You are here

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik / Latest News

Subscribe to Deutsches Institut für Entwicklungspolitik / Latest News feed Deutsches Institut für Entwicklungspolitik / Latest News
Publikationen des Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Updated: 2 weeks 4 days ago

Beyond ‘donor-recipient relations’? A historical-institutionalist perspective on recent efforts to modernise EU partnerships with third countries

Tue, 05/01/2021 - 10:50

This paper presents a historical-institutionalist perspective on the EU’s current efforts to modernise its development policy and reform its various relationships with third countries. Applying concepts that endogenise institutional change, the analysis looks into the origin and basis of the policy and describes the various types of development partnership that the EU pursues with third countries. The paper subsequently analyses the 2007 Joint Africa-EU Strategy and the negotiations on EU-ACP post-2020, with a specific focus on how the development of these partnerships over time affects current EU efforts to seek to move beyond donor-recipient relations. It observes a gap between the reform-oriented discourse and the relative continuity in relationships over time, which serves to secure both the support of reform-oriented actors and those seeking to preserve the status quo. Repetition of this strategy over time combined with the need to launch new initiatives as well as changing circumstances affect this broad-based consensus and the legitimacy of the partnerships concerned.

How sustainable is recycling? Reconciling the social, ecological, and economic dimensions in Argentina

Mon, 21/12/2020 - 12:11
How can recycling in developing countries be shaped to be socially, environmentally, and economically sustainable? Our research synthesizes the ideas and expectations of a diverse set of actors in the recycling sector of Buenos Aires, Argentina.

Wie die neue EU-Arktispolitik die Pandemie berücksichtigen sollte

Mon, 21/12/2020 - 08:20

Die Auswirkungen der Pandemie bestimmen weltweit die Jahresrückblicke: Plötzlich und unerwartet ist die „Corona-Krise“ in unseren Lebensalltag gerückt und ein neuer Fluchtpunkt für die politische Zusammenarbeit geworden. Andere globale Herausforderungen wie der Klimawandel scheinen oftmals weniger akut. Anders in der Arktisregion, in der dringender Handlungsbedarf sowohl im Umgang mit der „Corona-Krise“ als auch bei den transformativen Auswirkungen der „Klima-Krise“ besteht. Markus Rex, Leiter der MOSAiC-Arktis-Expedition, beschreibt den Klimawandel mit eindringlichen Worten: „Das Eis der Arktis stirbt.“ Gleichzeitig erkranken in der abgelegenen Region immer mehr Menschen an COVID-19, deren medizinische Versorgung eine besondere Herausforderung darstellt. Für die EU, die im nächsten Jahr im Rahmen des europäischen Grünen Deals eine neue Arktispolitik verabschieden wird, gilt es deshalb, das aktuelle Momentum der politischen Zusammenarbeit aufzugreifen, um die „Corona-“ und die „Klima-Krise“ in der Arktis und global wirksam zu bekämpfen.

„Was in der Arktis geschieht, bleibt nicht in der Arktis. Es betrifft uns alle.“ – so deutlich formulierte der EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei, Virginijus Sinkevičius die Bedeutung der Region kürzlich beim Launch der öffentlichen Konsultation zur neuen EU-Arktispolitik. Die EU will mit einer „klaren und kohärenten Arktispolitik“ zukünftig eine Vorreiterrolle übernehmen. Damit das gelingen kann, muss die EU die Erfahrungen aus der Pandemie unbedingt berücksichtigen. Denn durch COVID-19 haben sich bestehende Ungleichheiten und Herausforderungen in der Region verstärkt – insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Gesundheitsversorgung. Gemeinschaften, die in der Arktis weit entfernt von größeren Gesundheitszentren leben, sind während der Pandemie beispielsweise mehr denn je auf die begrenzte (auch digitale) Infrastruktur angewiesen. Hohe Transportkosten, Grenzschließungen und unterbrochene Lieferketten sind für die Menschen nicht selten lebensbedrohlich.

Lokale Ansätze, wie der gemeinsam mit indigenen Wissensträger*innen entwickelte One Health-Ansatz für die Arktis, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammendenkt, tragen zu einem besseren Verständnis von kurz- und langfristigen Folgen der „Klima-“ und „Corona-Krise“ bei. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwächen allerdings die lokalen Strukturen. Wichtige Einnahmen fallen durch Einbrüche im Handel, Tourismus und in der Ressourcenerschließung weg. Zugleich schwächt die historisch hohe Arbeitslosigkeit viele Regionen in der Arktis. Die EU sollte Foren fördern, die zu einem pan-regionalen Austausch unter Einbeziehung lokaler Akteure und Institutionen beitragen, um Herausforderungen transnational zu beraten und Lösungsansätze inklusiv zu formulieren. Vor diesem Hintergrund kann eine Verstetigung des EU-Arktis-Forums, das gemäß der EU-Arktispolitik von 2016 als „zeitweiliges Forum“ gegründet wurde, einen wichtigen Impuls in der neuen EU-Arktispolitik setzen. Das Forum folgte einem Multi-Stakeholder-Ansatz, ermöglichte Diskussionen über regionale Entwicklungen und konzentrierte sich insbesondere auf die Themen internationale Zusammenarbeit sowie Klimawandel.

