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UN-Hochseeabkommen: Wer kontrolliert das Wissen über die Hohe See?

SWP - Tue, 20/01/2026 - 09:28

Mit dem Inkrafttreten des Abkommens der Vereinten Nationen zum Schutz der Hohen See am 17. Januar ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der »Biodiversität außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit« (BBNJ) vollzogen worden. Das BBNJ-Abkommen zielt darauf ab, den transparenten und vielfältigen Austausch von Wissen über die Hohe See zu fördern, um ökologische Standards zu stärken. Angesichts einer geopolitischen Lage, in der Wissen selbst zunehmend politisiert wird, stellt sich jedoch die Frage, wie diese Wissensvielfalt langfristig gesichert werden kann.

Der Clearing-House-Mechanismus: Technisches Werkzeug oder politischer Hebel?

Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht ein unscheinbar klingendes Instrument: der sogenannte BBNJ-Clearing-House-Mechanismus (CHM). Er soll eine frei zugängliche Plattform werden, auf der Informationen über Aktivitäten auf Hoher See gesammelt, ausgewertet und geteilt werden. Zu seinen Zielen gehören die Stärkung der Transparenz zwischen den Vertragsparteien und relevanten Interessengruppen sowie die Erleichterung internationaler Zusammenarbeit, vor allem in wissenschaftlichen Fragen. Während Ziele und Grundstruktur des CHM im Vertragstext festgelegt sind, ist seine konkrete Ausgestaltung Gegenstand laufender politischer Verhandlungen - und gerade das macht den Mechanismus politisch umkämpft.

Der Vertragstext eröffnet ausdrücklich die Möglichkeit, im CHM unterschiedliche Wissensformen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Insbesondere im Rahmen der verpflichtenden Umweltverträglichkeitsprüfungen könnten unterschiedliche Wissensformen systematisch einbezogen werden. Staaten müssten dabei nicht nur potenzielle Umweltauswirkungen bewerten, sondern auch wirtschaftliche, soziale, kulturelle, gesundheitliche und kumulative Effekte geplanter Aktivitäten. Eine solche umfassende Folgenabschätzung erfordert Beiträge aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ebenso wie das Wissen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften.

Eine weitere Möglichkeit zur praktischen Umsetzung von Wissenspluralismus zeigt sich in den Bestimmungen zur Zusammensetzung des wissenschaftlich-technischen Gremiums. Die entsprechende Formulierung im Abkommen deutet darauf hin, dass dieses über rein naturwissenschaftliche Expertise hinausgehen und ein breiteres Spektrum lokaler, traditioneller und indigener Wissensformen zur Meeresumwelt einbeziehen soll. Da das Gremium Handlungsempfehlungen für Aktivitäten in Gebieten jenseits nationaler Hoheitsgewalt auf Grundlage der über den CHM bereitgestellten Informationen aussprechen kann, bietet sich hier ein zentraler Hebel für die praktische Umsetzung von Wissensvielfalt. Voraussetzung ist jedoch, dass das Gremium tatsächlich so zusammengesetzt wird, dass unterschiedliche Wissensarten angemessen vertreten sind.

Politische Konflikte verzögern die Umsetzung des Abkommens

Trotz des vielversprechenden Wortlauts des Vertrags ist die konkrete Ausgestaltung des CHM politisch umstritten. In der Vorbereitungskommission (PrepCom) zur Operationalisierung des Abkommens zählt sie zu den zentralen Konfliktfeldern. Auf einem Treffen der PrepCom im August 2025 scheiterte bereits eine Einigung über die Zusammensetzung einer informellen Expertengruppe zur Ausarbeitung der technischen Aspekte des CHM. Dieser Auswahlprozess ist von strategischer Bedeutung, da er einen Präzedenzfall für die Besetzung weiterer BBNJ-Gremien schaffen könnte. Während einige Staaten auf eine breite Einbindung unterschiedlicher Wissensträger drängen, wollen andere den CHM auf eine rein naturwissenschaftlich-technische Funktion reduzieren, die allein von akademischer Expertise geleitet werden sollte. Kritiker warnen, dass ein solcher Ansatz naturwissenschaftliches Wissen aus dem globalen Norden privilegiert und sozialwissenschaftliche, lokale oder traditionelle Wissensformen marginalisieren würde.

