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Lösung komplexer Wasserprobleme durch Koordination jenseits des Staates – Erkenntnisse aus Südafrika

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Südafrikas Wassergesetzgebung ist international anerkannt für ihre ambitionierte Umsetzung des integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM). IWRM ist ein Konzept, das entwickelt wurde, um komplexe Herausforderungen im Bereich Wasser anzugehen, indem es die Beziehungen zwischen Land und Wasser berücksichtigt und den Wissensstand für andere Wasser nutzende Sektoren und Akteur*innen erweitert. Die Beteiligung von und Koordination zwischen Interessensvertreter*innen, Schlüsselaspekte des IWRM, stehen im Gegensatz zu einem hierarchischen Führungsstil, wie er von den meisten Regierungen praktiziert wird. Wir sehen drei Herausforderungen bei der Umsetzung von IWRM in Südafrika: Erstens, ein duales Governance-System: Die Landschaft der für das Einzugsgebietsmanagement relevanten südafrikanischen Organisationen besteht aus Organisationen des westlichen Governance- und des traditionellen Governance-Systems. Das westliche Governance-System umfasst Organisationen wie das Department of Water and Sanitation (DWS), das mit der Bewirtschaftung der Wasserressourcen beauftragt ist, und das Department of Cooperative Governance and Traditional Affairs, das sich mit der traditionellen Führung in verschiedenen Fragen einschließlich des Landmanagements abstimmt. Gegenwärtig arbeiten diese Organisationen in Land-Wasser-Fragen nicht im erforderlichen Maße zusammen. Zweitens, eine mangelnde Umsetzung der Wassergesetzgebung: Das südafrikanische Wassergesetz von 1998 sieht Behörden für Einzugsgebietsmanagement (Catchment Management Agencies, CMAs) als Netzwerk-Governance-Strukturen vor, die die Einzugsgebiete auf lokaler Ebene bewirtschaften und alle Wassernutzer*innen einbeziehen sollen. Doch nach über 20 Jahren sind diese Strukturen nicht umgesetzt worden. Dies ist auf einen Konflikt von Governance-Stilen zwischen den Stakeholder integrierenden CMAs und dem expertengesteuerten, hierarchischen DWS zurückzuführen. Drittens, Konflikt zwischen Governance-Stilen: In Ermangelung einer CMA haben sich im uMngeni-Einzugsgebiet mehrere informelle oder nicht gesetzlich verankerte Netzwerk-Governance-Strukturen entwickelt (z.B. Foren für Einzugsgebietsmanagement und die uMngeni Ecological Infrastructure Partnership). In einigen Fällen befinden sich Repräsentant*innen dieser Strukturen und Regierungsvertreter*innen im Konflikt über unterschiedliche Ansätze des Wissensmanagements und der Entscheidungsfindung; diese Unterschiede wurzeln in ihrem jeweiligen Governance-Stil. In den vergangenen Jahren hat das DWS einen Prozess zur Erarbeitung der formal notwendigen Strategie des Einzugsgebietsmanagements eingeleitet, der von den Stakeholdern verlangt, sich zu beteiligen und ihre Bedürfnisse zu formulieren. Dieser Prozess könnte zu einem vermittelnden Instrument für Konflikte zwischen den Akteur*innen werden.
Wir machen folgende Vorschläge:
1. Um IWRM umzusetzen ist die Integration der traditionellen Führungsebene in Planungsprozesse auf kulturell sensible Weise von entscheidender Bedeutung.
2. Netzwerkstrukturen – von der Regierung gestaltet oder selbst organisiert – können das zur Umsetzung von IWRM erforderliche Sozialkapital auf lokaler und regionaler Ebene schaffen.
3. Um zwischen vorhandenem hierarchischen und Netzwerk-Governance-Wissen zu vermitteln, sollten Managementstrategien auf einem hybriden Governance-Stil beruhen.

Blockchain-Technologie in Lieferketten – welche Chancen bietet sie für nachhaltige Entwicklung?

Neben der Aufmerksamkeit, die der Blockchain-Technologie (BT) durch ihren Einsatz in Kryptowährungen zuteilwurde, hat sich für die BT einigermaßen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiteres Einsatzfeld entwickelt: das in der Lieferkette. Lieferketten sind in den vergangenen Jahren immer fragmentierter und globaler geworden, sodass Produkte von der Rohstoffgewinnung häufig bis zum Verkauf unzählige Produktionsschritte durchlaufen, die von Firmen in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden. Die Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit der Produktion in vorangehenden Schritten stellt für viele folgende Produktionsschritte – und so letztlich auch für die Endverbraucher – eine große Herausforderung dar. Die BT verspricht in diesem Zusammenhang große Fortschritte. Einfach gesagt ermöglicht die Blockchain, Daten in einem Netzwerk zu verifizieren, fälschungssicher und rückverfolgbar abzuspeichern und für alle Teilnehmer*innen des Netzwerkes einsehbar zu machen.
Die möglichen Vorteile der BT liegen zum einen auf der Seite der Konsument*innen, die die Herkunft von Produkten nachvollziehen können. Das erleichtert nachhaltigen Konsum. Sie liegen zweitens auf der Seite der Produzent*innen, wenn Teile ihrer Lieferketten automatisiert werden und sie ihre Produktqualität und -herkunft kostengünstig nachweisen können. Drittens wird mit der BT die Hoffnung verbunden, dass Lieferketten durch sie inklusiver für kleine und mittelgroße Zulieferer*innen werden können, besonders in Entwicklungsländern. Die BT kann einfacher Vertrauen auch in die von Ihnen gelieferten Zwischengüter schaffen und so Eintrittsbarrieren abbauen. Zusammengenommen könnte die BT daher dazu beitragen, Konsum und Produktion ökologischer, sozial gerechter und inklusiver zu gestalten und so nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Bisher haben vor allem sehr große Unternehmen in Pilotprojekte investiert. Einige Produkte können inzwischen sowohl von Firmen als auch von Endverbrauchern in Echtzeit auf ihre Produktionsweise und Herkunft überprüft werden. Während die BT jedoch eingetragene Daten sicher speichert und miteinander „verkettet“, kann die Technologie als solche noch nicht die Korrektheit der eingetragenen Daten sichern. Diese verbleibende Unsicherheit im Digital-Analog-Link kann durch die Verbindung mit anderen Technologien, wie etwa dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), gestärkt werden. Die Einhaltung etwa von Arbeits-, Umwelt- oder Tierwohlstandards kann aber nach wie vor weitestgehend nur durch unabhängige analoge Audits überprüft werden. Ein Einsatz der BT bringt daher besonders in solchen Sektoren potenziell umfassende Vorteile, in denen der Digital-Analog-Link erfolgreich überbrückt werden kann, wie etwa im Lebensmittelsektor oder bei besonders hochwertigen Rohstoffen.
Für den Einsatz der BT auch von kleinen Zuliefer*innen in Entwicklungsländern sind oftmals die nötigen Bedingungen von digitaler Bildung, Ausstattung, und Infrastruktur nicht gegeben. Hier müssten nationale und internationale Entwicklungspolitiken ansetzen, damit BT-Lösungen ihre Vorteile für inklusive Produktion entfalten können. Auch allgemeine technologische Standards können helfen, Monopolbil-dungen in der Technologieentwicklung durch multinationale Konzerne entgegenzuwirken. Damit könnte die Politik dazu beitragen, das Interesse der Konsument*innen und Produzent*innen mit dem der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Lieferkette in Einklang zu bringen.

Blockchain-Technologie in Lieferketten – welche Chancen bietet sie für nachhaltige Entwicklung?

Neben der Aufmerksamkeit, die der Blockchain-Technologie (BT) durch ihren Einsatz in Kryptowährungen zuteilwurde, hat sich für die BT einigermaßen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiteres Einsatzfeld entwickelt: das in der Lieferkette. Lieferketten sind in den vergangenen Jahren immer fragmentierter und globaler geworden, sodass Produkte von der Rohstoffgewinnung häufig bis zum Verkauf unzählige Produktionsschritte durchlaufen, die von Firmen in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden. Die Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit der Produktion in vorangehenden Schritten stellt für viele folgende Produktionsschritte – und so letztlich auch für die Endverbraucher – eine große Herausforderung dar. Die BT verspricht in diesem Zusammenhang große Fortschritte. Einfach gesagt ermöglicht die Blockchain, Daten in einem Netzwerk zu verifizieren, fälschungssicher und rückverfolgbar abzuspeichern und für alle Teilnehmer*innen des Netzwerkes einsehbar zu machen.
Die möglichen Vorteile der BT liegen zum einen auf der Seite der Konsument*innen, die die Herkunft von Produkten nachvollziehen können. Das erleichtert nachhaltigen Konsum. Sie liegen zweitens auf der Seite der Produzent*innen, wenn Teile ihrer Lieferketten automatisiert werden und sie ihre Produktqualität und -herkunft kostengünstig nachweisen können. Drittens wird mit der BT die Hoffnung verbunden, dass Lieferketten durch sie inklusiver für kleine und mittelgroße Zulieferer*innen werden können, besonders in Entwicklungsländern. Die BT kann einfacher Vertrauen auch in die von Ihnen gelieferten Zwischengüter schaffen und so Eintrittsbarrieren abbauen. Zusammengenommen könnte die BT daher dazu beitragen, Konsum und Produktion ökologischer, sozial gerechter und inklusiver zu gestalten und so nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Bisher haben vor allem sehr große Unternehmen in Pilotprojekte investiert. Einige Produkte können inzwischen sowohl von Firmen als auch von Endverbrauchern in Echtzeit auf ihre Produktionsweise und Herkunft überprüft werden. Während die BT jedoch eingetragene Daten sicher speichert und miteinander „verkettet“, kann die Technologie als solche noch nicht die Korrektheit der eingetragenen Daten sichern. Diese verbleibende Unsicherheit im Digital-Analog-Link kann durch die Verbindung mit anderen Technologien, wie etwa dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), gestärkt werden. Die Einhaltung etwa von Arbeits-, Umwelt- oder Tierwohlstandards kann aber nach wie vor weitestgehend nur durch unabhängige analoge Audits überprüft werden. Ein Einsatz der BT bringt daher besonders in solchen Sektoren potenziell umfassende Vorteile, in denen der Digital-Analog-Link erfolgreich überbrückt werden kann, wie etwa im Lebensmittelsektor oder bei besonders hochwertigen Rohstoffen.
Für den Einsatz der BT auch von kleinen Zuliefer*innen in Entwicklungsländern sind oftmals die nötigen Bedingungen von digitaler Bildung, Ausstattung, und Infrastruktur nicht gegeben. Hier müssten nationale und internationale Entwicklungspolitiken ansetzen, damit BT-Lösungen ihre Vorteile für inklusive Produktion entfalten können. Auch allgemeine technologische Standards können helfen, Monopolbil-dungen in der Technologieentwicklung durch multinationale Konzerne entgegenzuwirken. Damit könnte die Politik dazu beitragen, das Interesse der Konsument*innen und Produzent*innen mit dem der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Lieferkette in Einklang zu bringen.

Blockchain-Technologie in Lieferketten – welche Chancen bietet sie für nachhaltige Entwicklung?