Zugleich sollte die EU ihr bisheriges Engagement in der Region fortsetzen – insbesondere die Förderung von Forschungsaktivitäten. Diese sind essentiell, um die komplexen regionalen Veränderungsprozesse besser zu verstehen und ein wesentlicher Beitrag zur transnationalen Zusammenarbeit in der Arktis, den die EU leistet. Auch die multilaterale Zusammenarbeit in dem bedeutsamsten intergouvernementalen Forum der Region, dem Arktischen Rat, zeichnet sich vor allem durch herausragende Erfolge im Bereich der Wissensgenerierung aus. Bereits im Sommer stellte der Arktische Rat einen umfassenden Bericht zu den Auswirkungen der Pandemie in der Arktis vor, der gemeinsam mit lokalen und indigenen Wissensträger*innen entwickelt wurde. Auf dessen Grundlage hat der Rat im November Maßnahmen zum Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie beraten. Diese ‚Methode‘ kooperativer Wissensgenerierung und informierter politischer Umsetzung ist für das Forum aber kein Neuland, sondern stellt auch die Richtschnur im Bereich des Klimawandels dar. Ein Blick in die Arktis ‚lohnt‘ also – und kann viele Beispiele für erfolgreiche transnationale (Wissens-) Zusammenarbeit für die Bewältigung globaler Krisen aufzeigen, die auch für die EU relevant sind.

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben in diesem Jahr erneut einen Rekordwert erreicht. Prioritäten in der politischen Zusammenarbeit können schnell angepasst werden - das hat die Corona-Pandemie gezeigt. Hoffentlich stehen statt der negativen Auswirkungen der Pandemie erfolgreiche Bewältigungsstrategien im Zentrum der Jahresrückblicke im nächsten Jahr, die Vorbild für den Umgang mit anderen Krisen sind – in der Arktis und weltweit.

Dieser Text entstand in dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Nachhaltige Städtische Entwicklung in der Europäischen Arktis (SUDEA): Verbesserung von Transnationaler Kooperation in Abgeschiedenen Regionen“ (Projektnr. 426674468).

Lösung komplexer Wasserprobleme durch Koordination jenseits des Staates – Erkenntnisse aus Südafrika

Sat, 19/12/2020 - 09:49

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Südafrikas Wassergesetzgebung ist international anerkannt für ihre ambitionierte Umsetzung des integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM). IWRM ist ein Konzept, das entwickelt wurde, um komplexe Herausforderungen im Bereich Wasser anzugehen, indem es die Beziehungen zwischen Land und Wasser berücksichtigt und den Wissensstand für andere Wasser nutzende Sektoren und Akteur*innen erweitert. Die Beteiligung von und Koordination zwischen Interessensvertreter*innen, Schlüsselaspekte des IWRM, stehen im Gegensatz zu einem hierarchischen Führungsstil, wie er von den meisten Regierungen praktiziert wird. Wir sehen drei Herausforderungen bei der Umsetzung von IWRM in Südafrika: Erstens, ein duales Governance-System: Die Landschaft der für das Einzugsgebietsmanagement relevanten südafrikanischen Organisationen besteht aus Organisationen des westlichen Governance- und des traditionellen Governance-Systems. Das westliche Governance-System umfasst Organisationen wie das Department of Water and Sanitation (DWS), das mit der Bewirtschaftung der Wasserressourcen beauftragt ist, und das Department of Cooperative Governance and Traditional Affairs, das sich mit der traditionellen Führung in verschiedenen Fragen einschließlich des Landmanagements abstimmt. Gegenwärtig arbeiten diese Organisationen in Land-Wasser-Fragen nicht im erforderlichen Maße zusammen. Zweitens, eine mangelnde Umsetzung der Wassergesetzgebung: Das südafrikanische Wassergesetz von 1998 sieht Behörden für Einzugsgebietsmanagement (Catchment Management Agencies, CMAs) als Netzwerk-Governance-Strukturen vor, die dieEinzugsgebiete auf lokaler Ebene bewirtschaften und alle Wassernutzer*innen einbeziehen sollen. Doch nach über 20 Jahren sind diese Strukturen nicht umgesetzt worden. Dies ist auf einen Konflikt von Governance-Stilen zwischen den Stakeholder integrierenden CMAs und dem expertengesteuerten, hierarchischen DWS zurückzuführen. Drittens, Konflikt zwischen Governance-Stilen: In Ermangelung einer CMA haben sich im uMngeni-Einzugsgebiet mehrere informelle oder nicht gesetzlich verankerte Netzwerk-Governance-Strukturen entwickelt (z.B. Foren für Einzugsgebietsmanagement und die uMngeni Ecological Infrastructure Partnership). In einigen Fällen befinden sich Repräsentant*innen dieser Strukturen und Regierungsvertreter*innen im Konflikt über unterschiedliche Ansätze des Wissensmanagements und der Entscheidungsfindung; diese Unterschiede wurzeln in ihrem jeweiligen Governance-Stil. In den vergangenen Jahren hat das DWS einen Prozess zur Erarbeitung der formal notwendigen Strategie des Einzugsgebietsmanagements eingeleitet, der von den Stakeholdern verlangt, sich zu beteiligen und ihre Bedürfnisse zu formulieren. Dieser Prozess könnte zu einem vermittelnden Instrument für Konflikte zwischen den Akteur*innen werden.
Wir machen folgende Vorschläge:
1. Um IWRM umzusetzen ist die Integration der traditionellen Führungsebene in Planungsprozesse auf kulturell sensible Weise von entscheidender Bedeutung.
2. Netzwerkstrukturen – von der Regierung gestaltet oder selbst organisiert – können das zur Umsetzung von IWRM erforderliche Sozialkapital auf lokaler und regionaler Ebene schaffen.
3. Um zwischen vorhandenem hierarchischen und Netzwerk-Governance-Wissen zu vermitteln, sollten Managementstrategien auf einem hybriden Governance-Stil beruhen.

