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Zum Gedenken an Ägyptens gescheiterte Revolution

Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.  

Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.

Machtkonzentration und institutionelle Umkehr

Sie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.

Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.

Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.

Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.

Fragiles Wachstum, sterile Investitionen

Am schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.

Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.

Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.

Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.

Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.

Milchpreis, Mieten, Blutspende: Das ändert sich im Februar in der Schweiz

Blick.ch - Mon, 02/02/2026 - 10:00
Im Februar gibt es wieder einige Änderungen in der Schweiz. Mehr Menschen dürfen Blut spenden, der Richtpreis für Milch sinkt und in zwei Städten sinken die Mieten für städtische Wohnungen. Das ändert sich im Februar in der Schweiz.
Categories: Afrique, Swiss News

Pensions de retraite en Algérie : ce que dit la note de la CNR

Algérie 360 - Mon, 02/02/2026 - 09:42

Chaque année, le dispositif national de retraite s’élargit à de nouveaux bénéficiaires. Pour eux, certaines démarches administratives ne relèvent pas encore du réflexe. C’est dans […]

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Categories: Afrique, European Union

L’Ukraine prête pour « une discussion de fond », affirme Zelensky avant les pourparlers de mercredi avec Moscou

Euractiv.fr - Mon, 02/02/2026 - 09:36

Un nouveau cycle de pourparlers de paix entre l’Ukraine et la Russie, menés sous l’égide des États-Unis, doit se tenir mercredi et jeudi (4 et 5 février), a annoncé dimanche le président ukrainien Volodymyr Zelensky.

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Während Europa aufrüstet, haben Staaten und Industrie Schwierigkeiten, sich abzustimmen

Euractiv.de - Mon, 02/02/2026 - 09:31
Verteidigungsunternehmen fordern von den Hauptstädten langfristige Investitionen, damit sie für die Zukunft planen können.

Pourquoi une éventuelle attaque américaine contre l'Iran serait différente cette fois-ci

BBC Afrique - Mon, 02/02/2026 - 09:30
L'arrivée de l'USS Abraham Lincoln près des eaux iraniennes montre que Washington et Téhéran pourraient être plus proches d'un affrontement direct que jamais ces dernières années.
Categories: Afrique

Rapporteur | 2. Februar

Euractiv.de - Mon, 02/02/2026 - 09:30
Zunächst eine Mitteilung von Euractiv: Wir starten einen neuen wöchentlichen Newsletter, der sich mit den Beziehungen der EU zu China und dem gesamten asiatisch-pazifischen Raum befasst. Red Thread, verfasst von Euractiv-Redakteurin Christina Zhao, wird beleuchten, wie Brüssel und Peking die Entscheidungen des jeweils anderen beeinflussen.  Melden Sie sich hier kostenlos an. Willkommen bei Rapporteur! Jeden Tag […]

Hétfőn egynapos félévi szünet van az iskolákban

Bumm.sk (Szlovákia/Felvidék) - Mon, 02/02/2026 - 09:30
Hétfőn (2. 2.) újra egynapos félévi szünet van az alap- és középiskolákban, elsősorban azért állították vissza, hogy a diákok érzékeljék az átmenetet az első és a második félév között – közölte a TASR-rel az oktatásügyi tárca.

Opinion • Balkans : il faut cesser la politique de l'autruche

Courrier des Balkans - Mon, 02/02/2026 - 09:29

Par Sébastien Gricourt
À ce jour, six États balkaniques sont engagés à des stades diversement avancés dans la voie de l'intégration européenne : Albanie, Bosnie-Herzégovine, Kosovo, Macédoine du Nord, Monténégro, Serbie. De cette région du sud-est européen à laquelle la perspective de l'intégration fut formalisée en 2003 après la décennie de conflits dans l'ex-Yougoslavie, la Slovénie — plus épargnée par la guerre et engagée plus tôt avec l'Union européenne — fut intégrée lors du grand (…)

- Libres opinions. L'espace de débat du Courrier des Balkans / ,

Les ambitions de Manfred Weber se heurtent au mur de Friedrich Merz

Euractiv.fr - Mon, 02/02/2026 - 09:00

Dans l'édition de lundi : stratégie maritime de l'UE, démission d'un collaborateur de Fico, dossiers Epstein, centre de menaces hybrides, querelle sur le fromage chinois, pourparlers en Ukraine.

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Categories: Africa, Union européenne

Az iráni elnöki hivatal közzétette a tüntetések halálos áldozatainak névsorát

Bumm.sk (Szlovákia/Felvidék) - Mon, 02/02/2026 - 09:00
Euronews: A hivatal azt is közölte, hogy a halálos áldozatok számát jelenleg 3.117-re teszik, vagyis 131 holttestet még nem azonosítottak. Az Egyesült Államokban működő HRANA aktivistaszervezet szerint Iránban a 6.700-at is meghaladja a halottak száma, akik többségükben tüntetők voltak.

Scandale Mogherini : les fonds destinés à l'Université de Tirana ont financé le Collège d'Europe

Courrier des Balkans / Albanie - Mon, 02/02/2026 - 08:05

Le scandale Mogherini rebondit en Albanie. La filiale de Tirana du Collège de l'Europe à Tirana devait disposer d'un nouveau campus dans la capitale en moins de deux ans, dans des locaux et avec des fonds publics prévus pour l'Université publique de Tirana.

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Macédoine du Nord : les syndicats dans la rue pour un salaire minimum de 600 euros

Courrier des Balkans / Macédoine - Mon, 02/02/2026 - 08:04

Les prix flambent mais les salaires stagnent. Face au blocage des négociations entre syndicats, gouvernement et patronat, le mouvement social s'intensifie, tandis que les autorités dénoncent une « instrumentalisation politique » du mécontentement.

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Courrier des Balkans - Mon, 02/02/2026 - 08:04

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Three West African juntas have turned to Russia. Now the US wants to engage them

BBC Africa - Mon, 02/02/2026 - 02:12
The US signals that restoring democracy is no longer a priority and it is ready to work with Burkina Faso, Mali and Niger.
Categories: Africa, Afrique

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BBC Africa - Mon, 02/02/2026 - 02:12
The US signals that restoring democracy is no longer a priority and it is ready to work with Burkina Faso, Mali and Niger.
Categories: Africa, European Union

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BBC Africa - Mon, 02/02/2026 - 02:12
The US signals that restoring democracy is no longer a priority and it is ready to work with Burkina Faso, Mali and Niger.
Categories: Africa, European Union

Du stade in situ à la forme invasive : décryptage des multiples formes du cancer du sein

Algérie 360 - Mon, 02/02/2026 - 01:53

La complexité du cancer du sein réside dans sa diversité biologique. Il ne s’agit pas d’une pathologie unique, mais d’un ensemble de maladies distinctes aux […]

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Categories: Afrique, European Union

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