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Afrique

Pourquoi l'Afrique réclame-t-elle une nouvelle carte du monde?

BBC Afrique - Mon, 04/20/2026 - 17:31
Avec ses 30,37 millions de km2, l'Afrique apparaît sur une carte de Mercator dans les mêmes proportions que le Groenland, qui fait moins de 2.5 millions de km2. Le Togo va désormais demander aux Etats membres de l'ONU d'utiliser une carte représentant la taille réelle du continent africain.
Categories: Afrique, Swiss News

Die USA sagen, Belgien brauche einen hochrangigen Beauftragten für Antisemitismus

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 16:07
Washington möchte, dass jedes Land einen hochrangigen Gesandten oder Botschafter ernennt, dessen Aufgabe es ist, Antisemitismus zu bekämpfen.

Die Ukraine strebt eine vollständig robotergestützte Versorgungs-Logistik an der Front mit 25.000 Bodendrohnen an

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 14:54
Da die hohe Dichte an Drohnen an der ukrainischen Front den Transport dringend benötigter Nachschubgüter zunehmend erschwert drängt die Ukraine darauf, den Einsatz unbemannter Systeme zu verstärken, um Verluste zu reduzieren.

Claudia Kemfert: „Kein Kerosin-Blackout, aber eine gefährliche Stressprobe“

Wegen des Iran-Kriegs wächst die Sorge, dass es zu Engpässen bei der Kerosin-Versorgung kommt. Dazu eine Einschätzung von Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin:

Deutschland steht derzeit nicht vor einem akuten Kerosin-Blackout, aber vor einer ernsthaften Stressprobe. Die Versorgung ist noch stabil, doch anhaltende geopolitische Spannungen treiben Preise und erhöhen den Druck auf die Infrastruktur. Am Ende zahlen vor allem Verbraucher*innen die Rechnung dieser fossilen Krisenabhängigkeit. Das ist der Preis der verschleppten Energiewende.  

Aktuell ist Deutschland noch mit Kerosin versorgt, aber die Lage ist angespannt. Ein Großteil des Kerosins stammt aus heimischen und europäischen Raffinerien, insbesondere aus dem Nordwesteuropa-Raum rund um Rotterdam. Gleichzeitig ist Europa stark importabhängig und globale Lieferketten, etwa über die Straße von Hormus, spielen eine zentrale Rolle. Das macht das System krisenanfällig, auch wenn es aktuell noch stabil wirkt. 

Ein Kerosin-Mangel kann abgewendet werden, wenn schnell gegengesteuert wird. Entscheidend sind zusätzliche Importe, etwa aus den USA, eine höhere Auslastung der Raffinerien sowie der Zugriff auf strategische Reserven. Die Bundesregierung kann hier koordinierend eingreifen, Importwege flexibilisieren und die Verteilung priorisieren. Letztlich ist das aber eine europäische Aufgabe, die enge Abstimmung erfordert.

Reisende müssen sich derzeit eher auf höhere Preise als auf flächendeckende Ausfälle von Flügen einstellen. Airlines könnten bei anhaltender Knappheit einzelne Verbindungen reduzieren, vor allem weniger profitable Strecken. Ein genereller Zusammenbruch des Flugverkehrs ist aber nicht zu erwarten. Die Entwicklung wird sich zunächst über Preise und punktuelle Anpassungen im Flugplan zeigen.  


Frankreich lädt Elon Musk im Rahmen der Ermittlungen zu X vor

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 12:39
Die Behörden haben im Zusammenhang mit einer Untersuchung wegen des Vorwurfs, der Algorithmus von X sei zur Einmischung in die französische Politik genutzt worden, eine Vorladung an Musk erlassen.

AMENDMENTS 1 - 311 - Draft report Recommendation for the Council, for the Commission and for the Vice-President of the Commission / High Representative of the Union for Foreign Affairs and Security Policy on the changing geopolitical situation in East...