The Populists
 and the Pandemic

Fri, 18/12/2020 - 15:34

At first glance, it may seem that the coronavirus has dealt populist governments a blow. Yet a closer look reveals how many have managed to capitalize on the pandemic. And the causes of populism will if anything be further exacerbated by the crisis.

Blockchain-Technologie in Lieferketten – welche Chancen bietet sie für nachhaltige Entwicklung?

Fri, 18/12/2020 - 13:12

Neben der Aufmerksamkeit, die der Blockchain-Technologie (BT) durch ihren Einsatz in Kryptowährungen zuteilwurde, hat sich für die BT einigermaßen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiteres Einsatz-feld entwickelt: das in der Lieferkette. Lieferketten sind in den vergangenen Jahren immer fragmentierter und globaler geworden, sodass Produkte von der Rohstoffgewinnung häufig bis zum Verkauf unzählige Produktionsschritte durchlaufen, die von Firmen in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden. Die Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit der Produktion in vorangehenden Schritten stellt für viele folgende Produktionsschritte – und so letztlich auch für die Endverbraucher – eine große Herausforderung dar. Die BT verspricht in diesem Zusammenhang große Fortschritte. Einfach gesagt ermöglicht die Blockchain, Daten in einem Netzwerk zu verifizieren, fälschungssicher und rückverfolgbar abzuspeichern und für alle Teilnehmer*innen des Netzwerkes einsehbar zu machen.
Die möglichen Vorteile der BT liegen zum einen auf der Seite der Konsument*innen, die die Herkunft von Produkten nachvollziehen können. Das erleichtert nachhaltigen Konsum. Sie liegen zweitens auf der Seite der Produzent*innen, wenn Teile ihrer Lieferketten automatisiert werden und sie ihre Produktqualität und -herkunft kostengünstig nachweisen können. Drittens wird mit der BT die Hoffnung verbunden, dass Lieferketten durch sie inklusiver für kleine und mittelgroße Zulieferer*innen werden können, besonders in Entwicklungsländern. Die BT kann einfacher Vertrauen auch in die von Ihnen gelieferten Zwischengüter schaffen und so Eintrittsbarrieren abbauen. Zusammengenommen könnte die BT daher dazu beitragen, Konsum und Produktion ökologischer, sozial gerechter und inklusiver zu gestalten und so nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Bisher haben vor allem sehr große Unternehmen in Pilotprojekte investiert. Einige Produkte können inzwischen sowohl von Firmen als auch von Endverbrauchern in Echtzeit auf ihre Produktionsweise und Herkunft überprüft werden. Während die BT jedoch eingetragene Daten sicher speichert und miteinander „verkettet“, kann die Technologie als solche noch nicht die Korrektheit der eingetragenen Daten sichern. Diese verbleibende Unsicherheit im Digital-Analog-Link kann durch die Verbindung mit anderen Technologien, wie etwa dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), gestärkt werden. Die Einhaltung etwa von Arbeits-, Umwelt- oder Tierwohlstandards kann aber nach wie vor weitestgehend nur durch unabhängige analoge Audits überprüft werden. Ein Einsatz der BT bringt daher besonders in solchen Sektoren potenziell umfassende Vorteile, in denen der Digital-Analog-Link erfolgreich überbrückt werden kann, wie etwa im Lebensmittelsektor oder bei besonders hochwertigen Rohstoffen.
Für den Einsatz der BT auch von kleinen Zuliefer*innen in Entwicklungsländern sind oftmals die nötigen Bedingungen von digitaler Bildung, Ausstattung, und Infrastruktur nicht gegeben. Hier müssten nationale und internationale Entwicklungspolitiken ansetzen, damit BT-Lösungen ihre Vorteile für inklusive Produktion entfalten können. Auch allgemeine technologische Standards können helfen, Monopolbil-dungen in der Technologieentwicklung durch multinationale Konzerne entgegenzuwirken. Damit könnte die Politik dazu beitragen, das Interesse der Konsument*innen und Produzent*innen mit dem der klenen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Lieferkette in Einklang zu bringen.