Neben der Aufmerksamkeit, die der Blockchain-Technologie (BT) durch ihren Einsatz in Kryptowährungen zuteilwurde, hat sich für die BT einigermaßen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiteres Einsatzfeld entwickelt: das in der Lieferkette. Lieferketten sind in den vergangenen Jahren immer fragmentierter und globaler geworden, sodass Produkte von der Rohstoffgewinnung häufig bis zum Verkauf unzählige Produktionsschritte durchlaufen, die von Firmen in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden. Die Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit der Produktion in vorangehenden Schritten stellt für viele folgende Produktionsschritte – und so letztlich auch für die Endverbraucher – eine große Herausforderung dar. Die BT verspricht in diesem Zusammenhang große Fortschritte. Einfach gesagt ermöglicht die Blockchain, Daten in einem Netzwerk zu verifizieren, fälschungssicher und rückverfolgbar abzuspeichern und für alle Teilnehmer*innen des Netzwerkes einsehbar zu machen.
Die möglichen Vorteile der BT liegen zum einen auf der Seite der Konsument*innen, die die Herkunft von Produkten nachvollziehen können. Das erleichtert nachhaltigen Konsum. Sie liegen zweitens auf der Seite der Produzent*innen, wenn Teile ihrer Lieferketten automatisiert werden und sie ihre Produktqualität und -herkunft kostengünstig nachweisen können. Drittens wird mit der BT die Hoffnung verbunden, dass Lieferketten durch sie inklusiver für kleine und mittelgroße Zulieferer*innen werden können, besonders in Entwicklungsländern. Die BT kann einfacher Vertrauen auch in die von Ihnen gelieferten Zwischengüter schaffen und so Eintrittsbarrieren abbauen. Zusammengenommen könnte die BT daher dazu beitragen, Konsum und Produktion ökologischer, sozial gerechter und inklusiver zu gestalten und so nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Bisher haben vor allem sehr große Unternehmen in Pilotprojekte investiert. Einige Produkte können inzwischen sowohl von Firmen als auch von Endverbrauchern in Echtzeit auf ihre Produktionsweise und Herkunft überprüft werden. Während die BT jedoch eingetragene Daten sicher speichert und miteinander „verkettet“, kann die Technologie als solche noch nicht die Korrektheit der eingetragenen Daten sichern. Diese verbleibende Unsicherheit im Digital-Analog-Link kann durch die Verbindung mit anderen Technologien, wie etwa dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), gestärkt werden. Die Einhaltung etwa von Arbeits-, Umwelt- oder Tierwohlstandards kann aber nach wie vor weitestgehend nur durch unabhängige analoge Audits überprüft werden. Ein Einsatz der BT bringt daher besonders in solchen Sektoren potenziell umfassende Vorteile, in denen der Digital-Analog-Link erfolgreich überbrückt werden kann, wie etwa im Lebensmittelsektor oder bei besonders hochwertigen Rohstoffen.
Für den Einsatz der BT auch von kleinen Zuliefer*innen in Entwicklungsländern sind oftmals die nötigen Bedingungen von digitaler Bildung, Ausstattung, und Infrastruktur nicht gegeben. Hier müssten nationale und internationale Entwicklungspolitiken ansetzen, damit BT-Lösungen ihre Vorteile für inklusive Produktion entfalten können. Auch allgemeine technologische Standards können helfen, Monopolbil-dungen in der Technologieentwicklung durch multinationale Konzerne entgegenzuwirken. Damit könnte die Politik dazu beitragen, das Interesse der Konsument*innen und Produzent*innen mit dem der kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in der Lieferkette in Einklang zu bringen.

La patrie des frères Werner

EGEABLOG - Wed, 12/02/2020 - 19:20

Voici une BD qui vaut le détour par deux thèmes rarement traités en BD : la RDA (République Démocratique d'Allemagne) d'une part, la géopolitique du football d'autre part.

L'histoire est assez simple : deux frères (le plus vieux à peine adolescent) s'échappent de la chute de Berlin en 1945. Un peu plus tard, ils se font recruter par la STasi, l'agence d'espionnage du nouveau régime communiste est-allemand. Ce sont de bons éléments au point que l'un d'eux est envoyé en "immersion" dans le pays d'en face, la RFA. Il devient membre de l'équipe nationale de football. Son petit frère reste lui au pays et encadre l'équipe nationale de RDA. Mais les deux équipes vont se rencontrer en match de poule dans un affrontement fratricide et hautement politique. Quelles attitudes vont-ils tenir, alors qu'ils ne se sont pas vus depuis dix ans ?

J'ai beaucoup apprécié, le déroulé de l'histoire, qui mêle de façon harmonieuse le débat affectif et politique entre les deux frères mais aussi leurs relations avec leur hiérarchie et surtout, tout l'environnement de l'époque, celui des deux équipes et celui de la société ouest-allemande. C'est parfaitement troussé et on s'interroge jusqu'au bout de ce qui va advenir, aussi bine pour le match de foot que pour le destin de chacun.

Comme tout roman graphique, le dessin est bien fait sans être trop léché, mais pas pour autant négligé. On reconnait notamment très bien les portraits. Pour les amateurs de football, voir Beckenbauer en fayot intransigeant et Paul Breitner en militant gauchiste est un moment succulent (que je ne connaissais pas....

Enfin, cette page d'histoire qui intervient au moment de la détente et juste après l'Ost-Politiik est si rarement traitée en BD qu'elle vaut à elle seule le détour. Dernier point : c'est aussi un voyage à l'intérieur des mécanismes de la Stasi (mais sur ce sujet, il y a plusieurs films qui sont sortis, vous les connaissez sans doute).

Bref, bonne idée de cadeau pour Noël si vous avez un proche amateur de politique et de football... Ou seulement amateur de BD, d'ailleurs;

O. Kempf

Wiederherstellung des Flusses Zayandeh Rud: Bekämpfung der politischen Ursachen der Wasserknappheit im Iran

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Die Wasserprobleme im Iran verschärfen sich. Der Zayandeh Rud, einer der wichtigsten Flüsse, leidet unter schwerem Wassermangel. Seit Jahrzehnten nimmt die Wassernachfrage zu, was die Rivalität zwischen den Regionen und Wirtschaftssektoren verschärft. Die wichtigste Gegenmaßnahme sind Wassertransfers, jedoch ohne die gesellschaftlichen Gründe der Wasserknappheit anzugehen. Verstärkt durch Klimawandel und -schwankungen sind gegenwärtig erhebliche Spannungen und Konflikte um Wasser zu verzeichnen. Trotz gesetzlicher Vorgaben zur Koordination und Top-down-Steuerung durch den Staat ist die Umsetzung mangelhaft. Ineffektive Koordination äußert sich in fragmentierter Planung, fehlendem Informationsaustausch, zentralisierter Regelsetzung, intransparenter Entscheidungsfindung und mangelnder Rechenschaftspflicht. Das Fortbestehen dieser Herausforderungen deutet darauf hin, dass Wasserknappheit ein Symptom für ein tieferes Problem ist, das mit dem Iran als Ölstaat zu tun hat: Einnahmen aus der Ölrente haben die Rolle des Staates verändert. Macht hat sich auf nationaler Ebene konzentriert, wobei die Bürokratie ausgeufert ist und Eingriffe von oben nach unten vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde die Fähigkeit zur Entwicklung kohärenter Politiken untergraben. Der Mangel an staatlicher Kapazität bei der Politikumsetzung und administrative Desorganisation haben zu unzureichender Koordination geführt. Beim Zayandeh Rud zeigen sich diese Defizite in der begrenzten Kontrolle und Durchsetzung von Vorschriften zur Wasserentnahme, in redundanten Koordinationsmechanismen ohne klar definierte Strukturen und ohne Stakeholder-Beteiligung sowie in fehlender Anpassung von Plänen und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen. Die technokratische Konzentration auf Wassertransfers und Staudammprojekte verbirgt einen Mangel an institutioneller Kapazität im Wassersektor und schwächt Anreize zur Entwicklung differenzierterer Ansätze, etwa einzugsgebietsweite Strategien zur Steuerung der Wassernachfrage. Wir empfehlen daher:
• mehr Transparenz bei Entscheidungsfindungen sowie Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen über den Wasserverbrauch der verschiedenen Nutzer; Vermittlung eines realistischen Bildes des Flusses und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den gesellschaftlichen Nutzen erfolgreicher Wasserkooperation und die Verantwortung jedes Einzelnen für einen gesunden Fluss;
• Überwindung der Illusion, dass die Ölrente Wasserreichtum ermögliche durch die Erarbeitung einer proaktiven und kooperativen Strategie, um in der Öffentlichkeit Unterstützung für neue, auf Wassernachfrage-Management ausgerichtete Ansätze zu erreichen.

Wiederherstellung des Flusses Zayandeh Rud: Bekämpfung der politischen Ursachen der Wasserknappheit im Iran

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Die Wasserprobleme im Iran verschärfen sich. Der Zayandeh Rud, einer der wichtigsten Flüsse, leidet unter schwerem Wassermangel. Seit Jahrzehnten nimmt die Wassernachfrage zu, was die Rivalität zwischen den Regionen und Wirtschaftssektoren verschärft. Die wichtigste Gegenmaßnahme sind Wassertransfers, jedoch ohne die gesellschaftlichen Gründe der Wasserknappheit anzugehen. Verstärkt durch Klimawandel und -schwankungen sind gegenwärtig erhebliche Spannungen und Konflikte um Wasser zu verzeichnen. Trotz gesetzlicher Vorgaben zur Koordination und Top-down-Steuerung durch den Staat ist die Umsetzung mangelhaft. Ineffektive Koordination äußert sich in fragmentierter Planung, fehlendem Informationsaustausch, zentralisierter Regelsetzung, intransparenter Entscheidungsfindung und mangelnder Rechenschaftspflicht. Das Fortbestehen dieser Herausforderungen deutet darauf hin, dass Wasserknappheit ein Symptom für ein tieferes Problem ist, das mit dem Iran als Ölstaat zu tun hat: Einnahmen aus der Ölrente haben die Rolle des Staates verändert. Macht hat sich auf nationaler Ebene konzentriert, wobei die Bürokratie ausgeufert ist und Eingriffe von oben nach unten vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde die Fähigkeit zur Entwicklung kohärenter Politiken untergraben. Der Mangel an staatlicher Kapazität bei der Politikumsetzung und administrative Desorganisation haben zu unzureichender Koordination geführt. Beim Zayandeh Rud zeigen sich diese Defizite in der begrenzten Kontrolle und Durchsetzung von Vorschriften zur Wasserentnahme, in redundanten Koordinationsmechanismen ohne klar definierte Strukturen und ohne Stakeholder-Beteiligung sowie in fehlender Anpassung von Plänen und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen. Die technokratische Konzentration auf Wassertransfers und Staudammprojekte verbirgt einen Mangel an institutioneller Kapazität im Wassersektor und schwächt Anreize zur Entwicklung differenzierterer Ansätze, etwa einzugsgebietsweite Strategien zur Steuerung der Wassernachfrage. Wir empfehlen daher:
• mehr Transparenz bei Entscheidungsfindungen sowie Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen über den Wasserverbrauch der verschiedenen Nutzer; Vermittlung eines realistischen Bildes des Flusses und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den gesellschaftlichen Nutzen erfolgreicher Wasserkooperation und die Verantwortung jedes Einzelnen für einen gesunden Fluss;
• Überwindung der Illusion, dass die Ölrente Wasserreichtum ermögliche durch die Erarbeitung einer proaktiven und kooperativen Strategie, um in der Öffentlichkeit Unterstützung für neue, auf Wassernachfrage-Management ausgerichtete Ansätze zu erreichen.

