenzen in Santiago de Chile im Dezember (COP25) und 2020 in Glasgow (COP26) ist der New Yorker Gipfel ein wegweisendes Ereignis. Vor allem dank der Führungsstärke des Generalsekretärs: Er stärkt die Sichtbarkeit der Vereinten Nationen gegenüber den nationalistischen Regierungen, bindet jene Akteure ein, die den Klimaschutz umsetzen können, und nimmt die Staatenlenker direkt in die Verantwortung. Zuletzt drohte er sogar mit einem Entzug des Rederechts für jene, die weiterhin auf Kohleverstromung setzen wollen.

Quelles sont les meilleures marques d’imprimantes portables ?

RMES - Wed, 18/09/2019 - 15:49

Une imprimante portable s’avère utile pour l’impression des photos et des documents. Cependant, il est important de bien la choisir en fonction de vos besoins et de vos exigences.

Pour cela, il est conseillé de prendre en compte leurs caractéristiques. Si vous n’avez pas le temps d’essayer toutes les gammes d’imprimantes portables, en vue de déterminer la meilleure, nous vous aidons grâce à une sélection. Focus sur les meilleures marques d’imprimantes portables !

Pour un comparatif complet, on vous invite à consulter imprimante-portable.com

La marque Canon

C’est l’une des meilleures marques de conception d’imprimantes portables. Dans le cas où vous connaissez cette marque, vous devez savoir que la qualité est tout le temps présente dans ces appareils.

Les imprimantes de cette marque disposent d’une excellente connectivité avec le wifi. Il vous est donc possible de faire des impressions par le biais de n’importe quel site possédant aussi un système wifi.

Comme toujours, les imprimantes portables de la marque Canon sont ergonomiques. En effet, elles sont assez simples d’usage, tout le monde peut l’utiliser sans difficulté. Elles sont rapides et l’impression est précise et juste.

Grâce à leur légèreté, vous pouvez les emporter lors de vos déplacements. Cependant, il faut avouer que les imprimantes sont un peu complexes à installer.

La marque HP

Les modèles de la marque HP disposent d’une performance impressionnante. En réalité, les imprimantes portables HP vous délivrent vos photos en quelques minutes. Leur vitesse pour imprimer ces dernières dépend de la couleur d’impression. Elle est de 7 ppm en blanc et noir et de 10 ppm en couleur.

Elles sont compactes et légères et trouvent bien leur place dans une mallette ou dans un sac à main. La recharge de la batterie de ces dernières dure moins longtemps que certains modèles. Vous pouvez également imprimer vos photos, quel que soit le périphérique dans lequel elles sont conservées.

La marque Polaroïd

Les imprimantes portables Polaroïd impriment des photos collantes que vous pouvez placer sur n’importe quel support. Elles sont si compactes qu’elles pourraient tenir dans votre poche.

Les clichés imprimés sont une représentation parfaite des photos numérisées. Toutes les modifications apportées apparaissent sur vos clichés. Vous n’avez pas besoin d’utiliser d’encre, les papiers utilisés pour l’impression se colorent grâce à la chaleur.

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Qu’est-ce qu’une mini-serre ?

RMES - Wed, 18/09/2019 - 12:59

Avez-vous déjà entendu parler d’une serre ou d’une mini-serre ? Vous souhaitez faire de la production agricole, ou vous souhaitez vous lancer dans l’aromathérapie. Il vous a été conseillé l’installation d’une mini-serre chez vous, mais vous ne savez pas ce que c’est. Vous êtes au bon endroit, nous vous disons tout ce qu’est une mini serre, et ce à quoi elle sert ?

Mini-serre, c’est quoi ?

Vous savez assurément ce que c’est qu’une serre. Alors une mini-serre est une version miniature de la serre. Il s’agit d’un espace clos et transparent qui permet de cultiver des plantes. Elle est une alternative pour ceux qui ne possèdent pas assez d’espace pour l’installation d’une serre. Également pour ceux qui ne disposent pas de moyens pour l’acquisition des matériaux et l’installation de la serre.