Was von der Biden-Regierung in der MENA-Region zu erwarten ist

Fri, 18/12/2020 - 13:08

10 years after the onset of the Arabellion, one of the few positive outlooks is on Joe Biden’s presidency. A Biden/Harris administration offers potential for perhaps subtle but potentially catalytic changes for the MENA region. With the incoming administration, Germany and Europe will find a partner who is interested in addressing the root causes of conflict in the Middle East and North Africa (MENA) and in building more sustainable social contracts in the different countries after the current pandemic. Undoubtedly Biden will have to focus first on domestic challenges such as managing the effects of the Corona pandemic, dealing with a massive polarisation between the political camps, reviving growth, reducing the excessive influence of the arms lobby and repairing US diplomacy and development policy. In the MENA region, he will try to revise some of the decisions taken by President Trump. The controversial appointment of Reema Dodin, a Palestinian American, as part of his legislative affairs team that shapes presidential policies, alongside plans to repeal Trump’s “Muslim Ban” suggests the potential for bold new agendas – both domestically and with respect to the MENA region.

Challenges for peace and development have increased in the MENA region since the last change of power in the US four years ago. This is partly due to Trump’s refusal to deliver on foreign policy: he did nothing to mediate in conflicts (for example in Yemen, Libya, Syria) but frankly strengthened regional powers and tolerated their involvement in these conflicts and the violations of international law and human rights. Critically, Trump has not inspired MENA countries to nurture inclusive transitions towards more participatory and egalitarian social contracts.

The next US administration will follow a different strategy for MENA but it will probably not be able to engage too heavily in the region, making Europe’s enhanced engagement a welcome contribution to defusing conflict in that region. The Biden administration will be quite busy with the post-pandemic, social and economic reconstruction in its own country, even with continuing domestic political blockade by a presumably Republican Senate in Congress and already excessively high foreign debt. Hence, it will hardly be willing to commit itself financially or militarily in the MENA region beyond the current state of contribution. Pending on re-joining an improved Nuclear Deal with Iran (‘JCPOA+’), President-elect Biden is probably going to discontinue Trump’s ‘unsmart’ sanctions against Iran: Implicitly aiming at the collapse of the Ayatollah regime, the sanctions actually strengthen the hardliner group in Iran. In Iraq, Biden might continue to pursue innovative foreign policy approaches as he did before, under Obama, by promoting the devolution of power in Iraq into federal or even independent states: one for the Kurds in the North and one for the rest of the country. Such approaches have potentially valuable transferability for other countries damaged by external intervention, such as Libya. But his position on many other issues is not yet clear – he may well seek to reset relations with Saudi Arabia and backtrack on intervention in Yemen.

In view of the mandate from the electorate, a Biden administration will undoubtedly cause less harm in the region than the Trump era but it will not be able to undo all the damage done so far. In addition, it remains an open question if the US will be a partner for autocrats, reformers, or both. Biden will need to build a reliable, principled approach to working with allies, mending relationships and taking decisions in the interests of sustainable transformation for the region – at the heart of which lies inclusive and responsive social contracts. He will not, and, given domestic economic challenges, he cannot revert to policing the region as earlier presidents have done.

Bearing this analysis in mind, a new German government from autumn 2021 will need to step up in terms of foreign, alliance and development policy vis-à-vis the MENA region. Together with the EU, Germany is already the largest donor in efforts to stabilise the quagmire around the Syria crisis and in Iraq, and Germany is crucially pivoting to support more sustainable post-conflict orders in the region. Together with a more coherent EU Southern Neighbourhood policy, and an increasingly rules-based US policy, MENA region citizens my regain inspiration and resilience against malignant domestic and external powers. More crucially, the region may find formidable obstacles removed that better enable Arab Spring aspirations, now a decade on, to be realised.