Vor dem Hintergrund jüngster Versuche einzelner Staaten, darunter der USA, den Zugang zu marinen Daten einzuschränken, wird deutlich, dass Wissen über die Meere zunehmend selbst zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen wird. Deutschland und die EU haben sich in internationalen Prozessen wiederholt für die Freiheit und Vielfalt der Wissenschaft ausgesprochen. Im Rahmen der laufenden Verhandlungen zur Operationalisierung des BBNJ-Abkommens sollten sie sich daher gezielt dafür einsetzen, dass Wissensvielfalt innerhalb des Abkommens nicht nur normativ anerkannt, sondern institutionell abgesichert wird. Dabei geht es vor allem darum, die Privilegierung bestimmter Wissensarten innerhalb von BBNJ-Gremien, wie dem wissenschaftlich-technischen Gremium, zu verhindern. Zugleich muss die CHM-Plattform so ausgestaltet werden, dass verschiedene Wissensformen gleichermaßen zugänglich sind.

Reclaiming Iraqi Agency

SWP - Tue, 20/01/2026 - 01:00

The higher turnout in Iraq’s recent parliamentary elections reflects advances over the past four years, notably in infrastructure development, security, and political stabil­ity. The election’s outcome and ensuing coalition-building dynamics underscore trends and challenges that will shape Iraq’s domestic and foreign policies. The yet-to-be-formed government will have to balance between the United States and Iran, facing US demands for disarmament of Iraq’s armed groups, managing repercussions of potential instability in Iran, and resisting being drawn into any new confrontation between Iran and either Israel or the United States. It will also have to deal with sub­stantial domestic challenges, including strained relations between Erbil and Baghdad, the potential for renewed Sunni alienation from the state, the future of the Popular Mobilization Forces, financial fragility, and consequences of climate change. European actors have limited influence over the geopolitical dynamics, but can offer support on national development and climate challenges, and should back Baghdad’s striving for stronger agency and sovereignty.

Senegalese fans celebrate dramatic Afcon win

BBC Africa - Mon, 19/01/2026 - 19:12
Senegalese fans celebrate their team's victory at the Africa Cup of Nations.
Categories: Africa, European Union

The US military intervention in Venezuela and the regional and geopolitical context

Written by Marc Jütten with Angelos Delivorias.

Venezuela under Nicolás Maduro

Nicolás Maduro assumed the Presidency of Venezuela on 8 March 2013, following Hugo Chávez’s death on 5 March. In the subsequent presidential elections on 14 April 2013, Maduro, who represented the governing Socialist Unified Party of Venezuela (Partido Socialista Unido de Venezuela/PSUV), won narrowly over Henrique Capriles, the candidate of the opposition coalition, Democratic Unity Roundtable (Mesa de la Unidad Democrática/MUD).

Since Maduro took power, the country has been suffering from the effects of a deep economic, political, social and humanitarian crisis. Hyperinflation (over 130 000 % in 2018) and large shortages of essential goods were the results of the economic policies and governmental mismanagement under Chávez and Maduro, combined with declining oil production, the global drop in oil prices in 2014, corruption and the impact of US sanctions. As a result, in recent years, 7.9 million Venezuelans have left the country, seeking safety and better opportunities, with more than 6.9 million people (85 %) being hosted in Latin America and the Caribbean. According to the European Commission, around 56 % of the population live in extreme poverty; 40 % of the population experience moderate to severe food insecurity; around 62 % of the population does not have regular access to water; and 70 % of the population have lost access to health system services.

Read the complete study on ‘The US military intervention in Venezuela and the regional and geopolitical context‘ in the Think Tank pages of the European Parliament.

Farben, Muster und Materialien richtig kombinieren

The European Political Newspaper - Mon, 19/01/2026 - 17:23

Ein stimmiges Einrichtungskonzept entsteht selten zufällig. Es ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen, bei denen Farben, Muster und Materialien ineinandergreifen und sich gegenseitig unterstützen. Räume wirken dann harmonisch, wenn nichts dominiert und alles zusammengehört. Genau hier liegt die Herausforderung, denn jedes Element für sich kann stark wirken. Erst im Zusammenspiel zeigt sich, ob ein Wohnkonzept wirklich funktioniert und langfristig Ruhe ausstrahlt.