AMENDMENTS 1 - 311 - Draft report Recommendation for the Council, for the Commission and for the Vice-President of the Commission / High Representative of the Union for Foreign Affairs and Security Policy on the changing geopolitical situation in East Asia and the need for closer cooperation with like-minded partners in the region
Committee on Foreign Affairs
Adam Bielan

Source : © European Union, 2026 - EP

Anna Bindler: „Kriminalität und Sicherheitswahrnehmung haben relevante ökonomische und gesellschaftliche Folgen“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 vorgestellt. Es folgt eine Einschätzung von Anna Bindler, Leiterin der Abteilung Kriminalität, Arbeit und Ungleichheit im DIW Berlin:

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt insgesamt einen Rückgang in registrierten Straftaten um 5,6 Prozent im Vergleich zu 2024 (ohne ausländerrechtliche Verstöße um 4,4 Prozent), bei Gewaltkriminalität einen Rückgang um 2,3 Prozent. Diese Zahlen reihen sich in längerfristige Entwicklungen ein: Die Kriminalitätsraten sind – bereinigt um ausländerrechtliche Verstöße – seit den 1990er‑Jahren im Trend gesunken.

Effektive Kriminalitätsbekämpfung, insbesondere im Bereich der Prävention, bleibt aber zentral. Denn Kriminalität kostet: Sie belastet den Staat unter anderem durch Polizei- und Justizkosten und verursacht in der Gesellschaft erhebliche (auch finanzielle) Schäden. Neben der erfassten Kriminalität sind Wahrnehmungen von Kriminalität gesellschaftlich und ökonomisch relevant. Unsere Auswertungen der Daten des Sozio‑oekonomischen Panels (SOEP) zeigen zum Beispiel, dass sich in manchen Jahren trotz sinkender Kriminalitätsraten die Sorgen vor Kriminalität erhöht haben. Beides – Kriminalität und das subjektive Sicherheitsgefühl – hat ökonomische Folgen und beeinflusst auch Mobilität und Arbeitsmarktverhalten von Menschen. Das zeigen auch die heute vorgestellten Ergebnisse der Dunkelfeldstudie Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD) für das Jahr 2024.

Internationale Studien schätzen die gesamtwirtschaftlichen Kosten von Kriminalität (materielle Schäden, Folgen für die Opfer, aber auch Vermeidungsverhalten aus Angst) auf bis zu zehn Prozent des Bruttoinlandprodukts. Das unterstreicht die Relevanz einer evidenzbasierten Kriminalitätsprävention und Opferunterstützung. Dazu gehören aus ökonomischer Sicht eine kluge Wirtschafts- und Sozialpolitik, um in der Wissenschaft aufgezeigte sozio-ökonomische Faktoren für Kriminalität präventiv anzugehen, sowie eine sachliche Berichterstattung und verantwortungsvolle politische Rhetorik, um keine unnötigen Ängste auszulösen.

Die Ergebnisse der PKS müssen dabei mit Vorsicht interpretiert werden. Sie erfasst Verdachtsfälle und bildet das Hellfeld ab. Damit haben neben der Kriminalitätsentwicklung selbst auch das Meldeverhalten in der Bevölkerung und die Prioritätensetzung in der polizeilichen Arbeit einen Einfluss auf die Statistik. Insgesamt bietet die PKS damit nur eine Annäherung an die reale Kriminalitätsentwicklung und sollte gemeinsam mit den Ergebnissen der Dunkelfeldstudien (SKiD, LeSuBiA) interpretiert werden.


Pourquoi le blocus naval de l'Iran est une mesure risquée de Trump

BBC Afrique - Mon, 04/20/2026 - 10:29
Les États-Unis ont eu recours à leur puissance militaire pour empêcher l'Iran de contrôler le détroit d'Ormuz, mais ce pays du Moyen-Orient a déjà démontré sa résilience par le passé.
Categories: Afrique, Swiss News

Europas neuer Chef für Betrugsbekämpfung will, dass die EU-Aufsichtsbehörden wie ein Rudel jagen

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 10:23
Der neue Chef von OLAF erklärte gegenüber Euractiv, er sei bereit, den Kreis zu schließen und durchzugreifen. Wenn Kriminelle grenzüberschreitend zusammenarbeiten, müssen die Institutionen, die sie verfolgen, dasselbe tun.

Albanie : un sommet de la diaspora, des discours, des paillettes...et toujours l'exode

Courrier des Balkans / Albanie - Mon, 04/20/2026 - 10:15

Tirana a accueilli mi-avril le IVe Sommet de la diaspora albanaise. Entre grand messe patriotique, exode constant de la population d'Albanie et accueil d'une personnalité controversée comme l'ancien maire de New York Eric Adams, les résultats concrets se font toujours attendre.