Trust and R&D investments: evidence from OECD countries

Fri, 18/12/2020 - 13:02

This paper examines two potential mechanisms – access to credit and reduction in relational risks – through which social trust can affect R&D investments. Social trust can increase R&D investments by expanding firms' access to external finance with which they can use to fund promising R&D projects. It can also increase R&D investments by reducing relational risks that expose firms to ex-ante and ex-post holdups or expropriation risks. Using industry-level data on R&D investment intensities in 20 OECD countries, I test these mechanisms by evaluating whether more external finance dependent and relational risk vulnerable industries exhibit disproportional higher R&D investment intensities in trust intensive countries. The results indicate that external finance dependent industries and relational risks vulnerable industries experience relatively higher R&D investment intensities in trust-intensive countries. Therefore, the results underline access to external finance and reduction in relational risks as causal pathways linking social trust and R&D investments.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Thu, 17/12/2020 - 15:32

Insgesamt waren die vergangenen 12 Monate im Bereich der EU-Entwicklungspolitik und der Humanitären Hilfe geprägt von zwei inhaltlichen Debatten: Zum einen von der Debatte über die zukünftige Ausrichtung und Mittelbeschaffung der EU in diesen Politikfeldern und zum anderen von der Debatte, wie die EU am besten zur globalen Bekämpfung der Covid-19-Pandemie beitragen kann und wie sie zukünftig auf die langfristigen sozio-ökonomischen Folgen der Pandemie reagieren muss. Auch in Zukunft werden diese Aushandlungsprozesse über die Gestaltung der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe sowie ihres Verhältnisses zu anderen Bereichen der EU-Außenbeziehungen ein Wesensmerkmal dieser Politikfelder bleiben. Gleichzeitig zeigt dieser Umstand jedoch auch die Anpassungsfähigkeit an veränderte Erwartungen und politische Rahmenbedingungen auf, die in Zeiten multipler Krisen neue Zielvorgaben und Lösungsansätze erfordern.

Fettered cross-border capital flows, external finance dependence, and international trade

Wed, 16/12/2020 - 14:32

The effects of capital controls on international trade have not been thoroughly examined empirically. Using bilateral industry-level export data across a large number of countries, this paper evaluates how capital controls affect exports. We identify the effect of capital controls on export activities by exploiting the variation in capital controls across countries and variation in external finance dependence across industries. While we find that capital controls adversely affect total exports, analyses of the export margins indicate that the export distorting effect of capital controls works by deterring single and multiple export market entries by exporters, reducing export intensities of exporters, and the range of goods exporters can ship to each market destination. Further analysis in the paper reveals that the export distorting effects of capital controls is invariant of whether the restriction is on inward or outward capital controls, although the relative impact of inward capital control is higher. We also find that capital controls distort exports in OECD and non-OECD countries, although the effect is higher for non-OECD countries. We discuss the policy implications of the findings.

Mitigating poverty: the patterns of multiple carbon tax and recycling regimes for Peru

Wed, 16/12/2020 - 11:53

Carbon taxes are an economically effective and efficient policy measure to address climate change mitigation. However, they can have severe adverse distributional effects. Recycling parts of the fiscal revenues to vulnerable, lower income households through cash transfers (social assistance) is an option to also overcome associated political difficulties. This paper simulates the distributional impacts of such a combined policy reform in Peru. In a first step, we assess the distributional impacts of varying carbon tax rates. In a second step, we evaluate different scenarios of recycling revenues through existing or expanded transfer schemes towards vulnerable households. The results indicate that a national carbon tax, without compensation, would increase poverty but have no significant impact on inequality. When tax revenues are recycled through transfer schemes, however, poverty would actually decrease. Depending on the amount to be redistributed and the design of the cash transfer scheme, our simulations show a proportional reduction in the poverty headcount of up to around 17%. In addition, the paper underlines how crucial it is to go beyond aggregate measures of poverty to better identify losers from such reform; and assure that the “leave no one behind” principle of the Sustainable Development Goals (SDGs) is addressed.