Wiederherstellung des Flusses Zayandeh Rud: Bekämpfung der politischen Ursachen der Wasserknappheit im Iran

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Die Wasserprobleme im Iran verschärfen sich. Der Zayandeh Rud, einer der wichtigsten Flüsse, leidet unter schwerem Wassermangel. Seit Jahrzehnten nimmt die Wassernachfrage zu, was die Rivalität zwischen den Regionen und Wirtschaftssektoren verschärft. Die wichtigste Gegenmaßnahme sind Wassertransfers, jedoch ohne die gesellschaftlichen Gründe der Wasserknappheit anzugehen. Verstärkt durch Klimawandel und -schwankungen sind gegenwärtig erhebliche Spannungen und Konflikte um Wasser zu verzeichnen. Trotz gesetzlicher Vorgaben zur Koordination und Top-down-Steuerung durch den Staat ist die Umsetzung mangelhaft. Ineffektive Koordination äußert sich in fragmentierter Planung, fehlendem Informationsaustausch, zentralisierter Regelsetzung, intransparenter Entscheidungsfindung und mangelnder Rechenschaftspflicht. Das Fortbestehen dieser Herausforderungen deutet darauf hin, dass Wasserknappheit ein Symptom für ein tieferes Problem ist, das mit dem Iran als Ölstaat zu tun hat: Einnahmen aus der Ölrente haben die Rolle des Staates verändert. Macht hat sich auf nationaler Ebene konzentriert, wobei die Bürokratie ausgeufert ist und Eingriffe von oben nach unten vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde die Fähigkeit zur Entwicklung kohärenter Politiken untergraben. Der Mangel an staatlicher Kapazität bei der Politikumsetzung und administrative Desorganisation haben zu unzureichender Koordination geführt. Beim Zayandeh Rud zeigen sich diese Defizite in der begrenzten Kontrolle und Durchsetzung von Vorschriften zur Wasserentnahme, in redundanten Koordinationsmechanismen ohne klar definierte Strukturen und ohne Stakeholder-Beteiligung sowie in fehlender Anpassung von Plänen und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen. Die technokratische Konzentration auf Wassertransfers und Staudammprojekte verbirgt einen Mangel an institutioneller Kapazität im Wassersektor und schwächt Anreize zur Entwicklung differenzierterer Ansätze, etwa einzugsgebietsweite Strategien zur Steuerung der Wassernachfrage. Wir empfehlen daher:
• mehr Transparenz bei Entscheidungsfindungen sowie Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen über den Wasserverbrauch der verschiedenen Nutzer; Vermittlung eines realistischen Bildes des Flusses und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den gesellschaftlichen Nutzen erfolgreicher Wasserkooperation und die Verantwortung jedes Einzelnen für einen gesunden Fluss;
• Überwindung der Illusion, dass die Ölrente Wasserreichtum ermögliche durch die Erarbeitung einer proaktiven und kooperativen Strategie, um in der Öffentlichkeit Unterstützung für neue, auf Wassernachfrage-Management ausgerichtete Ansätze zu erreichen.

What Does "The Jewish Vote" Even Mean -- And Is There Enough Of It To Go Around?

Daled Amos - Thu, 11/19/2020 - 19:05
This past election, once again the perpetual question that inevitably came up was about 'the Jewish vote': which candidate won it -- and why does it even matter? The Democrats consistently brag that they own the Jewish vote, while the Republicans just keep on claiming that they are just on the verge of acquiring it.
This bipartisan fight over the Jewish vote can be traced back to Herbert Hoover.
In their 2012 book "Herbert Hoover and The Jews," Rafael Medoff and Sonja Wentling, propose that the Jewish vote became a thing in the leadup to the 1944 presidential election, when Roosevelt ran for his 4th term, against Thomas Dewey. 
A review of that book notes that in contrast to Franklin Delano Roosevelt, it was Hoover -- 10 years after he was voted out of office -- who stood up for European Jews. Hoover publicly advocated for the US to open its doors to Jewish refugees and repeatedly spoke out for Jews during the Holocaust years.
The book also reveals that although, at the time, Rabbi Stephen Wise and the Jewish leadership were wary of Republican politicians in general and of Hoover in particular, Republicans such as Hoover himself, Senator Robert Taft and Congresswoman Clare Boothe Luce espoused strongly pro-Zionist and pro-rescue planks that were incorporated into the Republican convention’s 1944 platform. Only this threat to their monopoly of the “Jewish vote,” Medoff and Wentling argue, forced FDR and the Democrats to adopt similar planks, which have ever since remained unshakable for both parties. [emphasis added] But why would anyone ever bother with the Jewish vote to begin with? After all, for a voting bloc, there is not a lot to recommend it:
  • Jews are about 1.5% of the American population o That percentage is about half of what it was 50 years ago
  • And this percentage is continuing to shrink
  • As a bloc, it is not even unified -- with religious Jews tending to vote Republican and non-religious voting Democratic
  • While the vast majority of Jews support Israel, come election time Israel does not rank as a major issue
So what is the big deal?
In a 2016 video, Jonathan Sarna, a professor of American Jewish history at Brandeis, listed some of the reasons why politicians vie over the Jewish vote, even despite its small size:
  • Despite their small numbers, Jews turn out to vote in high numbers -- according to one estimate, 85% of all eligible Jews vote in presidential elections o Jews historically contribute large amounts of money to political parties -- both Democratic and Republican.
  • Jews happen to live in key states that presidential candidates want to carry, such as Florida
  • There are indications that the Democratic party is moving away from Israel, which may present an opportunity for Republicans to capture more of the Jewish vote


Four years earlier, in a 2012 article, Shmuel Rosner added another reason why politicians consider  is important, and why the attention to the Jewish vote is out of proportion to its numbers:
One would say it's the influence that Jews have in the media and their solid presence in notable positions. Others would point to their presence in celebrity circles and the arts, while still others would look to the over-representation of Jews in American politics, as advisors, consultants, pollsters, analysts and elected officials.

But you can really just call it the bellwether factor. Jews are seen as major political players because they believe that their vote really counts, because they project self-importance. They might not tip elections, but they appear as if they can.  Going further back to 2010, Pew Research found indications that the perpetual prediction of Republican gains among the Jewish vote might actually be happening: The religious landscape is far more favorable to Republicans than was the case as recently as 2008. Half of white non-Hispanic Catholics (50%) currently identify with or lean toward the Republican Party, up nine points since 2008. Among religiously unaffiliated voters, who have been stalwart supporters of Democrats in recent elections, 29% currently identify with or lean toward the Republican Party, up from 25% in 2008 (the proportion identifying as Democrats has fallen seven points since then). And 33% of Jewish voters identify with or lean toward the Republican Party, up from 20% in 2008. [emphasis added] In a different article, Rosner finds indications that Jews are not actually trending Republican -- they are trending libertarian, meaning that losses in the Democratic share of the Jewish vote are not necessarily translating straight into Republican gains.
But either way, Democrats cannot take the Jewish vote for granted anymore -- despite what they may say publicly.
In 2006, a Washington Post featured an article Future of Orthodox Jewish Vote Has Implications for GOP, based not only on the conservative views of Orthodox Jews, but also on their higher birth rate.
To which Jill Jacobs, executive director of T'ruah, responded: I’m not quite ready to buy this prediction. After all, who’s to say whether today’s Orthodox babies will grow up voting Republican, Democratic, Green, or Libertarian. (or whether today’s Orthodox babies will stay Orthodox, become Renewal rabbis, or even succumb the Jews for Jesus subway ads) Still, it’s an interesting assumption that Orthodox communities will always produce kids and adults who vote according to Jewish self-interest, narrowly defined. Yeah, and who's to say whether the Democratic party will someday stand idly by as the radical left progressives of their party openly attacked not only Israel but also accuse Israel's supporters of dual loyalty?
Then there is the argument on how to even define, and measure, the Jewish vote.
Yossie Hollander, chairman of the Israeli Institute for Economic Planning, claims Contrary to popular belief, most US Jews support Trump.
His reasoning? No one is counting the Jewish vote correctly because they are overlooking certain components of the American Jewish population:
  • Israelis who emigrate to the US and are citizens with voting rights -- estimates of the size of this group range from 600,000 to one million. Pollsters do not know how to reach and measure this group and manage to measure only a very small percentage of it.
  • The ultra-Orthodox -- while people talk about them as a political component of the Jewish vote, Hollander writes that because the percentage of their children is relatively higher compared to the average population, the number of eligible voters is not the same ratio as in other populations, and so they end up not being surveyed.
  • Immigrants from the former Soviet Union and their children -- there are about 350,000 of them and for a variety of reasons, they are rarely surveyed. 
  • The "Southwest Belt" -- Over the past 30 years, there has been massive immigration in US population centers from the north to areas in Orange County California, San Diego County, Nevada, Arizona, Texas, Atlanta, and Florida. Jews are part of this migration, and as a result, the Jewish communities there are growing rapidly, mostly in conservative areas. According to Hollander, most polling models still use the old population model. 
That is a criticism of the methodology behind the polls.  Compare that with political consultant Jeff Ballabon, who takes a more sociological approach and compares the Jewish vote with the Irish vote.
Ever notice that no one talks about politicians going after "the Irish vote?" To be statistically meaningful or politically relevant, a characteristic must impact voting behavior. For example, there are almost 35 million Americans of Irish descent, but it’s been decades since presidential campaigns engaged in sustained Irish voter outreach. That’s because it’s long been difficult to distinguish anything sufficiently unique – identifiably Irish - about their political behavior. Most vote precisely as their education, profession, income, and zip code alone would predict. The exceptions tend to be active, practicing Catholics who elevate concerns relevant to their faith...

The use of the term “Jewish” interchangeably to mean both ethnicity (like “Irish”) and faith (like “Catholic”) obfuscates it, but the same phenomenon is true for America’s Jews.  [emphasis added] According to Ballabon, a large segment of American Jews, like Irish Americans, are arguably not uniquely Jewish in their own political behavior: The American Left seethes with enmity towards President Trump and is thoroughly wedded to the Democrats. The vast majority of Jews who follow suit proudly confirm that they do so as progressives with universal concerns; not parochially – not as part of a “Jewish Vote.” Even when they profess concern over antisemitism, it’s glaringly limited to those alleged by progressives to be malefactors. [emphasis added] Whether radical groups put the word "Jewish" in their name or name their group after a popular saying in Pirkei Avot, that often appears to be the full extent of their identification with their fellow Jews.
Meanwhile, as for the latest fight for bragging rights to the Jewish vote, the results of this last presidential election seem to validate that the Jewish vote is no longer limited to being a Democratic cheerleading squad.
While Biden easily got the majority of the Jewish vote -- there are indications that Trump improved his numbers for the Jewish vote, which made it possible to win the state of Florida, where an AP exit poll indicated he received 43% of the Jewish vote compared to 56% for Biden. Nationally, exit polls indicated Trump received the highest percent of the Jewish vote for a Republican in decades (30%), while the Jewish vote for Biden was low for a Democrat (68%).
There are hints that the conservative element of the Jewish vote may finally be coming into its own -- and the same Jewish vote that helped Biden in some states was successfully siphoned off by Trump to win others.
But at what cost is the Jewish vote being split?
Jonathan Tobin writes that Jews in America are among Trump’s fiercest opponents – but also his most fervent supporters: For Jewish liberals, Trump is an ally of antisemites and a proto-authoritarian whose character and conduct, statements mark him as a unique threat to democracy. They can’t understand why even one Jew would consider voting for him.

...It’s not for nothing that the Jewish Democratic Council has produced ads that more or less accuse Trump of being a Nazi and, despite the offensive nature of these analogies, have found them resonating with many liberal Jews. Tobin points out that Jews, like the rest of America, are divided into 2 political cultures which feed off of different circles on social media -- circles that usually don't include the other side. The overwhelming majority of non-Orthodox Jews identify with the social justice agenda of the Democratic Party and think it forms the core of Judaism and place it higher as a priority than support for Israel. On the other hand, Orthodox Jews, and non-Orthodox Jews who identify as politically conservative, see support for Israel as a decisive issue.
At home, the Orthodox and conservative groups don't see Trump’s embrace of nationalism as a threat. Instead, they see it as the best way to defend Jews against the antisemitism of the intersectional left which is assuming a more prominent and vocal role in the Democratic Party. 
Even Jews who are members of the same, educated classes who find Trump so offensive, share the distrust that the working-class has for the mainstream media that made it their mission to defeat him, working together with the liberal social media to censor conservative views and unflattering stories about Democrats. The choice boils down to how much value you place on having a president who may be flawed, but is historically pro-Israel and supportive of a conservative political agenda, as opposed to the cherished hope of Trump opponents: that a moderate liberal like Biden can restore a sense of pre-2016 normalcy, while also keeping in check the Democrats’ radical wing. In comparison with everything we hear about the need to address the divide between American Jews and Israelis, this developing rift within the Jewish community itself, as reflected by the split in the Jewish vote, is being overlooked. 
But it is unlikely to go away.
Categories: Middle East, Swiss News

Remember When Farrakhan Said Palestinian Arabs Were Bloodsuckers?