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Albanie : un sommet de la diaspora, des discours, des paillettes...et toujours l'exode

Courrier des Balkans - Mon, 04/20/2026 - 10:15

Tirana a accueilli mi-avril le IVe Sommet de la diaspora albanaise. Entre grand messe patriotique, exode constant de la population d'Albanie et accueil d'une personnalité controversée comme l'ancien maire de New York Eric Adams, les résultats concrets se font toujours attendre.

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ÄNDERUNGSANTRÄGE 18 - 90 - Entwurf einer Stellungnahme Änderung des Beschlusses (EU) 2021/1764 über die Assoziierung der überseeischen Länder und Gebiete mit der Europäischen Union einschließlich der Beziehungen zwischen der Europäischen Union...

ÄNDERUNGSANTRÄGE 18 - 90 - Entwurf einer Stellungnahme Änderung des Beschlusses (EU) 2021/1764 über die Assoziierung der überseeischen Länder und Gebiete mit der Europäischen Union einschließlich der Beziehungen zwischen der Europäischen Union einerseits und Grönland und dem Königreich Dänemark andererseits
Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten
Urmas Paet

Quelle : © Europäische Union, 2026 - EP

Building social cohesion through livelihood support in climate-related internal displacement settings: evidence from Zimbabwe and Mozambique

Climate-related extreme weather events are increa-singly displacing communities across Southern Africa, with negative implications for social cohesion, livelihoods, and community resilience. Understanding how displacement erodes social cohesion is important for developing strategies for restoring it. Evidence shows that livelihood support interventions, for example, cash‑based assistance, in-kind transfers (agricultural inputs) up to skills development programmes, are a pathway for mending or strengthening social cohesion in displacement contexts. Yet, in some cases, they can further fragment it. This requires strategies under which such interventions can be deployed to positively shape social cohesion outcomes.
This Policy Brief synthesises insights from qualitative research conducted from 2023 to 2025 with displaced communities and host populations in Zimbabwe (Chimanimani and Tsholotsho districts) and Mozambique (Guara Guara, Grudja and Praia Nova). It examines how livelihood interventions can either rebuild or further fragment social cohesion, identifies critical factors driving cohesion outcomes, and provides evidence-based recommendations for national governments, humanitarian actors, and development co-operation actors working in climate-displacement contexts across Southern Africa.
In Zimbabwe, vertical social cohesion in displacement contexts is eroded by a lack of designated policies on displacement, leading to poor socioeconomic outcomes for displaced individuals; ad hoc recovery and reconstruction efforts that undermine durable solutions and long-term recovery; and a lack of accountability infrastructure that undermines trust in the government. In Mozambique, the slow implementation and unequal distribution of recovery interventions undermine cooperation between communities and the institutions involved in post-disaster recovery efforts. This has led to large-scale returns of people to high-risk areas.
Drawing insights from both case studies, we provide key recommendations and conditions for implementing livelihood support to achieve social cohesion in climate-related displacement contexts.
Key policy messages
• Livelihood interventions can lead to maladaptation if not supported by strong governance mechanisms including policy frameworks and institutional coordination in planning and implementation.
• People-centred, area-based approaches to livelihood programming that account for pre-displacement livelihoods and support post-displacement transitions, while benefiting both displaced populations and host communities, should be adopted. One-size-fits-all interventions risk undermining economic recovery and social cohesion.
• Horizontal and vertical social cohesion indicators should be embedded in livelihood programmes from the outset to assess the social impacts before and after implementation.
• Inclusive, participatory decision-making in the delivery of livelihood support programmes should be mandated to prevent exclusionary practices that erode trust in institutions.

Dr Tomy Ncube is a postdoctoral researcher affiliated with the Centre for International Development Innovation at the Ryan Institute, University of Galway, and the School of Geography, Archaeology and Irish Studies.

Digital labour opportunities and (im)mobility: steps for making digital remote work a global possibility