The LFDD – human mobility nexus in Africa, Latin America and the Caribbean: a review of national policy and legal frameworks

Mon, 14/12/2020 - 09:20

Although extreme weather events and slow onset processes have been increasingly linked to human mobility in distinct international governance spaces, research and policy on migration, displacement and planned relocation resulting from slow onset events remain focused mainly on sea level rise or specific hazards such as prolonged droughts. Land and forest degradation and desertification (LFDD), as a driver of population movements and its implications for long-term development policy, have received less attention. Considering the far-reaching impacts of these processes on human systems, this discussion paper aims to examine to what extent the LFDD – human mobility nexus has been integrated in existing policy and legal frameworks in African, Latin American and Caribbean (LAC) countries, identifying pathways towards improved management of population movements related to slow onset events. In this context, this discussion paper also presents national responses to the current COVID-19 pandemic, which has increased vulnerability in areas affected by progressive environmental changes. The analysis builds upon a review of policy and legal documents, and it sets the groundwork for an advanced research and policy agenda on human mobility in the context of LFDD. Even though efforts have been made to acknowledge the topic in African and LAC nations, the findings suggest the need for wider consideration of the LFDD – human mobility nexus in existing domestic frameworks.

Der Europäische Green Deal muss ein Globaler Green Deal werden

Mon, 14/12/2020 - 08:18

Letzten Freitag, am 11. Dezember 2020, hat sich der Europäische Rat auf striktere Klimaziele verständigt. Die Staats- und Regierungschefs billigten das verbindliche Ziel der EU, die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis zum Jahr 2030 zu reduzieren. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit Europas Zielsetzung, sein Wirtschaftsmodell grundlegend in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern. Dieser Plan wurde von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf den Tag genau ein Jahr zuvor, am 11. Dezember 2019, als Europäischer Green Deal vorgestellt. Der Green Deal stellt die Antwort der EU auf den Klima- und Umweltnotstand dar. Zentrales Ziel ist es, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Mit der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wurde der Green Deal auch zur EU-Strategie für die wirtschaftliche Erholung nach der Krise.

Auf der internationalen Bühne hat diese Strategie jedoch gemischte Reaktionen hervorgerufen. Einerseits kann die EU auf vergleichbaren Zielsetzungen wichtiger internationaler Partner aufbauen. Japan und Südkorea haben angekündigt, bis 2050 kohlenstoffneutrale Volkswirtschaften werden zu wollen. Der designierte US-Präsident Joe Biden hat mit demselben Versprechen seinen Wahlkampf geführt, und China hat ein ähnliches Ziel für das Jahr 2060 formuliert. Auf der anderen Seite hat Russland gedroht, die EU bei der WTO wegen eines geplanten CO2-Grenzausgleichssystems zu verklagen, mit dem Emissionssteuern auf Importe in die EU erhoben werden könnten. Brasilien und Indonesien haben die Versuche der EU, ihre Klimaziele über den Handel durchzusetzen, als eine neue Form von „Kolonialismus“ bezeichnet.

Mit ihren starken strukturellen wirtschaftlichen Möglichkeiten haben Länder wie Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko und Südafrika international an Gewicht gewonnen. Ihr Engagement für Global Governance – etwa durch Süd-Süd-Kooperation, die Gruppe der BRICS oder die G20 – verschafft ihnen internationale Schlagkraft. Sie haben großen Einfluss auf die politische Akzeptanz einer Transformation zu Nachhaltigkeit. Alle diese Länder haben großes Potenzial in Bezug auf erneuerbare Energien, und sie bergen zahlreiche globale ökologische Schätze. Gleichzeitig leiden sie unter einem hohen Maß an Umweltzerstörung, -verschmutzung und CO2-Emissionen.

Zusammenarbeit kann den Green Deal global ausrichten

Eine enge Zusammenarbeit mit diesen Akteuren beim Green Deal ist zwingend erforderlich. Die EU unterhält strategische Partnerschaften mit China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika und hat eine Schlüsselposition als Handelsmacht inne. EU-Standards und Politiken haben Auswirkungen auf die Exportpartner und können weltweit Vorbildcharakter haben. Im Rahmen des Green Deals versucht die EU, Nachhaltigkeit und ökologische Transformation in Handelsabkommen aufzunehmen. Die laufenden Diskussionen über eine vertiefte Zusammenarbeit, etwa über die „Roadmap to 2025“ zwischen der EU und Indien oder das Freihandels- und Assoziierungsabkommen zwischen der EU und MERCOSUR, bieten aktuelle Möglichkeiten, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft (Indien) oder digitale Wirtschaft, Umweltschutz und Meerespolitik (MERCOSUR) zu behandeln. Die EU könnte auch ihre „Green-Deal-Diplomatie“ stärken, indem sie gegenüber Emittenten außerhalb der EU, die weniger ehrgeizige Klimaziele verfolgen, entschlossener vorgeht und wirtschaftliche Maßnahmen mit Klimaschutz verknüpft.