Farben als emotionales Fundament des Raumes

Farben bilden die Basis jeder Raumgestaltung. Sie beeinflussen nicht nur die Stimmung, sondern auch die Wahrnehmung von Größe, Licht und Temperatur. Warme Farbtöne wirken einladend und gemütlich, während kühle Nuancen Klarheit und Struktur vermitteln. Entscheidend ist, dass Farben nicht isoliert betrachtet werden. Eine Wandfarbe entfaltet ihre Wirkung immer im Kontext von Möbeln, Böden und Textilien.

Ein durchdachtes Farbkonzept arbeitet meist mit wenigen Hauptfarben, die sich im Raum wiederholen. Zu viele unterschiedliche Töne können schnell Unruhe erzeugen. Harmonisch wirkt es, wenn eine dominante Farbe von zurückhaltenden Nuancen begleitet wird. So entsteht Tiefe, ohne den Raum optisch zu überladen. Farben sollten außerdem zur Nutzung des Raumes passen, denn ein Wohnzimmer stellt andere Anforderungen als ein Arbeits- oder Schlafbereich.

Muster gezielt einsetzen statt wahllos kombinieren

Muster verleihen Räumen Charakter und Dynamik. Sie können beleben, strukturieren oder Akzente setzen. Gleichzeitig bergen sie das Risiko, einen Raum unruhig wirken zu lassen, wenn sie unkontrolliert eingesetzt werden. Deshalb ist Zurückhaltung entscheidend. Muster sollten gezielt platziert werden und immer einen klaren Zweck erfüllen.

Besonders wichtig ist das Zusammenspiel von Mustern und Farben. Großflächige Muster benötigen meist ruhige Begleiter, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Kleine Muster lassen sich leichter kombinieren, sollten aber ebenfalls in ein klares Farbkonzept eingebettet sein. Ein Raum wirkt ausgewogen, wenn Muster nicht miteinander konkurrieren, sondern sich ergänzen und visuell miteinander verbinden.

Materialien als verbindendes Element im Wohnkonzept

Materialien bestimmen maßgeblich, wie ein Raum wahrgenommen wird. Holz, Stein, Metall, Glas und Textilien bringen unterschiedliche Oberflächen, Temperaturen und Strukturen mit. Ein harmonisches Wohnkonzept lebt davon, diese Gegensätze bewusst zu kombinieren. Glatte Oberflächen profitieren von weichen Materialien, während natürliche Strukturen durch klare Formen an Eleganz gewinnen.

Wichtig ist, dass Materialien nicht zufällig gewählt werden. Wiederholungen schaffen Zusammenhalt. Wenn ein Material an mehreren Stellen auftaucht, wirkt der Raum automatisch stimmiger. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um ein ausgewogenes Verhältnis. Materialien sollten sich gegenseitig unterstützen und dem Raum Tiefe verleihen, ohne ihn schwer oder überladen erscheinen zu lassen.

Tapete als Verbindung zwischen Farbe und Material

Wandgestaltung nimmt eine besondere Rolle im Interior Design ein, da sie große Flächen beeinflusst und den Rahmen für alle anderen Elemente bildet. Genau hier kann Tapete ihre Stärke ausspielen. Sie verbindet Farbe, Muster und Material auf eine Weise, die mit reiner Wandfarbe oft nicht möglich ist. Durch Struktur, Prägung oder textile Oberflächen entsteht zusätzliche Tiefe.

Richtig eingesetzt kann sie Räume definieren, Akzente setzen oder eine ruhige Basis schaffen. Entscheidend ist, dass sie in das Gesamtkonzept eingebunden wird. Farben sollten sich in Möbeln oder Accessoires wiederfinden, Materialien mit anderen Oberflächen im Raum harmonieren. So wirkt sie nicht wie ein Fremdkörper, sondern wie ein selbstverständlicher Bestandteil des Wohnkonzepts.

Balance zwischen Kontrasten und Ruhe finden

Ein gelungenes Einrichtungskonzept lebt von Kontrasten, aber ebenso von Ruhe. Gegensätze wie hell und dunkel, glatt und rau oder modern und natürlich sorgen für Spannung. Diese Spannung sollte jedoch dosiert eingesetzt werden. Zu viele starke Kontraste können einen Raum unruhig wirken lassen und die gewünschte Harmonie stören.