Daled Amos - Thu, 11/19/2020 - 15:53
If Blacks are a minority and Jews are a minority, why is there such tension between them?

One element that caused this friction is the way social interaction between Jews and Blacks was structured in the 1960's.

According to the book "Israel in the Black American Perspective" (1985):
In the Black community Jews were frequently associated with wealth and "parasitism." Under the least propitious circumstances, Blacks usually met Jews as storekeepers and landlords--the most visible representatives of an oppressive economic system. Such meetings were not likely to promote good will and mutual respect. [p4] But if Jewish storekeepers and landlords are such a significant reason for how Blacks viewed Jews, why would that hatred seem to be so focused on Jews?

In a footnote to that paragraph, the book's authors -- Robert G. Weisbord and Richard Kazarian, Jr. -- point out that Jews were not the only storekeepers and landlords that Blacks had contact with:
In some cities, New Orleans and Newark to mention just two, Italian-black relations were acrimonious for similar reasons. Of late, "exploitative" Korean merchants in Harlem have aroused the ire of Afro-Americans, some of whom have responded with "buy Black" campaigns and organized boycotts of the Korean businesses.

And in Detroit, Arab grocers, mostly Iraqui [sic] Christians, have experienced picketing by Blacks who denounced profiteering outsiders. Burning and looting occurred in 1983 following the killing of a Black youth by an Arab storekeeper.

Antagonism to the Arabs in Detroit was rooted in the frustrations Blacks feel when confronted by the more rapid economic progress made by first and second generation immigrants. Black hostility to the Iraquis [sic] in the Motor City is strikingly similar to that directed at the Jews in Gotham and elsewhere. [p6. Text divided into paragraphs for easier reading. Emphasis added] Over the decades, Race Riots were not directed only at Jews:
Similar to the 1943 Detroit Race Riots that devastated the Jewish population, and the 1967 Race Riots that left hundreds of Chaldean [Iraqi Arab Christian] businesses destroyed, Koreans too dealt with a destructive riot in 1992 Los Angeles. The context for the 1992 riots is the reaction to the verdict that cleared the police officers who were videotaped beating Rodney King, a year after a Korean store owner shot and killed a 15-year-old Black girl because he thought she was stealing a bottle of orange juice --
The nearly weeklong, widespread rioting killed more than 50 people, injured more than 1,000 people and caused approximately $1 billion in damage, about half of which was sustained by Korean-owned businesses. Long-simmering cultural clashes between immigrant Korean business owners and predominately African-American customers spilled over with the acquittals. [emphasis added] In Chicago, there was friction between Blacks and Arab immigrants too:
Common complaints about stores predominantly owned by Muslims from Palestine, Jordan, and Yemen, are that they only provide low-quality food and don’t take any ownership over their role in the community. “The reality is that Englewood is changing, and if you don’t improve your model, in time you will go out of business,” says Gunn. Yet despite tensions between Blacks and other groups -- tensions that let to riots -- have you ever heard Farrakhan attack minorities other than Jews?

Actually, he did.

In 1995, The Chicago Tribune reported about
comments Farrakhan made Friday during a television interview in which he was quoted as saying Jews, Arabs, Koreans and Vietnamese were "bloodsuckers" who set up businesses in the black community but never gave back to those neighborhoods. Arabs?
Not just any Arabs.

The Buffalo News had the full quote:
In an interview with Reuters Television aped Oct. 4 and made public Friday, Mr. Farrakhan touched on several sensitive subjects that previously outraged Jewish leaders and prompted accusations of anti-Semitism against him.

"When we use the term 'bloodsucker,' it doesn't just apply to some members of the Jewish community. That could apply to any human being who does nothing for another but lays on that human being to suck the value of its life without returning anything," Mr. Farrakhan said in the interview.

"Many of the Jews who owned the homes, the apartments in the black community, we considered them bloodsuckers because they took from our community and built their community but didn't offer anything back to our community.

"And when the Jews left, the Palestinian Arabs came, Koreans came, Vietnamese and other ethnic and racial groups came. And so this is a type and we call them bloodsuckers."[emphasis added] Later, Farrakhan complained about the media for misreporting what he said: "It is unfortunate that the media is taking words that were spoken out of context to create division."

He never did make clear what the proper context for "bloodsuckers" was.

But the next day, Farrakhan did a turnaround, equating the suffering of Black Americans with other minority groups in the US:
In an address at Operation PUSH headquarters, 930 E. 50th St., Farrakhan said African-American men are dehumanized in the United States in the same way Japanese, Germans, Italians and, more recently, Koreans, Vietnamese and people of Middle Eastern descent have been treated in the U.S. during wars involving Americans.
..."We didn't feel their pain because they were considered the enemy," Farrakhan said to the gathering of about 100 people. "Thanks to the media manipulation, we are seen now as the enemy." To understand Farrakhan's turnaround, you need to keep in mind:
  • His original comment was on a Friday.
  • His "correction" was the next day, on Saturday.
  • Two days later, Monday -- was his Million Man March.
Farrakhan's statement standing up for other minorities was a cynical move to avoid bad press for his upcoming Million Man March in Washington.

So why did Farrakhan have it in for Palestinian Arabs?

According to The Encyclopedia of Chicago, Palestinian Arabs started arriving at the end of the 19th century, and many settled in Chicago in particular --
By the early 1970s, they owned nearly 20 percent of all small grocery and liquor stores in Chicago, most located in African American communities, although Chicago's 30,000 Palestinians represented less than 1 percent of the city's population. By the 1990s, Palestinians had maintained this niche, but they also diversified into used-car dealerships, gas stations, auto repair shops, ethnic stores, and fast-food restaurants, remaining, however, primarily a community of small business entrepreneurs serving mostly “minority” communities. According to the 1990 census, more than 45 percent of employed Palestinians in the Chicago area worked in retail trade. The second largest concentration—some 14 percent—were professionals. [emphasis added] As with Jews, Arab Christians, Italians and Asian-Americans, there were Palestinian Arabs, too, who were store owners in Black communities.

This is not to minimize the problem of race relations or deny the validity of alleged discrimination. But the knee-jerk reaction of Farrakhan to accuse such a varied group of immigrants of being 'bloodsuckers' exploiting the Black community reveals more about Farrakhan than it does about the various ethnic groups he attacked.

Maybe that is why Farrakhan ended up focusing his hate on one group alone -- Jews.


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Cyber et territoire (INCRT)

EGEABLOG - Tue, 11/17/2020 - 18:40

J'ai oublié de vous le dire : j'ai fondé l'institut de cybersécurité et de résilience des territoires (INCRT) après une réflexion de quelques mois et en association avec plusieurs amis et partenaires. Je salue notamment le Général (2S) Marc Watin-Augouard, qui a accepté de présider ce nouvel institut, dont vous pouvez trouver les détails à l'adresse : www.cyberterritoires.fr. Outre quelques articles ou études publiés ici ou là (notamment une étude publiée à la FRS, voir ici), j'ai répondu aux questions de l'institut, parmi d'autres (ici). Voici l'article ci-dessous

Mon Général, vous êtes une référence de la cyberstratégie en France. Vous avez publié votre premier livre sur le sujet en 2011, vous dirigez la collection cyberstratégie chez Economica, vous êtes chercheur associé à la FRS et membre du Conseil scientifique du FIC, vous êtes régulièrement consulté sur la question : Qu’est-ce qui pousse un homme de votre expérience à créer et vice-présider un Institut consacré à la cybersécurité et la résilience des Territoires ?

Une observation et une expérience.

L’observation que le dispositif français de cybersécurité s’est mis en place au niveau national depuis une dizaine d’années : création de l’ANSSI, renforcement des moyens au travers des diverses LPM, création de l’OG Cyber, mise en place du Pôle d’Excellence cyber, développement du FIC, croissance d’entreprises de toutes tailles qui bénéficient d’un marché lui-même en forte croissance… Tout ceci est parfait mais encore très centralisé, très parisien, très « grands comptes ». De même, l’UE s’est saisie du problème (Directive SRI, RGPD, définition des OSE). Mais là encore, on ne s’adresse qu’aux gros.

Ici vient l’expérience, qui est double. Les aléas de la vie m’ont conduit à plus pratiquer la « province », ce mot qu’on ose à peine prononcer mais auquel je trouve encore beaucoup de charme. Je l’ai fait pour des raisons privées mais aussi professionnelles. Aussi n’ai-je pas trop été surpris quand la pandémie est survenue et que tout le monde a dû passer d’un coup au télétravail. La Covid a plus fait pour la transformation numérique que toutes les initiatives que j’avais pu lancer dans mes précédentes fonctions. Tant mieux, mais ce faisant les territoires ont énormément augmenté leur surface de risque, d’autant plus qu’ils ont le plus souvent une culture très réduite de la cybersécurité.

Aussi m’a-t-il paru nécessaire de m’intéresser à ces territoires, en partant du bas, du terrain : de ce point de vue, le pragmatisme militaire qui fait partie de ma culture m’y aide beaucoup.

Quels sont les objectifs qu’un homme de votre expérience assigne à ce nouvel outil au service des territoires, quelles sont les valeurs que vous voulez y voir appliquées ?

Le premier principe est de partir du terrain, des besoins. Trop souvent, des vendeurs de solution viennent et débitent leur argumentaire, sans vraiment écouter ce que leurs interlocuteurs ont à dire. Or, chaque territoire est particulier. Une ville moyenne qui s’est spécialisée dans le tourisme n’aura pas le même besoin qu’une autre dans une région viticole ou une troisième qui a encore un gros tissu industriel menacé par la crise économique. Si la cybersécurité est une, s’il y a forcément des points communs, les besoins sont différents et il faut donc d’abord écouter et dresser des diagnostics ensemble, au vu des forces et faiblesses du territoire, avant de proposer des actions. Le deuxième principe est celui de la bienveillance : trop souvent, les victimes voient venir des spécialistes qui leur disent « mais vous n’auriez jamais dû faire ceci ou cela, ce n’est pas bien ». De fait, souvent on blâme la victime, comme si c’était sa faute. Je pense au contraire qu’il faut accompagner les victimes et les futures victimes pour les aider à progresser.

Le dernier principe va de soi mais il convient de le rappeler : il s’agit d’œuvrer pour le bien commun et la cohésion nationale et territoriale. Une fois encore, il faut compléter par le bas ce qui se fait bien au niveau central.

Selon vous, qu’est ce qui explique le retard pris par les territoires et leurs composantes dans la prise conscience de la cybercriminalité et la mise en place de mesure et d’outils de Cybersécurité ?

Le sentiment qu’ils sont trop petits pour être visés (sentiment partagé aussi bien par les CT que par les PME PMI). Accessoirement, une question de ressources disponibles : il y a tellement de besoins par rapport à des moyens limités qu’on ne prend pas les mesures minimales de cybersécurité. On « prend le risque » car on estime qu’il y a d’autres urgences. Celles-ci sont bien sûr légitimes mais il faut désormais faire uen petite place à la cybersécurité. On ne peut plus la négliger.

Le problème, c’est que désormais, tout le monde est visé, la cybermenace ne vise plus seulement les gros. On a connu une vague incroyable de fraudes au président ces dernières années, puis de rançonnages contre des collectivités publiques au cours des 15 derniers mois. Elle dure encore et ne cesse d’enfler. Accessoirement, la pandémie a forcé tout le monde à passer au télétravail, ce qui a ouvert de gigantesques portes aux agresseurs…

La cyber menace ne peut plus être ignorée. Y répondre fait partie désormais des facteurs d’attractivité d’un territoire.

Que propose l’INCRT pour accompagner les territoires dans ce défi, désormais presque quotidien ?

Tout d’abord, une veille et un éveil. Il convient de parler aux territoires mais aussi de les écouter. De ce point de vue, l’institut sera une plateforme qui permettra à chacun de suivre et de rencontrer.