Elles sont transportables et trouvent leur place sur le balcon, sur la fenêtre, etc. Elle passe aussi pour objet de décoration surtout si vous y installez des fleurs. Il existe de nombreux intérêts à l’utilisation d’une mini-serre.

Lire aussi : Quels sont les meilleurs épandeurs de gazon ?

Les types de mini-serres

Il existe un large éventail de mini serres dans le commerce et tout le monde peut donc avoir accès à une mini-serre de son choix. Tout dépend de l’espace que vous avez chez vous. Les serres à proprement parler sont assez onéreuses et nécessitent beaucoup d’espaces.

  • Lorsque vous avez un petit jardin, vous pouvez installer une mini serre de jardin qui n’est rien d’autre qu’une réduction des dimensions d’une serre grandeur nature. Cette mini serre est adaptée à ceux qui souhaitent faire des cultures qui ne peuvent rester dans des mini serres d’intérieur.
  • Les mini-serres pour faire de l’horticulture ou pour la culture des espèces fragiles qui exigent des conditions de culture particulière. Elles possèdent un système qui permet de les chauffer de façon adéquate pour le type de culture.
  • Pour ceux qui ont un espace encore plus limité, ils peuvent avoir des mini-serres à dimensions ultras réduites à mettre sur balcon ou fenêtre. Les mini serres cloches font aussi bien l’affaire. Elles sont d’ailleurs faciles à réaliser, il suffit d’avoir des bouteilles plastiques découpées et des pots.

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Geschlechterquoten in Europa: Frauenanteil steigt am schnellsten, wenn harte Sanktionen drohen

Zusammenfassung:

Daten des European Institute for Gender Equality ausgewertet – Frauenanteil in höchsten Kontroll- beziehungsweise Entscheidungsgremien ist in europäischen Ländern mit Geschlechterquoten und harten Sanktionen auf knapp 40 Prozent gestiegen – Entwicklung in Ländern mit moderaten Sanktionen wie Deutschland deutlich langsamer – Freiwillige Selbstverpflichtungen helfen fast gar nicht

Von freiwilligen Selbstverpflichtungen zur Erhöhung des Frauenanteils in Spitzengremien der Privatwirtschaft oder sanktionslosen Geschlechterquoten ist wenig zu erwarten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach ist der Erfolg einer Geschlechterquote eindeutig damit verbunden, wie genau diese ausgestaltet ist. Drohen den Unternehmen bei Nichteinhaltung der Quote harte Sanktionen, wie beispielsweise in Norwegen die Zwangsauflösung oder hohe Geldstrafen, steigt der Frauenanteil deutlich stärker als in Ländern mit moderaten Sanktionen wie Deutschland. Eine völlig sanktionslose Quote ist derweil immer noch wirkungsvoller als gar keine Quote oder eine bloße Empfehlung zur freiwilligen Erhöhung des Frauenanteils.


Strenge Regulierung des Mietmarkts kann zulasten der MieterInnen gehen

Zusammenfassung:

Analyse der Mietmarktregulierung der vergangenen 100 Jahre in 27 Ländern – Je strenger reguliert der Mietmarkt, desto mehr Haushalte legen sich ein eigenes Heim zu – Regulierung, die Mieterhaushalte schützen soll, führt dazu, dass das Angebot an Mietwohnungen schrumpft – Aktuell angedachte Regulierungsmaßnahmen dürfen Interessen von Investoren und VermieterInnen nicht außer Acht lassen

Dank eines neuen, historischen Datensatzes analysiert eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) den Zusammenhang zwischen der Regulierung des Mietmarkts und der Eigenheimquote in 27 Ländern der OECD über einen Zeitraum von 100 Jahren. Zentrales Ergebnis: Je strenger der Mietmarkt reguliert wird, desto mehr steigt der Anteil der Haushalte, die im eigenen Heim leben. Dieser Befund gilt unabhängig von den Faktoren, die den Anstieg der Eigenheimquote in allen untersuchten Ländern in den vergangenen Jahrzehnten grundsätzlich begünstigt haben, zum Beispiel die Alterung der Gesellschaft und die Liberalisierung der Finanzmärkte.


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