This policy brief offers advice for making digital remote work a viable solution to fill labour gaps without requiring workers to physically relocate. From a technology standpoint, there is no reason someone who does computer-based work must physically relocate, assuming they have the required job skills and internet connectivity. The increased use of bilateral labour agreements (BLAs) between countries is evidence that there are major skills gaps and global competition for labour. Indeed, a BLA can serve as a “policy sandbox” where governments negotiate the legal and statutory terms of digital remote work. Digital remote work can be an especially useful solution when the country providing labour has a large pool of people who are willing to work and fill labour pool gaps in countries of employment, but for different legal or personal reasons cannot relocate across borders. This latter point is no small thing: there is a significant body of migration research showing that the majority of people are not interested in moving across borders – or in the case of many refugees are unable to do so. The reasons for this are myriad. Digital labour could be a workaround to meet basic labour demand and facilitate economic inclusion. The word “could” is critical because banking, social and health insurance, and taxation, all of which are components of legal employment, remain bordered. This policy brief will focus on a specific case from research on urban refugee livelihoods where the worker was able to work digitally in the U.S. from Malaysia, while being subject to social security, taxation and insurance in the U.S. The idiosyncrasies in this case help point to spaces for reforming social security, tax and insurance rules to reduce their “bordered-ness” and make digital work more systematically viable.
Key policy messages:
• To make digital remote work viable at scale, development cooperation agencies should play a key facilitator role, linking relevant authorities in the tax, social insurance and banking regulation sectors. This is especially important for refugees, who often cannot move and who fall outside the protection of host country labour laws. These reforms could, for example, be built into BLAs.
• Achieving inclusive economic development goals via digital employment would require that remote workers earned competitive salaries. Thus, there would need to be buy-in from the private sector regarding wage competitiveness for workers in different countries, as well as a role for unions and civil society in negotiating digital remote work policy.
• While digital work can enable greater economic and labour participation for workers who cannot relocate for jobs, there are still sectors that require physical presence. Thus, digital remote work is not a replacement for immigration policy that facilitates safe and flexible migration for those people who do have to move.

Bulgariens ehemaliger Präsident Rumen Radev liegt bei der Parlamentswahl an der Spitze

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 09:52
Prognosen von Meinungsforschungsinstituten sehen seine Partei Progressives Bulgarien bei rund 44 %, was ihm eine absolute Mehrheit von mindestens 129 Sitzen im 240 Sitze zählenden Parlament sichern würde.

Warum Städte biobasierte Materialien brauchen

Bonn, 20. April 2026. Der Umbau unserer Städte braucht mehr als CO2-armen Zement. Bio-Materialien können Emissionen senken, Arbeitsplätze und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken – aber werden oft übersehen. 

Vom 20. - 22. April suchen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Industrie auf dem Sustainable Buildings and Construction Summit in Lausanne nach Lösungen zur Dekarbonisierung der bebauten Umwelt. Der Druck ist enorm. Der Gebäudesektor verursacht jährlich mehr als ein Drittel der globalen CO2-Emissionen, während die Urbanisierung in vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen rasant wächst – besonders in Subsahara-Afrika. Entscheidend ist, ob Lösungen schnell verfügbar und realisierbar sind und wirtschaftliche Vorteile bieten. International gilt CO2-armer Beton wie LC3 häufig als schnelle Lösung, weil er kaum Verfahrensanpassungen braucht. Wirtschaftliche Impulse sind jedoch begrenzt – sie könnten wachsen, wenn biobasierte Materialien den Baumix ergänzen.

Viele Länder in Subsahara-Afrika stehen vor drei Herausforderungen. Erstens müssen sie Wohnraum für eine schnell wachsende, oft einkommensschwache Stadtbevölkerung schaffen. Bereits heute fehlen ca. 50 Millionen Wohneinheiten; bis 2030 könnten es 130 Millionen sein. Zweitens steht die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zentrum politischer Agenden. In Kenia etwa drängt jährlich rund eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Drittens geht es darum, die wirtschaftliche Entwicklung auf einen umweltfreundlicheren Pfad zu lenken. Infrastruktur und Gebäude machen diese Weichenstellung besonders folgenreich: CO2-intensives Bauen verschlechtert die Emissionsbilanz, heizt die Städte auf und erschwert die Wiederverwendung von Materialien. Da ein Großteil der Gebäude in Subsahara-Afrika erst noch entstehen wird, besteht die Chance, kostspielige Nachrüstungen zu vermeiden – vorausgesetzt, dies geht mit notwendigen Veränderungen im Bausektor des Globalen Nordens einher.

Die Umstellung auf CO2-armen Beton kann diese Herausforderungen nur teilweise adressieren: die Bereitstellung von Wohnraum und die Dekarbonisierung des Bauwesens. LC3 erfordert nur minimale Anpassungen in Zementfabriken und wird wie herkömmlicher Beton verarbeitet. Modellrechnungen zeigen, dass sich das Material insbesondere für mehrstöckige Gebäude eignet, wo sein CO2-Fußabdruck geringer ist als der einer Kombination aus biobasierten Materialien und gebrannten Tonziegeln. Für diese Gebäudetypen ist LC3 daher sinnvoll. Viele Häuser in Subsahara-Afrika sind jedoch einstöckig, auch in Zukunft. Die Emissionen hängen also in hohem Maße von der Materialzusammensetzung und den Transportwegen ab.