Ensuite, nous irons dans les territoires à la demande des CT afin de présenter et sensibiliser, mais aussi de montrer que des solutions simples existent. Nous agirons bien sûr avec nos partenaires comme cybermalveillance ou la Gendarmerie nationale. Enfin, s’il y a des demandes plus précises, nous voulons aussi être un « do tank » et mobiliserons notre réseau d’experts pour répondre aux besoins exprimés.

Olivier Kempf

Nixon, Rabin and Trump: Unfinished Business In The Middle East

Daled Amos - Mon, 11/16/2020 - 08:59
What is the hardest part of brokering a peace agreement?
-- Sometimes, it's just getting the two sides to sit down in the same room. -- Other times, the problem is getting the two sides just to talk. -- Even then, there is the problem of getting them to negotiate and be willing to make concessions.
And then there is the problem when you just run out of time.
Following the Yom Kippur War, in which Egypt and Syria were nearly victorious, a unique possibility for peace between Israel and Egypt presented itself. Nixon's airlift of crucial arms during the war was critical to Israel's victory -- and created an opportunity.
Richard Nixon. Public domain



Seeking to take advantage of this opportunity, in June 1974, Nixon became the first US president to visit Israel while in office.
As Rabin explained in a press conference after Nixon returned to the US: "Ever since the airlift of the Yom Kippur War, the Arabs have come to understand that America will not allow Israel to be weakened. A defeat of Israel is a victory for the USSR. Paradoxically, this is what has raised America's prestige in the Arab world, and has given Washington leverage. Today in the Middle East, Moscow is a synonym for instability and war, Washington for stability and negotiation." (Yehuda Avner, The Prime Ministers, p. 270)
Yitzhak Rabin. Public domain



This leverage as an honest broker would make it possible for the US to go beyond being a supporter of Israel's interests, and show that it was a strong and reliable ally to address the interests of the Arab world as well.
Meanwhile, Nixon began discussing with Egypt's Sadat the possibility of a final settlement, going step-by-step. On June 25, Nixon wrote to Sadat: Mr. President, I am convinced that we have witnessed in recent months a turning point in the history of the Middle East -- a turning toward an honorable, just, and endurinable peace -- and have ushered in a new era in U.S.-Arab relations. A direction has been set, and it is my firm intention to stay on the course we have chartered. (p. 271) Two months later, Nixon resigned.
The following month, Rabin was meeting with President Ford -- and Kissinger -- to continue what Nixon had started. The following year, in March, Kissinger came to the Middle East to conduct his "shuttle diplomacy," bouncing back and forth between Israel and Egypt. Kissinger pressured Rabin on a withdrawal from the Sinai, especially from the Mitla and Gidi passes, while Rabin wanted Sadat to commit himself to a "termination of the state of belligerency" with Israel.
Kissinger's efforts failed -- and he blamed Israel.
In the end, however, another attempt was made, culminating in an interim agreement known as Sinai II.
Just to get an idea of what Rabin was up against, here is an excerpt from the notes of a conversation between Sadat and Foreign Minister Fahmi with Ford and Kissinger. The context is the early warning stations in the Sinai that Rabin wanted to retain -- and Sadat's idea of a compromise, where they would be manned by US troops. Note the highlighted portions.




The term "honest broker" is overrated.
In any event, Rabin too ended up resigning because of the 'scandal' surrounding his wife, who had retained a bank account from the years when Rabin was Israel's ambassador to the US from 1968 to 1973. After that, the Israeli law forbidding citizens from holding bank accounts abroad came into play. However, another law prevented Rabin from resigning outright once the date for the next elections has been set. Instead, Rabin withdrew from the race as leader of the Labor Party, to be replaced from Shimon Peres to face Menachem Begin.
Begin became prime minister -- and it was during his term that a peace treaty with Egypt was signed. 
Rabin felt his role in making that peace treaty possible was never acknowledged, but at the same time he understood that was the way of things.
In his memoirs, Rabin wrote: When President Sadat made his historic visit to Jerusalem on 19 November 1977 I was no longer prime minister. Yet that visit -- and the subsequent moves toward achieving a peace treaty -- could never have come about were it not for the course my government adopted in signing the 1975 interim agreement. That our policy provoked the anger of Likud has not prevented Mr. Begin's government from reaping the fruits of our labors. Of course, that is how things should be, since the quest for peace is not a contest between political parties...The 1975 agreement with Egypt was never meant to be an end in itself. As its title implies, it was designed to advance the momentum toward peace, and in that sense it achieved its purpose. [emphasis added] (quoted in The Prime Ministers, p.302) Begin benefited from the foundation set by Nixon and the groundwork laid by Rabin, both of whom left their work unfinished. 
But that was not the last we heard from Rabin.
After serving as prime minister from 1974 to 1977, Rabin became prime minister again in 1992. And he was still focused on peace. In 1994, he received the Nobel Peace Prize for his part in the Oslo Accords, along with Shimon Peres and Arafat. Rabin also signed a peace treaty with Jordan that same year.
In late 1995, Rabin described to Yehuda Avner his view of the Middle East, a description that 25 years later sounds familiar: Number one: Israel is surrounded by two concentric circles. The inner circle is comprised of our immediate neighbors—Egypt, Jordan, Syria, and Lebanon, and, by extension, Saudi Arabia. The outer circle comprises their neighbors—Afghanistan, Iran, Iraq, Sudan, Yemen and Libya. Virtually all of them are rogue states, and some are going nuclear.

Number two, Iranian-inspired Islamic fundamentalism constitutes a threat to the inner circle no less than it does to Israel. Islamic fundamentalism is striving to destabilize the Gulf Emirates, has already created havoc in Syria, leaving twenty thousand dead, in Algeria, leaving one hundred thousand dead, in Egypt, leaving twenty-two thousand dead, in Jordan, leaving eight thousand dead, in the Horn of Africa—the Sudan and Somalia—leaving fourteen thousand dead, and in Yemen, leaving twelve thousand dead. And now it is gaining influence in the West Bank and the Gaza Strip.

Iran is the banker, pouring millions into the West Bank and Gaza in the form of social welfare and health and education programs, so that it can win the hearts of the population and feed religious fanaticism.

Thus, a confluence of interest has arisen between Israel and the inner circle, whose long-term strategic interest is the same as ours: to lessen the destabilizing consequences from the outer circle. At the end of the day, the inner circle recognizes they have less to fear from Israel than from their Muslim neighbors, not least from radicalized Islamic powers going nuclear.

Number three: the Arab-Israeli conflict was always considered to be a political one: a conflict between Arabs and Israelis. The fundamentalists are doing their level best to turn it into a religious conflict—Muslim against Jew, Islam against Judaism. And while a political conflict is possible to solve through negotiation and compromise, there are no solutions to a theological conflict. Then it is jihad—religious war: their God against our God. Were they to win, our conflict would go from war to war, and from stalemate to stalemate. [emphasis added] (p. 707) The context for this description of the Middle East is Rabin's response to Avner's question as to why he shook Arafat's hand at the signing of the Oslo Accords: He and his PLO represent the last vestige of secular Palestinian nationalism. We have nobody else to deal with. It is either the PLO or nothing. It is a long shot for a possible settlement, or the certainty of no settlement at all at a time when the radicals are going nuclear. With the growing threat of Islamic fundamentalism, negotiating with secular Palestinian Arabs made sense to Rabin.
Neither he -- nor then-President Clinton -- saw the potential in negotiating and working with other Arab states within those concentric circles. There's no reason they would, when all the contemporary thinking was focused on the Palestinian Arabs as a key to peace, a cold peace in line with the peace treaties signed with Egypt and Jordan with no thought of normalization. According to that thinking, it is either the Palestinian Arabs or nothing.
The Middle East achievements of the Trump administration this year took Rabin's outline and acted on it.
What Rabin might have further accomplished, we will never know. He was stopped again, this time by a bullet, from pursuing peace.
But like Nixon and Rabin, Trump too will not be pursuing his vision for peace to its full extent.

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Some Black Leaders Supported Zionism Before Herzl Did

Daled Amos - Sun, 11/15/2020 - 01:11
During the 1973 Yom Kippur War, a reporter asked Golda Meir about African leaders that were cutting off diplomatic ties with Israel under Arab pressure. The reporter claimed this proved that Israel's African policy and the aid given was a waste of time. Golda Meir disagreed:
Because what I did for Africa was not just a policy of enlightened self-interest. I did it for the benefit of the African peoples, and deep in their hearts they know this to be true. It was an expression of my deepest historic instincts as a Jew, and a demonstration of my most profound and cherished values as a Labor Zionist. [The Prime Ministers, by Yehuda Avner, p. 236] Golda Meir was not the first Zionist to speak about helping Africa.

Herzl's novel, Altneuland, describes his vision of what Jewish Palestine would look like. At one point, one of the characters declares:
There is still one problem of racial misfortune unsolved. The depths of that problem, in all their horror, only a Jew can fathom. I mean the negro problem. Don't laugh, Mr. Kingscourt. Think of the hair-raising horrors of the slave trade. Human beings, because their skins are black, are stolen, carried off, and sold. Their descendants grow up in alien surroundings despised and hated because their skin is differently pigmented. I am not ashamed to say, though I be thought ridiculous, now that I have lived to see the restoration of the Jews, I should like to pave the way for the restoration of the Negroes. [Translated from the German by Dr. D. S. Blondheim, Federation of American Zionists, 1916, available online] Herzl's desire for Blacks to be restored to their homeland was mutual.

In fact, Black support for the Jewish State predates Herzl.

In their book, Israel in the Black American Perspective, Robert G. Weisbord and Richard Kazarian start with a chapter on early Black support for the Zionist idea.

As early as the post-Civil War era, when Blacks were still too focused on their survival and that of their families to concern themselves with foreign affairs, there were still a few Black intellectuals and leaders who kept abreast of events overseas.

Some saw parallels between their own situation and that of the Jews -- and others saw Zionism and the return to the Jewish homeland as the paradigm for the transplanted Africans in the US.

Here is a summary of what the book describes about some of those leaders --

Edward Wilmot Blyden (1832-1912) Blyden was born in St. Thomas in the Virgin Islands, which had a significant Jewish population, and later immigrated to West Africa in 1851. He was an editor, a prolific writer of books and pamphlets, a linguist, a professor of classics, secretary of state of the newly established republic of Liberia, Liberian ambassador to Great Britain and president of Liberia College.

Edward Wilmot Blyden. Public Domain
As he describes in his book, The Jewish Question, while traveling in the Middle East in 1866, Blyden wanted to travel to "the original home of the Jews--to see Jerusalem and Mt. Zion, the joy of the whole earth." While in Jerusalem he went to the Western Wall.

Keep in mind that Theodor Herzl wasn't even born until 1860. Instead, this was the time of 'proto-Zionists' like Rabbi Zvi Hirsch Kalischer, who wrote Derishat Ziyon (Seeking Zion), and Moses Hess, who wrote Rome and Jerusalem -- both published in 1862.

Weisbrod and Kazarian write:
In point of fact, Blyden in the 1860's and 1870's was much more of a Zionist than most Jews. He advocated Jewish settlement in Palestine, a phenomenon which, in his judgment would not have an adverse effect on the Arabs. Blyden reproved the sons of Abraham for remaining in the Diaspora and for not migrating to their ancient homeland, which the Ottoman Turks were misgoverning. Towards the end of the 19th century, with the resurgence of antisemitism in Russia, France and Germany, that political Zionism came into its own with Herzl and his publication of The Jewish State in 1896. The First Zionist Congress followed in 1897.

Blyden's booklet, The Jewish Question, was published the following year:
Blyden was familiar with Herzl's Jewish State and predicted that it propounded ideas which "have given such an impetus to the real work of the Jews as will tell with enormous effect upon their future history." Blyden also commented on the powerful influence of the "tidal wave from Vienna--that inspiration almost Mosaic in its originality and in its tendency, which drew crowds of Israelites to Basle in August 1897...and again in 1898." However, Blyden also thought that if the timing was not right, the Jewish State could be established elsewhere as well. He felt that because of the shared suffering of Jews and African Americans, they were specially qualified to be spiritual leaders in the world.