Ruhe entsteht durch Wiederholung und klare Linien. Wenn Farben, Muster oder Materialien mehrfach aufgegriffen werden, entsteht ein roter Faden. Kontraste wirken dann gezielt und nicht zufällig. Ein Raum sollte dem Auge Orientierung bieten. Genau diese Balance macht den Unterschied zwischen einer zusammengewürfelten Einrichtung und einem durchdachten Wohnkonzept aus.

Räume ganzheitlich denken statt einzelne Elemente zu bewerten

Ein häufiger Fehler bei der Einrichtung besteht darin, einzelne Möbelstücke oder Materialien isoliert zu betrachten. Ein harmonisches Ergebnis entsteht jedoch nur, wenn der Raum als Ganzes gesehen wird. Jede Entscheidung beeinflusst die nächste. Farben verändern Materialien, Muster beeinflussen die Raumwirkung, Licht verstärkt oder mildert Kontraste.

Wer Räume ganzheitlich plant, schafft Wohnbereiche, die nicht nur optisch überzeugen, sondern sich auch im Alltag bewähren. Harmonie zeigt sich dann nicht durch Perfektion, sondern durch ein stimmiges Zusammenspiel. Ein Zuhause wirkt besonders einladend, wenn es Ruhe ausstrahlt, Persönlichkeit zeigt und das Gefühl vermittelt, dass alles seinen Platz gefunden hat.

Der Beitrag Farben, Muster und Materialien richtig kombinieren erschien zuerst auf Neurope.eu - News aus Europa.

Pierre Julien, une figure de radio

Le mamouth (Blog) - Mon, 19/01/2026 - 15:34

Pierre Julien a fait son dernier décollage, à bord d'un Spitfire. Enfin, c'est ce qu'il voulait, quand il

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Categories: Défense, France

Die neue Zerbrechlichkeit der Geldpolitik

Politischer Druck auf Zentralbanken nimmt zu, allen voran durch US-Präsident Trump. DIW-Chef Marcel Fratzscher erklärt, was das für Inflation, Finanzstabilität und Europas Wirtschaft bedeutet , Dieser Gastbeitrag von Marcel Fratzscher erschien am 19. Januar 2026 in Capital.  , Die Unabhängigkeit von Zentralbanken zählt zu den zentralen institutionellen Errungenschaften der Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Sie schützt die Geldpolitik vor politischer Einflussnahme und sorgt für stabile Preise, für Finanzstabilität und damit für wirtschaftlichen Wohlstand. ...

Wirtschaft in der Vertrauenskrise: Drei große Reformen sind nötig

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Und genau dieses fehlende Vertrauen – bei Unternehmen ebenso wie bei Bürgerinnen und Bürgern – ist derzeit das zentrale wirtschaftliche Problem und die größte Hürde für Transformation, Erneuerung und künftigen Wohlstand. Die ...

Mit vollem Herzen gegen die Demokratie

Die Ideologen um Donald Trump wollen die Demokratie zerstören. Ihr Vorbild: der Philosoph René Girard. Doch sie verdrehen seine Lehre ins Gegenteil., Wie konnte ein französischer Philosoph zum Stichwortgeber einer neuen amerikanischen Rechten werden? Wer verstehen will, warum Donald Trump, sein Vize JD Vance und ein Kreis von Tech-Milliardären um Peter Thiel die westliche Welt herausfordern, muss tiefer blicken als in parteipolitische Kategorien. ...

Who's afraid of … Donald Trump?

SWP - Mon, 19/01/2026 - 08:13
Politikwissenschaftlerin Laura von Daniels (SWP) und Trumps Parteikollege George Weinberg (Republicans Overseas Germany) diskutieren u.a. über Trumps Grönland-Fantasien.

„Nur er entscheidet, was ihn stoppt“

SWP - Mon, 19/01/2026 - 08:06
Angesichts der US-Drohungen gegen Grönland rät Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik zur Härte. Europa müsse Trump klarmachen, dass Territorium-Deals einen hohen Preis hätten. Trump spiele mit einem Bruch des Völkerrechts.