Kenne deine Partner – und arbeite am Narrativ

Bessere Kenntnisse über die Sichtweisen der zentralen globalen Partner und ein breites Repertoire an Instrumenten sind erforderlich, um ein gemeinsames Verständnis als Grundlage für Zusammenarbeit aufbauen und auf spezifische Bedürfnisse der Partner eingehen zu können. Das Managing Global Governance (MGG) Netzwerk des DIE hat zusammen mit dem Finnish Institute of International Affairs und der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Reihe von Forschungs-, Publikations- und Politikdialogformaten rund um den Green Deal der EU initiiert. Gemeinsam mit Partnern aus aufstrebenden Schwellenländern untersucht die neue Initiative systematisch Chancen und Hindernisse, die mit der Außendimension des Green Deals verbunden sind.

Erste Analysen zeigen, wie etwa Chinas Stahlindustrie durch den Mechanismus des Grenzausgleichs für Kohlenstoffe betroffen sein dürfte. Gleichzeitig könnte ein Green Deal mit China dessen Bemühungen um CO2-Kompensation aufgreifen und Kooperation in den Bereichen Digitalisierung oder „Green Finance“ (Grünes Finanzwesen) betonen. Die Zusammenarbeit mit Indonesien könnte auf den bereits bestehenden Beiträgen der EU zu Indonesiens Klimapolitik und den europäischen Erfahrungen bei der Energiewende aufbauen. Jegliche Art von Green Deal zwischen der EU und Russland wird die massiven Auswirkungen des Green Deals im Energiesektor auf Russlands Öl- und Gasexporte berücksichtigen müssen. Russland versteht den europäischen Green Deal eher als geopolitisches, denn als ökologisches Instrument. Dennoch könnte Kooperation in Emissionsreduzierungen münden, zum Beispiel durch gemeinsame Projekte im Bereich Energieeffizienz.

Es wird für die EU jedoch nicht ausreichen, die länderspezifischen Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit zu verstehen; sie muss auch ein Green-Deal-Narrativ entwickeln, das den Anliegen der Partner gerecht wird. Zum Beispiel dürfte in Südafrika die Verbindung des Green Deal mit der Schaffung von Arbeitsplätzen unverzichtbar sein. In Indien könnte hingegen Europas historische Verantwortung auch mit Blick auf globale Erwärmung Teil des Narrativ werden. Auf solch einer Grundlage kann aus dem europäischen Green Deal ein echter Deal werden: ein globaler Green Deal.

Realizing the promise of Paris: Three ways of strengthening non-state and subnational climate action

Sat, 12/12/2020 - 00:42

Harro van Asselt, Sander Chan, Idil Boran, Thomas Hale, Lukas Hermwille and Charles Roger examine opportunities to strengthen climate action by non-state and subnational actors.
Five years ago, governments from across the world came together in Paris to chart a new course for global climate policy. The Paris Agreement put in place a ‘ratchet mechanism’ through which countries submit national climate plans in the form of Nationally Determined Contributions (NDCs), which should be reviewed and strengthened periodically.
In the past year, new and updated NDCs have been trickling in, but the level of ambition still falls short of averting the most dangerous climate impacts. On the brink of a new decade for climate action, however, we see some cause for optimism. Several of the largest emitting economies, including China, the EU, Japan, South Korea and the UK have pledged to reduce emissions to net zero by 2050 or 2060. The incoming Biden-Harris administration is also expected to commit to becoming net-zero by 2050. However, real climate benefits crucially depend on whether governments actually live up to their promises. While mid-century pledges are relatively easily made, governments need to align short-term plans and policies, including their NDCs, with longer-term commitments.
The Paris Agreement creates a set of mechanisms for updating these government commitments at periodic intervals. However, the agreement’s architects did not limit themselves to government action alone. Accompanying the agreement was a decision that underscored the role of subnational and non-state actors, including cities, regions, businesses, investors, civil society organizations and the transnational initiatives and networks in which they are engaged. These ‘non-Party stakeholders’, the drafters recognized, can help drive domestic ambition, engage in efforts to mitigate greenhouse gas emissions and boost climate resilience, and bolster action by states and international organizations at the global level.

Community effects of cash-for-work programmes in Jordan: supporting social cohesion, more equitable gender roles and local economic development in contexts of flight and migration

Fri, 11/12/2020 - 14:06

Communities hosting large numbers of refugees are under immense pressure regarding social cohesion and local economic development, often coupled with inequitable gender roles. As this study demonstrates, cash-for-work (CfW) programmes can mitigate this pressure because – beyond direct effects on employment, infrastructure and skills – they also unfold positive community effects, even in contexts of flight and migration. This study, based on 380 interviews gathered during a 3-months field stay and a GIZ survey of over 980 former participants of the Improving Green Infrastructure in Jordan Programme, details how CfW programmes in Jordan implemented by international donors have supported local communities hosting the majority of circa 600,000 Syrian refugees living outside camps. It argues that such programmes, if skilfully designed, reap sizeable benefits not only for their direct participants, even if – under the current set-up – post-CfW employment and investment effects remain limited and changed gender roles may not be sustained. The study presents recommendations for international and local policymakers on how to factor in community effects when designing policy responses to protracted displacement.