So he invited Jews to come to Africa --
Africa appeals to the Jew... to come with his scientific and other culture, gathered by his exile in many lands, and with his special spiritual endowments. As it turned out, when the British offered Herzl land in Africa in 1903 for a state, that invitation was nearly accepted.

Booker T. Washington (1856-1915) Booker T. Washington was such a celebrity during the latter part of his life that he was invited to have dinner with Theodore Roosevelt at the White House and to have tea with Queen Victoria.

He was born into slavery, but despite the hardships, he taught himself the alphabet, got an education and went on to found the Tuskegee Institute, which he headed for 35 years.

Booker T. Washington. public domain
From his childhood, Washington had an interest in Jews, based on his familiarity of Bible stories -- and drew parallels between the histories of Blacks and Jews. In a speech he delivered in 1905, Washington said: In Russia there are one-half as many Jews as there are Negroes in this country and yet I feel sure that within a month more Jews have been persecuted and killed than the whole number of our people who have been lynched during the past forty years. While Washington believed in thrift and hard work as key to Black equality, he also thought that progress could be achieved through racial solidarity -- just as it had helped Jews: There is, perhaps, no race that has suffered so much, not so much in America as in some of the countries in Europe. But these people have clung together. They have had a certain amount of unity, pride and love of race. Washington predicted success for Jews in the US, "a country where they were once despised and looked upon with scorn and derision" -- success that was achieved largely through dedication to education and enabled them to gain positions of power and preeminence.
He did not share the back-to-Africanism of Blyden, and did not see it as a solution to Black problems in the South. Similarly, while he was a friend of the Jews, Washington didn't see a Jewish State as much of a solution for Jews either. When asked if there was anything among Blacks that compared to the Zionist movement, Washington responded: I think it is with the African pretty much as it is with the Jews, there is a good deal of talk about it, but nothing is done, there is certainly no sign of an exodus to Liberia. Based on the lesser interest in Zionism in the US at the time, it is no wonder Washington was skeptical.
W.E.B Du Bois 1868-1963 Du Bois championed the cause of racial justice -- and of Zionism as well. He was born in Massachusetts and was educated at Fisk University in Nashville, at the University of Berlin and received a Ph.D from Harvard. He wrote historical treatises, sociological studies and essays on the important issues of the day. Du Bois was one of the founders of the NAACP.
He saw potential in the Balfour Declaration for a similar solution for Blacks. With the defeat of Germany in WWI,  his dream was an independent free central African state carved out of German East Africa and the Belgian Congo.
It didn't happen.

W.E.B Du Bois Public Domain

He believed that such an African state would have a mutually beneficial relationship with Blacks around the world, similar to the Zionist view of a Jewish state.  In 1919, Du Bois wrote an article in the NAACP magazine Crisis that The African movement means to us what the Zionist movement must mean to the Jews, the centralization of race effort and the recognition of a racial fount. To help bear the burden of Africa does not mean any lessening of effort in our problems at home. Rather it means increased interest. For an ebullition of action and feeling that results in an amelioration of the lot of Africa tends to ameliorate the conditions of colored peoples throughout the world. And no man liveth unto himself. Du Bois started a monthly magazine for Afro-African children around 1919 called The Brownie's Book. In it, he wrote about Zionism.
  • In the first issue, he told his readers about the new Jewish state planned "'round about Jerusalem"
  • Eight months later, he told them that a "great Zionist congress of the Jews is meeting in London"
  • He also noted proposals to "tax the Jews all over the world for the support of the new Jewish government in Palestine"
  • In January 1921, he wrote about the finished blueprints for a Hebrew university on the biblical Mount of Olives in Jerusalem o In 1929, he wrote about the "murder of Jews by Arabs in Palestine."
In 1948, Du Bois published "A Case for the Jews." In it, he described Zionism as a question of young and forward thinking Jews, bringing a new civilization into an old land and building up that land out of the ignorance, disease and poverty into which it had fallen, and by democratic methods to build a new and peculiarly fateful modern state. In June 26, 1948 the NAACP adopted a resolution that The valiant struggle of the people of Israel for independence serves as an inspiration to all persecuted people throughout the world. We havil the establishment of the new State of Israel and welcome it into the family of nations.'  Marcus Garvey 1887-1940 Born in Jamaica, Garvey was the founder of the Universal Negro Improvement Association (UNIA). He wrote that Africa needed to be transformed into a  Negro Empire where every Black man, whether he was born in Africa or in the Western world, will have the opportunity to develop on his own lines under the protection of the most favorable democratic institutions. His wife described his vision in a way similar to the Zionist goal of a Jewish state: Garvey saw Africa as a nation to which the African peoples of the world could look for help and support, moral and physical when ill-treated or abused for being black.
Marcus Garvey. Public Domain


In 1920, Garvey told a UNIA meeting that after WWI,  A new spirit, a new courage, has come to us simultaneously as it came to other peoples of the world. It came to us at the same time it came to the Jew. When the Jew said 'We shall have Palestine!' the same sentiment came to us when we said' We shall have Africa!' At the same time, the Jewish press was aware of what Garvey was doing and also saw the parallels between his pan-Africanism and Zionism. In the book, African Americans and Jews in the Twentieth Century, edited by V. P. Franklin, Hasia Diner notes in "Drawn Together By Self-Interest" that the Yiddish Press used the idioms of Jewish history to describe Marcus Garvey:


But Garvey was a complex -- and even contradictory -- figure when it came to Jews. There were statements he made that were antisemitic and when British Prime Minister Neville suggested in 1939 settling Jewish refugees in British Guiana, Garvey lashed out, claiming that British Guiana was a "Negro country" and criticized Zionism.
Walter White 1893-1955 In 1947, the UN voted on the partition of then-Palestine into separate Jewish and Arab states. It was an opportunity to finally create a Jewish state -- but a two-thirds majority was necessary to make it happen.
Enter Walter White.

Walter White. Public Domain
Zionists approached White, urging him to persuade two Black nations, Haiti and Liberia, to reverse their announced opposition to partition and to vote for it instead.
He was opposed to the idea of 'segregating' Jews from Arabs and resented the pressure Zionists put on him. Nevertheless, according to his autobiography, he helped "because Palestine seemed the only haven anywhere in the world for nearly one million Jews of Europe."
When the votes were cast, Liberia, Haiti and the Philippines all voted for partition -- and those votes were critical in achieving the 33 to 13 vote for partition.
Black leaders like these make for a sharp contrast to the likes of Sharpton and Farrakhan.



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Medays 2020

EGEABLOG - Sat, 11/14/2020 - 19:49

J'ai participé vendredi 1A3 novembre à la table ronde du Medays 2020, organisée sur les réactions à la pandémie, notamment du point de vue numérique.

Vous trouverez un bref compte-rendu de cette table ronde ici.

J'en extrait ceci : Selon Olivier Kempf, directeur de La Vigie, chercheur associé à la Fondation pour la recherche stratégique et directeur de la Collection Cyberstratégie chez Economica, la crise sanitaire a contribué au renforcement des inégalités dans l’utilisation des outils numériques et a augmenté le risque de cyberattaques, appelant ainsi à investir beaucoup plus dans ce domaine en vue de garantir la sécurité des systèmes d’information. Il a dans ce sens mis en exergue l’intérêt de l’Afrique et l’Europe à œuvrer ensemble et mobiliser leurs efforts, à travers un partenariat liant les deux continents et visant à tirer profit de cette révolution numérique. M. Kempf a ajouté que ce partenariat permet aux deux parties d’intégrer un marché potentiel de près de 2 milliards de personnes et de pouvoir ainsi concurrencer la Chine et les États-Unis.

OK

UNe autorité scientifique disparue ?

EGEABLOG - Wed, 11/11/2020 - 11:57

Cela fait des semaines, des mois que je n'ai pas publié : mille excuses. Je dos être mal organisé ou très pris (au choix). Voici donc un texte paru dans un dossier de l'IRIS sur "le virus du faux" (lien ici). J'y publie un texte sur la disparition de l'autorité scientifique, lisible ci-dessous. OK

La crise de la Covid 19 affecte en profondeur l’année 2020. Cependant, si les conséquences géopolitiques sont relatives, si les conséquences économiques sont énormes, la pandémie a accéléré un autre mouvement, plus discret et moins évident : celui de la perte de confiance envers l’autorité scientifique.

Permanences et accélérations

D’une part, les tendances lourdes du monde d’avant ont persisté. Certes, quelques-uns ont saisi des opportunités, comme la Chine qui en a profité pour accélérer sa maîtrise de Hong-Kong ou l’Arabie Séoudite qui a tenté de s’exfiltrer du Yémen. Le bilan médical de la pandémie sera lourd mais sans constituer par lui-même un choc démographique déstabilisant, à l’image de la Grande peste ou des ravages microbiens lors de l’invasion des Conquistadors. En revanche, les conséquences économiques de l’arrêt de la production mondiale pendant deux mois seront très sensibles et nous mettrons deux ou trois ans à les surmonter.

D’autre part et hormis la question économique, la crise a accéléré des phénomènes qui prévalaient. Mentionnons ici la prégnance accélérée des outils numériques, la radicalisation de la crise intérieure américaine ou encore une radicalisation politique de la gauche mondiale au profit d’une lecture systématique de communautés séparées sur la base de la couleur de peau (ne plus dire race), du genre (ne plus dire sexe) ou de la position victimaire.

Débat scientifique

Au chapitre des accélérations, le débat scientifique est arrivé sur la place publique. Il a pris des détours surprenants pour se concentrer sur les questions de médecine. Il est vrai que le confinement nous y forçait, puisque nous avons tous essayé de comprendre ce virus qui suscitait une réaction aussi radicale que la mise à l’abri de populations entières.

Ainsi, les virus ne sont pas des microbes, la transmission de virus d’animaux à l’homme est chose courante, notre patrimoine génétique s’améliore au fur et à mesure des résistances acquises par la rencontre préalable d’autres virus et maladies, etc. Accessoirement, ces virus se répandent plus facilement grâce à la mondialisation puisque celle-ci passe par des échanges beaucoup plus nombreux que par le passé.

Mais ces explications n’ont pas suffi. Il nous a fallu comprendre comment nous en étions arrivés là : passons sur l’impréparation et la faiblesse des moyens (de lits, de respirateurs, de masques, de tests, ces derniers n’étant toujours pas opérés en assez grand nombre) qui ont suscité leur lot de polémiques ; rapidement, la question a tourné autour des moyens de traiter ce virus, aujourd’hui et demain. Les autorités nous ont promu des tests cliniques de traitement qui étaient faits au niveau européen et dont nous devions avoir les premiers résultats en avril. Constatons que les résultats sont décevants, non seulement parce que les solutions n’ont pas été trouvées mais aussi parce que l’ampleur des tests à déçu.

L’affaire de la chloroquine

Alors est intervenu un personnage haut en couleur, le professeur Raoult, initialement présenté comme un des grands spécialistes mondiaux d’infectiologie. Il prônait un traitement précoce à base de chloroquine et expliquait qu’il obtenait de bons résultats. La planète médiatique prit alors feu. Avec son air de Panoramix, on avait l’impression du druide du village gaulois résistant à l’envahisseur, tandis que les élites poussaient des cris d’orfraie face à cet hérétique qui suivait sa propre voie. Dans cette nouvelle bataille d’Hernani, chacun pouvait avoir son avis d’autant plus que le « Conseil scientifique » mis en place par le gouvernement avait des avis qui semblaient évoluer au gré des circonstances.

Un peu plus tard, une étude tout aussi fracassante était publiée par une revue médicale de renom, the Lancet. Elle s’appuyait sur du Big data et concluait à l’ineptie des traitements par chloroquine. Le Conseil sanitaire décidait aussitôt qu’il fallait interdire la chloroquine (médicament utilisé depuis trois quarts de siècle contre le paludisme en Afrique et dont on ne savait pas qu’il présentait jusqu’alors de si grands dangers). Comme dans tout bon vaudeville, une semaine plus tard on apprenait que l’étude avait été « bidonnée », que les statistiques avaient été inventées par une société plus mercantile que médicale : the Lancet retirait la publication et l’OMS son avis contre la chloroquine.