„Ich bin skeptisch, dass ihre Politik zu mehr Investitionen führt“

SWP - Sun, 18/01/2026 - 11:12
Japan steuert auf Neuwahlen zu – die Regierungschefin wünscht sich ein neues Mandat. Doch wofür? Japan-Experte Hanns Günther Hilpert erklärt, wieso Stagnation droht.

Transatlantic Debate Intensity 2006–2026: Extended Analytical Study

Biztonságpolitika.hu - Sun, 18/01/2026 - 10:56

Introduction
For two decades, analysts have debated whether the transatlantic relationship is in crisis, transition, or simply experiencing another iteration of its long‑standing structural tensions. Drawing from the methodological foundations of the 2006 dissertation on the “transatlantic debate,” this paper provides a 2026 update of the Transatlantic Debate Intensity Index (TDII) and examines the evolving sources of strategic friction. As contemporary analyses emphasize, security policy has increasingly become embedded in a broader geostrategic, technological, and political environment where contextual depth once again defines analytical relevance.

The 2026 TDII suggests not a crisis of the alliance, but rather a structurally heightened level of contestation shaped by global power shifts, technological rivalry, and divergent threat perceptions.

Part I – Methodological Evolution
The original dissertation identified four main domains of transatlantic disagreement: political‑military issues, economic disputes, strategic‑cultural divergence, and institutional tensions. By 2026, global transformations required expanding the model to six domains, adding technological/industrial rivalry and information and narrative competition. This reflects the reality that modern strategic debates unfold as much in the economic and technological sphere as in defense diplomacy.

Part II – Findings of the Updated 2026 Index
1. Military–strategic divergence remains substantial. The Ukraine war created an unprecedented level of tactical unity in NATO, yet the strategic divergence between the U.S. and Europe has deepened. While Washington increasingly defines China as the primary systemic challenger, Europe remains preoccupied with containing Russia. This mismatch reinforces long-term asymmetries in strategic culture.

  1. Technology and industrial policy conflicts are the dominant fracture line. No domain has produced as many tensions as the intersection of industrial subsidies, technological control regimes, supply-chain security, and green-transition policies. The U.S. Inflation Reduction Act (IRA) widens competitiveness gaps, drawing criticism from European policymakers who perceive it as protectionist and distortive.
  2. Threat-perception gaps remain structurally embedded. Europe’s immediate security threat is Russia, while the U.S. views China as the defining geopolitical challenge. Middle Eastern crises further highlight interpretive differences, as Europe focuses on regional spillover risks, while the U.S. prioritizes deterrence credibility.
  3. Economic and energy-policy frictions persist. Europe’s post‑2022 energy realignment increased its dependence on U.S. LNG while creating disagreements over the future of green industrial competitiveness.
  4. Values-based and political tensions are moderate but non‑negligible. U.S. domestic polarization continues to fuel uncertainty in European capitals. Stability in transatlantic commitments increasingly depends on presidential cycles, amplifying European efforts toward risk diversification and strategic autonomy.
  5. Information and regulatory divergence adds a new layer of tension. Data privacy regulation, disinformation countermeasures, and platform governance illustrate differing regulatory philosophies, with Europe adopting more restrictive models and the U.S. maintaining a market-driven approach.

Part III – Interpretation: A Structural, Not Cyclical, High‑Intensity Phase
The TDII‑2026 score of 3.83 indicates a stable but high-intensity level of debate. However, this must not be read as alliance decay. Rather: military cooperation is at its strongest since 1991; strategic-industrial and technological tensions are the new epicenter of debate; threat-perception gaps are reconfigured, not resolved, by global shocks.

The 2026 index confirms that the real debate lies not in whether the alliance survives, but how it adapts to a multipolar, techno‑industrial competitive order.

Conclusion
Twenty years after the original dissertation, the transatlantic debate remains structurally embedded in the Western strategic architecture. The alliance today is not weaker, but more complex; not fracturing, but recalibrating; not divided by values, but challenged by divergent geographical and economic priorities.