Hier kommen biobasierte Materialien ins Spiel. Bislang werden sie unterschätzt, obwohl sie alle drei Herausforderungen zugleich adressieren können. Verbesserte Lehmziegel, Holz oder Bambus sind kostengünstig und arbeitsintensiver als LC3. Sie schaffen lokale Wertschöpfung, fördern kleine und mittlere Unternehmen und reduzieren Transportkosten, da sie vor Ort produziert werden können. Für den sozialen Wohnungsbau sind sie besonders geeignet: Studien aus Ruanda zeigen, dass die Wandbaukosten um 60 % oder mehr sinken können – durch verbesserte Produktionsstandards auch ohne Einbußen bei Stabilität und Haltbarkeit. Unsere Untersuchungen zeigen zudem, dass biobasierte Materialien in Kigali umweltfreundlichere und bessere Arbeitsplätze schaffen können. Eine flächendeckende Einführung scheitert bislang an Hindernissen auf Angebots- und Nachfrageseite, darunter geringes Bewusstsein sowie die Wahrnehmung mangelnder Qualität, die den Zugang zu Finanzierung erschweren.

Daraus ergibt sich ein klar zu definierender hybrider Ansatz: LC3 für mehrstöckige Gebäude und tragende Konstruktionen sowie biobasierte Materialien für einstöckige Wohnhäuser und nichttragende Innenwände, wo diese oft günstiger und lokal besser geeignet sind. In Ruanda muss die Regierung klare Vorgaben machen, damit Unternehmen auf diese Materialien umstellen. Ähnliche hybride Ansätze sind in ganz Subsahara-Afrika vielversprechend, doch die Anwendung biobasierter Materialien erfordert lokal verankerte Forschung. Geeignete Materialien hängen ab von a) der Art des Bodens und den lokal verfügbaren Materialien, b) der Importabhängigkeit bei Zement, Stahl usw. sowie c) den Transport- und Lebenszykluskosten. Nachhaltiges Holz und Myzel mögen für Europa geeignet sein, Bambus für Asien, während in Subsahara-Afrika stabilisierte Lehmziegel, Erd-Zement-Mischungen und Pflanzen wie Rohrkolben ein großes Potenzial bieten.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sollte die wirtschaftlichen Zusatznutzen und das Entwicklungspotenzial für lokale Unternehmen, die mit biobasierten Materialien arbeiten, international stärker hervorheben. In der eigenen Projektarbeit sollte nachhaltigeres Bauen als Ziel verankert werden, einschließlich der Nutzung biobasierter Materialien zur Schaffung grüner Arbeitsplätze. Die konkreten biobasierten Materialien und die zu unterstützenden Wertschöpfungsketten müssen im Vorfeld für jedes Land sorgfältig analysiert werden, insbesondere hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität von Erde, der Import-Export-Struktur und Zölle für Baumaterialien, der Marktbedingungen sowie Engpässe auf Angebots- und Nachfrageseite. Gleichzeitig erfordert die Anwendung biobasierter Materialien politischen Willen vor Ort, um sich gegen Interessen im Bausektor durchzusetzen, sowie klare staatliche Vorgaben, die Orientierung bieten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für nachhaltige Alternativen schaffen. Dieser Weg mag langsamer erscheinen als andere Lösungen, ist jedoch realisierbar und dürfte den wirtschaftlichen Nutzen für die Partnerländer erhöhen.

Towards an urban political ecology of coastal land reclamation

Coasts, deltas and estuaries have been reshaped for generations by land reclamation projects for the purposes of expanding settlements and agricultural lands as well as protecting coasts. Since the mid-twentieth century, technical progress has allowed for land reclamation to occur at an unprecedented speed and scale. Regardless of the key role that land reclamation has had in the past as well as in more recent coastal urbanisation efforts, the issue has received insufficient attention from human geographers, urban political ecologists and marine social scientists. In this paper, I aim to advance the land reclamation research by suggesting a new conceptual framework that combines concepts and empirical insights from urban political ecology (UPE), anthropology, political geography and political economy. This approach considers the representational, legal and material dimensions of urban coastal mega-projects and helps to identify those who benefit and those who lose due to land reclamation. I conclude that a focus on land reclamation can help to understand that ‘land’ is a fundamental requirement for urbanisation. Land in coastal cities is not ‘out there’; it has to be created. To investigate the making of land requires integrating the often-neglected coastal geomorphologies, marine sites of sediment extraction and understanding how they are discursively shaped and transformed by human interventions on urban coasts into UPE.