Inclusive and sustainable agriculture in Costa Rica - a quality label to promote solidarity-based trade

Thu, 10/12/2020 - 18:18

Compared to other Latin American countries, Costa Rica has good indicators for economic growth and social development. Historically, it has managed to combine inward growth with intelligent use of the options offered by international markets. In recent decades, the country has undergone a strong structural change, with new export activities generating well-paying jobs and accelerated urbanization. While this has allowed for solid economic growth rates, it has also meant an increase in social inequality and greater territorial disparities.
A considerable part of the population living in Costa Rica’s rural areas feels left behind by the changes and has lost confidence in the political system. This puts the country’s governance in jeopardy. This article proposes a seal for the country’s family agriculture as an instrument for promoting social and territorial cohesion. A seal that highlights the peasant origin of agricultural and agro-industrial products can enable producers to compete with imported products and ensure attractive sales channels with good prices.
It can also have an important symbolic value, transmitting the message of solidarity and shared identity between the urban population and rural areas. In order for producers to perceive positive changes in the near future, several sales channels should be served simultaneously, namely supermarkets, hotels, restaurants, e-commerce and tourism. The certification process should be robust and at the same time simple, to avoid delays and high costs.

Catching up or developing differently? Techno-institutional learning with a sustainable planet in mind

Thu, 10/12/2020 - 10:07

Developing as a latecomer country is tricky. It implies competing with established production systems that benefit from know-how, economies of scale and network externalities accumulated over decades. It is thus unsurprisung that very few countries have been able to close the technological and income gap. Those that did, like South Korea and China, started by inviting foreign investors, buying licenses and emulating the early movers‘ proven business models until they had enough capabilies to chart their own pathways and become wealthy knowldege societies – and role models for other latecomers. Global warming and other major environmental crises however reveal the unsustainability of a techno-economic paradim based on burning fossil fuel and maximisation of material throughput and consumption. Hence, latecomers can no longer build on emulating technologies and institutions, but need to start deviating from established practices early on. Still, the successful country cases hold important policy lessons for them.

Economic activity, and financial and commodity markets’ shocks: an analysis of implied volatility indexes

Wed, 09/12/2020 - 12:48

This paper examines the dynamic short- and long-run asymmetric interactions and causality between real economic activity and stock and gold markets volatility shocks using both the cointegration Nonlinear Autoregressive Distributed Lag and Granger causality tests. In a further analysis, we used both the original and the partial sums decomposition of these variables to examine the level of market integration under different market conditions using the spillover index of Diebold & Yilmaz (2009; 2012; 2014). Our results indicate asymmetries in the short- and long-term relationships among these variables. In the long run, both positive and negative shocks from the energy market increase stock market volatility. However, only positive shocks on the gold market increase stock market volatility, while positive (negative) shocks on economic activity reduce (increase) stock market volatility. Also, an increase in both stock and energy markets volatility shocks are detrimental to real economic activity. We find a feedback effect between real economic activity shocks and these market volatility indexes, except for the gold market which has a unidirectional causality with the real economic activity shocks. Finally, the spillover analysis suggests a stronger integration among the partial sums, with the energy market as the dominant net-transmitter of both positive and negative shocks while the gold market is a net-receiver of shocks. Our results hold crucial implications for both investors and policymakers.

Economic integration into host communities in times of crisis. How to ease the impact of Covid-19 on displaced populations in low- and middle-income countries

Tue, 08/12/2020 - 14:22

Access to labour market plays an essential role in allowing displaced populations to sustain their livelihoods and integrate into a host community. However, evidence shows that displaced people face specific challenges in integrating into the labour market. Covid-19 further aggravates these challenges. This policy brief presents evidence on interventions to ease the impact of the Covid-19 pandemic on the livelihoods of displaced populations, in the short term during lockdowns and in the medium and longer term under remaining restrictions and changed economic structures.

Palgrave Handbook of development cooperation for achieving the 2030 Agenda: contested collaboration

Tue, 08/12/2020 - 09:43

This open access handbook analyses the role of development cooperation in achieving the 2030 Agenda in a global context of ‘contested cooperation’. Development actors, including governments providing aid or South-South Cooperation, developing countries, and non-governmental actors (civil society, philanthropy, and businesses) constantly challenge underlying narratives and norms of development. The book explores how reconciling these differences fosters achievement of the Sustainable Development Goals.

Pages