Précisons ici que nous n’avons aucune idée du bien ou du mal-fondé de ce médicament mais qu’il est révélateur de bien des choses.

Autorité scientifique

Allons au fait : ces affaires, aussi bien celle de la pandémie que de la chloroquine, révèlent la fin de l’autorité scientifique. Voilà une nouveauté dont on discernait pourtant les signes mais qui est désormais établie.

Elle n’est pas surprenante tant les « autorités » traditionnelles se sont affaiblies : ce fut le cas des religions (relisez M. Gauchet sur le désenchantement du monde), des idéologies, des syndicats, des partis politiques ; il y eut le déclin de la presse, celui de l’école, celui de l’hôpital. Toutes ces institutions, toutes ces autorités morales se sont peu à peu affaissées. Voici d’ailleurs une des causes de la fin de l’universalisme.

La dernière autorité restait l’autorité scientifique. Les savants, du fait de leurs longues années d’étude, de leur rare prise de parole publique, de leur rigueur, mais aussi du reliquat d’un certain positivisme, hérité d’Auguste Comte, gardaient leur crédit. Nous croyions tous encore un peu au progrès, avec une part de raison.

Le progrès, toujours le progrès

En effet, nous avons évolué à propos du progrès. Nous avons compris que le progrès scientifique n’entraînait pas, contrairement aux illusions des siècles passés, un progrès social. Pour autant, nous savons bien que le progrès scientifique continue (même s’il est de moins en moins compréhensible) et surtout, nous observons dans notre vie quotidienne l’irruption du progrès technologique. Cela passe bien sûr par les technologies numériques (nous ne parlons pas bien sûr de l’ultime version de votre ordiphone qui appartient plus au domaine du marketing que de la technologie) mais pas uniquement : nos avions, nos voitures, nos outils, nos soins se sont améliorés. Nous attribuons ce progrès technologique au progrès scientifique. Et il est vrai que la science continue son œuvre et que la réponse scientifique à la pandémie a été remarquable, puisqu’on a isolé l’ADN du virus en quelques semaines et que les prototypes de vaccin sont testés partout. Jamais dans l’histoire de l’humanité une maladie nouvelle n’aura été traitée aussi rapidement. Et pourtant…

Impatience et défiance

Par impatience, nous comprenons mal que nous n’y soyons pas arrivés plus vite. Rappelons qu’on n’a toujours pas de vaccin contre le Sida, apparu il y a quarante ans, et qu’on traite difficilement cancer et Alzheimer…

Surtout, nous avons une certaine défiance envers l’aristocratie scientifique. Les premiers signes sont anciens : sans même évoquer les platistes (persuadés que la terre est plate), pensez à la controverse sur le changement climatique ou celle des antivax (anti-vaccins). Des parts toujours plus importantes de la population tiennent des discours (et adaptent parfois leurs comportements) sur la base de conceptions scientifiques manifestement erronées. Encore ne s’agit-il là que d’opinions, considérées comme marginales même si elles ont pris de l’ampleur grâce aux réseaux sociaux.

Avec la chloroquine (dans un contexte de confinement) c’est la population entière qui a pris parti, sachant que les démonstrations des uns et des autres ne convainquaient pas. De plus, la parole des « experts », qu’il s’agisse des membres des différents Conseils scientifiques ou académies, laboratoires ou universités, a semblé être altérée par des intérêts externes, politiques ou pécuniers ou tout simplement d’egos. Les déclarations flamboyantes de l’un, condescendantes des autres, ont toutes contribué au malaise.

Au fond, la science bénéficiait encore d’une image de neutralité qui lui donnait son autorité. Personne ne lui reproche son incertitude : car son objet consiste justement à dissiper, lentement et à tâtons mais avec méthode, cette incertitude. Mais on reproche à ceux qui s’en prévalent de ne pas toujours respecter cette neutralité qui fonde le bien commun ; de verser dans l’émotion, d’en faire l’objet de parti, donc de partition, donc de division. Ils ont abimé l’autorité, une des dernières qui nous restait. C’est dommage car le mal fait ne pourra être réparé.

Pour conclure

Ce propos n’est-il pas u peu sévère ? la science ne continue-t-elle pas, vaille que vaille, obtenant des résultats sans cesse plus étonnants ? Si, bien sûr, et l’attribution récente du prix Nobel de chimie à une chercheuse française nous le rappelle, elle qui mit au point la technique du CRISPR/Cas9 qui permet de réaliser du génie génétique. Observons que ce travail scientifique se fait dans l’ombre, entre experts qui ne sont pas contestés. Au fond, l’autorité scientifique pâtit d’être propulsée au-devant de la scène publique, que ce soit par le politique, par les médias, par l’émotion. La science poursuit son chemin, elle ne tolère plus en revanche d’être confrontée au débat public qui tourne souvent à la polémique (car voici au fond un des grands défauts de l’époque : celui de ne plus avoir de débat, mais seulement des polémistes qui ne s’écoutent pas réciproquement).

Pour autant, peut-elle s’en abstraire ? Car des débats récents se font jour qui manquent visiblement de culture scientifique : par exemple celui sur l’alternative des énergies renouvelables par rapport à l’énergie nucléaire, ou la curieuse polémique entourant le déploiement de la 5G qui serait anti-écologique et mauvaise pour la santé -on connut un peu la même chose avec les éoliennes ou les compteurs Linky). La science est donc placée au milieu d’une contradiction : celle de ne pouvoir trop interférer dans le débat public mais de ne pas non plus le négliger complètement…

Ansätze der Kleinbauernförderung im Globalen Süden: Kontroversen, Erfahrungen, Synthesen

Es herrscht weitgehend Konsens, dass die Sicherstellung der Welternährung nicht ohne die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern (nachfolgend Produzent*innen) in Afrika, Lateinamerika und Asien möglich sein wird. Dies sind bis zu 570 Millionen Betriebe bzw. 2 Milliarden Menschen. Schon aufgrund der sehr großen Zahl ist auch für die Erreichung weiterer Nachhaltigkeitsziele eine nachhaltige Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft unabdingbar.
Kontrovers diskutiert wird die Frage, wie Kleinbauernhaushalte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen diese Herausforderungen bei wachsender Weltbevölkerung und bei zunehmend knapper Agrarfläche bewältigen sollen. In der Diskussion um zielführende Entwicklungs- und Förderstrategien lassen sich vier wesentliche Kontroversen erkennen: Fokus (ganzheitliche oder spezialisierte Unterstützung), Technologie (Low- oder High-input-Landwirtschaft), institutioneller Rahmen (vornehmlich staatliche oder privatwirtschaftliche Dienstleistungen) und Ausrichtung der Marktorientierung (lokale bzw. regionale oder globale Ausrichtung).
Mittlerweile werden diese vier strategischen Kontroversen kombiniert zu zwei „idealisierten“ agrarpolitischen Grundorientierungen: einer auf ökologischen Prinzipien und lokalem Wissen basierenden, input-extensiven, auf lokale bzw. regionale (Nahrungs-)Bedürfnisse ausgerichteten, öffentlich geförderten bäuerlichen Agrarproduktion und als Gegenmodell die Einbettung in eine globale privatwirtschaftliche Agrarwirtschaft basierend auf input-intensiver Modernisierung.
Diese auf konzeptioneller Ebene geführte Diskussion findet auf lokaler und praktischer Ebene oft eine Auflösung in pragmatischen Kompromissen. Rein marktwirtschaftlich orientierte Förderansätze verkennen den Bedarf an Diversifizierung und auch Subsistenzorientierung, während zu starke Binnenorientierung Spezialisierungs- und Einkommenschancen vergibt. Staatliche Fördersysteme haben oft gravierende Schwächen, aber private Dienstleister*innen sind oft nur selektiv an bestimmten Betrieben und Produkten interessiert. Externe Betriebsmittel mögen effizient sein, aber die Kosten und Risiken sind für Produzent*innen oft nicht tragbar.
Die Analyse der lokalen Bedürfnisse und Möglichkeiten zeigt oft, dass zielgruppen- und standortgerechte Kombinationen von Strategieelementen gefragt sind, die sich am Ziel einer sozial inklusiven und ökologisch nachhaltigen Intensivierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft orientieren. Der dafür nötige Suchprozess sollte durch folgende strategische Grundorientierungen geleitet werden:
• Förderung sollte nicht einseitig von den Erfordernissen der Märkte ausgehen, sondern gleichermaßen kleinbäuerliche Livelihood- und lokale Ökosysteme berücksichtigen.
• Die Suche nach ertragssteigernden, breitenwirksamen und nachhaltigen Innovationen erfordert einen öffentlich finanzierten Prozess lokal angepasster Agrarforschung unter Einbeziehung unterschiedlicher Zielgruppen.
• Die jeweiligen Vorteile von privatwirtschaftlichen und öffentlichen Agrardienstleistungen sollten im Rahmen von Public-private-Partnerships kombiniert und an den Bedürfnissen der Produzent*innen orientiert werden.
• Nicht nur die Produktion von Nahrungsmitteln, sondern auch die breite Verfügbarkeit von Bargeldeinkommen sollte gefördert werden.
• Für die Realisierung solcher Strategien bedarf es einer Verknüpfung des ländlichen Raumes mit der steigenden Nachfrage der Städte durch Infrastruktur und z.T. auch eines partiellen Schutzes vor globaler Konkurrenz unter Berücksichtigung der Interessen armer Konsumenten.

Ansätze der Kleinbauernförderung im Globalen Süden: Kontroversen, Erfahrungen, Synthesen

Es herrscht weitgehend Konsens, dass die Sicherstellung der Welternährung nicht ohne die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern (nachfolgend Produzent*innen) in Afrika, Lateinamerika und Asien möglich sein wird. Dies sind bis zu 570 Millionen Betriebe bzw. 2 Milliarden Menschen. Schon aufgrund der sehr großen Zahl ist auch für die Erreichung weiterer Nachhaltigkeitsziele eine nachhaltige Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft unabdingbar.
Kontrovers diskutiert wird die Frage, wie Kleinbauernhaushalte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen diese Herausforderungen bei wachsender Weltbevölkerung und bei zunehmend knapper Agrarfläche bewältigen sollen. In der Diskussion um zielführende Entwicklungs- und Förderstrategien lassen sich vier wesentliche Kontroversen erkennen: Fokus (ganzheitliche oder spezialisierte Unterstützung), Technologie (Low- oder High-input-Landwirtschaft), institutioneller Rahmen (vornehmlich staatliche oder privatwirtschaftliche Dienstleistungen) und Ausrichtung der Marktorientierung (lokale bzw. regionale oder globale Ausrichtung).
Mittlerweile werden diese vier strategischen Kontroversen kombiniert zu zwei „idealisierten“ agrarpolitischen Grundorientierungen: einer auf ökologischen Prinzipien und lokalem Wissen basierenden, input-extensiven, auf lokale bzw. regionale (Nahrungs-)Bedürfnisse ausgerichteten, öffentlich geförderten bäuerlichen Agrarproduktion und als Gegenmodell die Einbettung in eine globale privatwirtschaftliche Agrarwirtschaft basierend auf input-intensiver Modernisierung.
Diese auf konzeptioneller Ebene geführte Diskussion findet auf lokaler und praktischer Ebene oft eine Auflösung in pragmatischen Kompromissen. Rein marktwirtschaftlich orientierte Förderansätze verkennen den Bedarf an Diversifizierung und auch Subsistenzorientierung, während zu starke Binnenorientierung Spezialisierungs- und Einkommenschancen vergibt. Staatliche Fördersysteme haben oft gravierende Schwächen, aber private Dienstleister*innen sind oft nur selektiv an bestimmten Betrieben und Produkten interessiert. Externe Betriebsmittel mögen effizient sein, aber die Kosten und Risiken sind für Produzent*innen oft nicht tragbar.
Die Analyse der lokalen Bedürfnisse und Möglichkeiten zeigt oft, dass zielgruppen- und standortgerechte Kombinationen von Strategieelementen gefragt sind, die sich am Ziel einer sozial inklusiven und ökologisch nachhaltigen Intensivierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft orientieren. Der dafür nötige Suchprozess sollte durch folgende strategische Grundorientierungen geleitet werden:
• Förderung sollte nicht einseitig von den Erfordernissen der Märkte ausgehen, sondern gleichermaßen kleinbäuerliche Livelihood- und lokale Ökosysteme berücksichtigen.
• Die Suche nach ertragssteigernden, breitenwirksamen und nachhaltigen Innovationen erfordert einen öffentlich finanzierten Prozess lokal angepasster Agrarforschung unter Einbeziehung unterschiedlicher Zielgruppen.
• Die jeweiligen Vorteile von privatwirtschaftlichen und öffentlichen Agrardienstleistungen sollten im Rahmen von Public-private-Partnerships kombiniert und an den Bedürfnissen der Produzent*innen orientiert werden.
• Nicht nur die Produktion von Nahrungsmitteln, sondern auch die breite Verfügbarkeit von Bargeldeinkommen sollte gefördert werden.
• Für die Realisierung solcher Strategien bedarf es einer Verknüpfung des ländlichen Raumes mit der steigenden Nachfrage der Städte durch Infrastruktur und z.T. auch eines partiellen Schutzes vor globaler Konkurrenz unter Berücksichtigung der Interessen armer Konsumenten.