Zusammen ist man weniger allein: Mit Team Europe 2.0 die europäische Entwicklungspolitik stärken

Die internationale Ordnung ist in einem tiefgreifenden Wandel, wobei Großmachtrivalitäten eine Neu-ordnung globaler Machtstrukturen vorantreiben. Dies hat auch Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik. In vielen EU-Mitgliedstaaten gehen die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zurück; gleichzeitig richten EU-Länder ihre verbleibenden Mittel stärker an Eigeninteressen aus. Bislang werden diese Reformen weitestgehend bilateral ausdefiniert, wohingegen eine politische Debatte über Rolle, Mehrwert und gemeinsame Ausgestaltung der EU-Entwicklungspolitik weitestgehend fehlt. Doch ohne eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit wird es Europa nicht gelingen, auf die aktuellen weltpolitischen Umbrüche eine adäquate Antwort zu geben.
In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Reformbestrebungen in der europäischen Entwick-lungspolitik die Zusammenarbeit und Komplementarität stärken müssen, um wirksam auf die veränderte geopolitische Lage reagieren zu können. Unsere Analyse zeigt vier inhaltliche Handlungsfelder, auf die sich laufende Reformprozesse europäischer Akteure konzentrieren und auf denen Entwicklungspolitik wichtige Beiträge leisten soll:
1. Wirtschaftsförderung und Einbindung des Privatsektors; 2. Sicherheitspolitik; 3. Steuerung und Gestaltung von Migration; 4. Menschliche Entwicklung und Armutsreduktion, insbesondere in LDCs (Least Developed Countries).
Eine gemeinsame strategische Ausrichtung Europas auf diesen Handlungsfeldern fehlt jedoch bisher. Diese gemeinsamen strategischen Prioritäten auszuhandeln erfordert eine Neubelebung des politischen Dialogs zwischen EU-Institutionen und Mit-gliedstaaten sowie eine Weiterentwicklung des „Team Europe“-Ansatzes. „Team Europe 2.0“ hätte dann zwei Funktionen: die inhaltliche Komplementarität „nach innen“ zu stärken durch eine Verständigung darauf, wie die unterschiedlichen Akteure jeweils zu gemeinsam festgelegten Zielsetzungen beitragen; und „nach außen“, um sichtbar zu machen, wofür Europa strategisch steht.
Kernelement von Team Europe 2.0 sollte ein verbesserter inhaltlicher Austausch in themenspezifi-schen, informellen Gruppen unter Führung einzelner Mitgliedstaaten und der Kommission sein. Solche „thematischen Champions“ könnten die Entwicklung gemeinsamer Strategien für größere, transformative Initiativen erleichtern. Ein verbesserter politischer Dialog und inhaltliche Abstimmung in Schlüsselbe-reichen der europäischen Entwicklungspolitik sind Voraussetzungen für ein geeintes und strategischeres Auftreten von „Team Europe“ nach außen, auch in multilateralen Kontexten.

Letzte FCAS-Vermittlungsversuche zwischen Deutschland und Frankreich scheitern

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 09:25
Die Tatsache, dass zwei widersprüchliche Berichte vorliegen, macht deutlich, wie weit die Standpunkte der beiden Seiten auseinanderliegen. Bundeskanzler Merz soll angeblich bis Dienstag entscheiden, ob das Programm fortgesetzt wird.

Rapporteur | 20. April

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 09:24
Wahlen in Bulgarien: Die Bulgaren strömten in Scharen zu den Urnen, um die Mitte-Rechts-Partei GERB abzuwählen. Hochrechnungen zufolge liegt die neue Partei Progressives Bulgarien des pro-russischen ehemaligen Präsidenten Rumen Radev mit rund 44 % an der Spitze, nachdem sie im Wahlkampf mit Versprechen zur Korruptionsbekämpfung geworben hatte. Das Ergebnis deutet auf ein zersplittertes Parlament hin, aber auch auf […]

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