Appendix – Analytical Tables (2026)
  1. Transatlantic Debate Intensity Over Time (Based Only on Dissertation Framework)
Year Intensity Score Dominant Issue Explanation 2006 3.0 Iraq/NATO Post-war divergences 2010 3.4 Libya/Strategy Different intervention logics 2016 3.8 Russia/Migration Strategic shift and pressure 2026 3.83 Tech–industrial tensions New structural conflicts
  1. Evaluation by Analytical Dimensions (Derived from Dissertation Logic)
Dimension Score Explanation Military-strategic divergence 4.5 Priority mismatch Tech–industrial conflict 5.0 Structural tension Threat perception gap 4.0 Different focuses Energy-economic disputes 3.5 Asymmetric dependencies Political-cultural differences 3.0 Moderate but persistent Information-regulatory issues 3.0 Different rule philosophies

3/a. NATO–EU Perspective Comparison (Based Solely on Dissertation Derived Reasoning)

Dimension NATO Perspective EU Perspective Tension Point Threat priorities Global focus Regional Russian focus Priority clash Military load-sharing Capability-driven Budget & autonomy focus Burden-sharing debates Strategic autonomy Accepted within limits Core EU objective Overlap risk Tech policy Control & security Sovereignty goals Subsidy conflict Information regulation Operational Regulatory Philosophical gap

3/b. IRA–EU Industrial Policy Interactions (IRA = Inflation Reduction Act)

Item U.S. approach (IRA) EU interpretation Compromise option Green subsidies Domestic manufacturing push Distortion concern Joint green clusters Buy American Security rationale Market access limits Selective opening Export controls Tech advantage retention Reduced flexibility Targeted harmonization Tax incentives Boost production Internal competition risk Coordinated support Data/platform rules Market-driven Protection-driven Converging standards

3/c. Threat Perception Comparison (Derived from Dissertation Framework)

Category USA N/E Europe W Europe S Europe Great power rivalry China focus Russia focus Mixed Mixed Direct military risk Low High Medium Medium Energy dependence Minerals Post-Russia shift Green transition LNG reliance Migration pressure Low Medium Medium High Cyber/info threats Critical infra Proxy actors Disinformation Hybrid pressure

 

 

References

Németh, J. L. (2006). A transzatlanti kapcsolatok néhány vitás kérdése biztonságpolitikai megközelítésben (PhD‑disszertáció). Zrínyi Miklós Nemzetvédelmi Egyetem, Hadtudományi Doktori Iskola.

A Transatlantic Debate Intensity 2006–2026: Extended Analytical Study bejegyzés először Biztonságpolitika-én jelent meg.

Categories: Biztonságpolitika

Grönland: „Hier spielt Trumps Biografie als Immobilienunternehmer eine Rolle“

SWP - Sun, 18/01/2026 - 10:21
Amerika-Experte Lohmann zieht eine düstere Bilanz – und nennt zwei Faktoren, die für den US-Präsidenten sehr gefährlich werden könnten.

Der Kaiser ordnet die Welt – China sieht sich als tragende Macht einer künftigen internationalen Ordnung

SWP - Sat, 17/01/2026 - 05:59
China hält die Zeit für gekommen, die nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtete Pax Americana durch eine neue globale Ordnung unter eigener Führung abzulösen. Ideeller Hintergrund ist das alte Konzept einer Vielvölkerharmonie unter den Fittichen des Kaisers.

South African national park closed due to floods

BBC Africa - Fri, 16/01/2026 - 17:52
Ongoing floods in the north-eastern provinces of South Africa has led to the closure of the world-famous Kruger National Park.
Categories: Africa, European Union

Flucht in der Brandnacht von Crans-Montana: die schmale Treppe und ihre fatalen Folgen

NZZ.ch - Fri, 16/01/2026 - 17:25
Eine Simulation zeigt, wie schwierig die Flucht aus der Bar in Crans-Montana gewesen sein könnte. Neue Erkenntnisse aus den Ermittlungsakten stützen diese Annahmen.
Categories: Pályázatok, Swiss News

Défense : le privé, nouvel acteur de la souveraineté ?

Défense en ligne - Fri, 16/01/2026 - 16:25

C'est « un tournant pour la coopération militaire internationale », reconnaît le ministère français des armées, à propos de la parution assez discrète, le 31 octobre dernier, d'un décret signé du premier ministre Sébastien Lecornu, qui revient à reconnaître le privé — ou le civil — comme un acteur de la souveraineté… ce que les intéressés n'espéraient plus.

- Défense en ligne / , ,

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