Ansätze der Kleinbauernförderung im Globalen Süden: Kontroversen, Erfahrungen, Synthesen

Es herrscht weitgehend Konsens, dass die Sicherstellung der Welternährung nicht ohne die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern (nachfolgend Produzent*innen) in Afrika, Lateinamerika und Asien möglich sein wird. Dies sind bis zu 570 Millionen Betriebe bzw. 2 Milliarden Menschen. Schon aufgrund der sehr großen Zahl ist auch für die Erreichung weiterer Nachhaltigkeitsziele eine nachhaltige Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft unabdingbar.
Kontrovers diskutiert wird die Frage, wie Kleinbauernhaushalte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen diese Herausforderungen bei wachsender Weltbevölkerung und bei zunehmend knapper Agrarfläche bewältigen sollen. In der Diskussion um zielführende Entwicklungs- und Förderstrategien lassen sich vier wesentliche Kontroversen erkennen: Fokus (ganzheitliche oder spezialisierte Unterstützung), Technologie (Low- oder High-input-Landwirtschaft), institutioneller Rahmen (vornehmlich staatliche oder privatwirtschaftliche Dienstleistungen) und Ausrichtung der Marktorientierung (lokale bzw. regionale oder globale Ausrichtung).
Mittlerweile werden diese vier strategischen Kontroversen kombiniert zu zwei „idealisierten“ agrarpolitischen Grundorientierungen: einer auf ökologischen Prinzipien und lokalem Wissen basierenden, input-extensiven, auf lokale bzw. regionale (Nahrungs-)Bedürfnisse ausgerichteten, öffentlich geförderten bäuerlichen Agrarproduktion und als Gegenmodell die Einbettung in eine globale privatwirtschaftliche Agrarwirtschaft basierend auf input-intensiver Modernisierung.
Diese auf konzeptioneller Ebene geführte Diskussion findet auf lokaler und praktischer Ebene oft eine Auflösung in pragmatischen Kompromissen. Rein marktwirtschaftlich orientierte Förderansätze verkennen den Bedarf an Diversifizierung und auch Subsistenzorientierung, während zu starke Binnenorientierung Spezialisierungs- und Einkommenschancen vergibt. Staatliche Fördersysteme haben oft gravierende Schwächen, aber private Dienstleister*innen sind oft nur selektiv an bestimmten Betrieben und Produkten interessiert. Externe Betriebsmittel mögen effizient sein, aber die Kosten und Risiken sind für Produzent*innen oft nicht tragbar.
Die Analyse der lokalen Bedürfnisse und Möglichkeiten zeigt oft, dass zielgruppen- und standortgerechte Kombinationen von Strategieelementen gefragt sind, die sich am Ziel einer sozial inklusiven und ökologisch nachhaltigen Intensivierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft orientieren. Der dafür nötige Suchprozess sollte durch folgende strategische Grundorientierungen geleitet werden:
• Förderung sollte nicht einseitig von den Erfordernissen der Märkte ausgehen, sondern gleichermaßen kleinbäuerliche Livelihood- und lokale Ökosysteme berücksichtigen.
• Die Suche nach ertragssteigernden, breitenwirksamen und nachhaltigen Innovationen erfordert einen öffentlich finanzierten Prozess lokal angepasster Agrarforschung unter Einbeziehung unterschiedlicher Zielgruppen.
• Die jeweiligen Vorteile von privatwirtschaftlichen und öffentlichen Agrardienstleistungen sollten im Rahmen von Public-private-Partnerships kombiniert und an den Bedürfnissen der Produzent*innen orientiert werden.
• Nicht nur die Produktion von Nahrungsmitteln, sondern auch die breite Verfügbarkeit von Bargeldeinkommen sollte gefördert werden.
• Für die Realisierung solcher Strategien bedarf es einer Verknüpfung des ländlichen Raumes mit der steigenden Nachfrage der Städte durch Infrastruktur und z.T. auch eines partiellen Schutzes vor globaler Konkurrenz unter Berücksichtigung der Interessen armer Konsumenten.

Koordination in der Governance von Flussgebieten in Südspanien stärken: Kooperation, Anreize und Überzeugungsarbeit

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union (EU) ist es einen „guten Zustand“ aller Gewässer bis 2027 zu erreichen. Spanien steht in diesem Zusammenhang vor erheblichen Wasserquantitätsproblemen, weshalb die Einhaltung des ökologischen Mindestwasserbedarfs von Oberflächengewässer sowie die Reduzierung übermäßiger Grundwasserentnahmen eine der größten Herausforderungen ist. Die Behörden müssen daher zwischen konkurrierenden Wassernutzungen, wie Bewässerung, städtische Wasserversorgung, Tourismus oder Umwelt vermitteln. Trotz wiederholter Forderungen von Wissenschaftler*innen und Zusagen politischer Entscheidungsträger*innen, die sektor- und ebenenübergreifende Koordination zur Lösung dieser Zielkonflikte zu verstärken, bestehen weiterhin Koordinationsdefizite. Diese Veröffentlichung untersucht Koordinations- und Implementierungsherausforderungen zwischen dem Wasser- und dem Landwirtschaftssektor in Bezug auf Wasserquantität bei der WWRL-Umsetzung im Guadalquivir in Südspanien. Diese sind (i) ausbleibende Überprüfung der Wasserrechte nach der Einführung der Tröpfchenbewässerung, (ii) Schwächen beim Monitoring der Wassernutzung und bei der Schließung illegaler Brunnen und (iii) begrenzter sektorübergreifender Austausch im Rahmen partizipativer Prozesse.
Diese Herausforderungen sind mit der Schwierigkeit verbunden, unpopuläre Entscheidungen gegen den Willen mächtiger landwirtschaftlicher Akteur*innen durchzusetzen. Um den Herausforderungen zu begegnen, schlagen wir verschiedene Koordinationsinstrumente vor, die auf Anreizen, freiwilliger Zusammenarbeit, Überzeugungsarbeit und Informationsaustausch beruhen. Insbesondere empfehlen wir Folgendes:
• Erhöhung der finanziellen und personellen Ressourcen für die Neuregelung der Wasserrechte, für das Monitoring der Wassernutzung und die Schließung illegaler Brunnen.
• Förderung kooperativer Prozesse, um einen multisektoralen Konsens zu erreichen, wie und wo Wasserrechte eingeschränkt werden sollen.
• Schaffung von Anreizen für Bewässerungsgemeinschaften, um die Selbstkontrolle der Grundwassernutzung unter den Mitgliedern weiter zu stärken.
• Stärkung des sektorübergreifenden Austauschs unter den Stakeholdern durch partizipative Prozesse, insbesondere zwischen Umwelt- und landwirtschaftlichen Interessengruppen, und Verbesserung der Kommunikation mit den Bürger*innen.
• Nutzung integrativerer Möglichkeiten der Informationsvermittlung bei Planungsprozessen.
Da die identifizierten Herausforderungen jedoch systemischer Natur sind und grundlegende Verteilungsfragen berühren, sind den Koordinierungsinstrumenten Grenzen gesetzt. Daher ist auch ein klareres Bekenntnis des politischen Willens erforderlich.

Koordination in der Governance von Flussgebieten in Südspanien stärken: Kooperation, Anreize und Überzeugungsarbeit

Diese Veröffentlichung stellt eine von sechs Analysen sektorenübergreifender Herausforderungen für Wasser-Governance dar, die als Teil des STEER-Forschungsprojekts durchgeführt wurden und deren Resultate in separaten Analysen und Stellungnahmen vorliegen.
Das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union (EU) ist es einen „guten Zustand“ aller Gewässer bis 2027 zu erreichen. Spanien steht in diesem Zusammenhang vor erheblichen Wasserquantitätsproblemen, weshalb die Einhaltung des ökologischen Mindestwasserbedarfs von Oberflächengewässer sowie die Reduzierung übermäßiger Grundwasserentnahmen eine der größten Herausforderungen ist. Die Behörden müssen daher zwischen konkurrierenden Wassernutzungen, wie Bewässerung, städtische Wasserversorgung, Tourismus oder Umwelt vermitteln. Trotz wiederholter Forderungen von Wissenschaftler*innen und Zusagen politischer Entscheidungsträger*innen, die sektor- und ebenenübergreifende Koordination zur Lösung dieser Zielkonflikte zu verstärken, bestehen weiterhin Koordinationsdefizite. Diese Veröffentlichung untersucht Koordinations- und Implementierungsherausforderungen zwischen dem Wasser- und dem Landwirtschaftssektor in Bezug auf Wasserquantität bei der WWRL-Umsetzung im Guadalquivir in Südspanien. Diese sind (i) ausbleibende Überprüfung der Wasserrechte nach der Einführung der Tröpfchenbewässerung, (ii) Schwächen beim Monitoring der Wassernutzung und bei der Schließung illegaler Brunnen und (iii) begrenzter sektorübergreifender Austausch im Rahmen partizipativer Prozesse.
Diese Herausforderungen sind mit der Schwierigkeit verbunden, unpopuläre Entscheidungen gegen den Willen mächtiger landwirtschaftlicher Akteur*innen durchzusetzen. Um den Herausforderungen zu begegnen, schlagen wir verschiedene Koordinationsinstrumente vor, die auf Anreizen, freiwilliger Zusammenarbeit, Überzeugungsarbeit und Informationsaustausch beruhen. Insbesondere empfehlen wir Folgendes:
• Erhöhung der finanziellen und personellen Ressourcen für die Neuregelung der Wasserrechte, für das Monitoring der Wassernutzung und die Schließung illegaler Brunnen.
• Förderung kooperativer Prozesse, um einen multisektoralen Konsens zu erreichen, wie und wo Wasserrechte eingeschränkt werden sollen.
• Schaffung von Anreizen für Bewässerungsgemeinschaften, um die Selbstkontrolle der Grundwassernutzung unter den Mitgliedern weiter zu stärken.
• Stärkung des sektorübergreifenden Austauschs unter den Stakeholdern durch partizipative Prozesse, insbesondere zwischen Umwelt- und landwirtschaftlichen Interessengruppen, und Verbesserung der Kommunikation mit den Bürger*innen.
• Nutzung integrativerer Möglichkeiten der Informationsvermittlung bei Planungsprozessen.
Da die identifizierten Herausforderungen jedoch systemischer Natur sind und grundlegende Verteilungsfragen berühren, sind den Koordinierungsinstrumenten Grenzen gesetzt. Daher ist auch ein klareres Bekenntnis des politischen Willens erforderlich.

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