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Nachrichten und Pressemitteilungen
Updated: 10 hours 32 min ago

Berliner Parteien werden progressiver, aber die AfD radikalisiert sich

Mon, 09/14/2026 - 10:02
Zusammenfassung:

14. September 2026 – Die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 könnte die politische Landschaft Berlins stark verändern. In den jüngsten Umfragen haben vor allem die Linke und die AfD im Vergleich zu 2023 deutlich zugelegt, während CDU und SPD klar verloren haben. Für welche Positionen stehen die politischen Parteien in Berlin? Und wie haben sich ihre Positionen in den letzten 20 Jahren verändert? Eine Auswertung des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Die etablierten Parteien sind in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich progressiver geworden. Besonders stark gilt dies für die SPD – im Gegensatz vor allem zur FDP, die nun deutlich konservativere Positionen vertritt. Der große Gegenpol ist die AfD. Sie vertritt in fast allen Themenbereichen, vor allem in der Gesellschafts- und Sozialpolitik, extremere Positionen. Zudem zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Positionierungen der Parteien in Berlin und auf Bundesebene, vor allem bei der CDU.


Die allerletzte Chance der Regierung

Mon, 09/14/2026 - 09:55
Der AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt könnte zur Katastrophe führen. Oder zu einem Wandel zum Besseren. Doch dafür müssten Kanzler Merz und seine Koalition radikal umsteuern., Der 6. September 2026 könnte für unsere Gesellschaft und Demokratie zu einem ähnlichen Wendepunkte werden wie der 9. November 1989. Der historische Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt könnte einen politischen und gesellschaftlichen Schock auslösen. Und dieser könnte die etablierten Parteien zu einem ...

Best Poster Award für Lukas Barner bei IAEE Konferenz

Fri, 09/11/2026 - 16:00
Ein Team der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt hat bei der europäischen Jahrestagung der International Association for Energy Economics (IAEE) zwischen dem 6. und 9. September 2026 in München aktuelle Forschung vorgestellt. Dabei hat Lukas Barner, Doktorand im DIW Graduate Center seit 2024, den ...

Marcel Fratzscher: „EZB sendet klares Signal, dass sie Preisstabilität ernst nimmt“

Thu, 09/10/2026 - 15:36

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, den Leitzins auf nun 2,5 Prozent zu erhöhen. Dazu eine Einschätzung von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

Die EZB hat mit der Zinserhöhung einen notwendigen Schritt getan, um die Inflationserwartungen zu stabilisieren und ihre Glaubwürdigkeit zu schützen. Allerdings dürfte die Zinserhöhung nichts Substanzielles an der derzeit hohen Inflation ändern – auch nicht über das kommende Jahr. Denn die Inflation ist fast ausschließlich durch den Energiepreisschock infolge des Krieges im Nahen Osten verursacht worden. Gegen solch einen externen Schock hat die EZB nicht wirklich etwas in der Hand.

Die Inflationserwartungen im Euroraum sind zwar noch gut verankert, aber die EZB verschafft sich mit dem heutigen Schritt eine bessere Absicherung gegen mögliche Zweitrundeneffekte durch Unternehmen und Gewerkschaften. Sie sendet ein Signal an alle wirtschaftlichen Akteure, dass sie ihr Ziel der Preisstabilität ernst nimmt und dafür auch gewillt ist, die Wirtschaft im Euroraum zu bremsen.

Die EZB hält sich völlig zu Recht alle Optionen für die Zukunft offen, denn die Unsicherheit ist enorm hoch. Eine erneute Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte die Energiepreise und damit die Inflation noch deutlich weiter erhöhen.

Allerdings ist Vorsicht geboten, den Bogen nicht zu überspannen. Denn die langfristigen Zinsen sind vor allem wegen der Zweifel von Wirtschaft und Märkten an der Handlungsfähigkeit der Politik – nicht nur, aber vor allem in den USA – deutlich gestiegen. Das reduziert den Druck auf die EZB, die Zinsen noch deutlich weiter zu erhöhen.


Förderung regionaler Innovationsnetzwerke stärkt vor allem kleine und mittlere Unternehmen

Wed, 09/09/2026 - 09:17
DIW-Studie beleuchtet Effekte von Clusterförderung in Deutschland – Besonders kleine und mittlere Unternehmen werden unterstützt, betriebliche Kapazitäten und Innovationsaktivitäten auszuweiten – Forschende empfehlen stärkeren Fokus auf diese Unternehmen bei künftigen Clusterprogrammen Kleine und ...

Der verlorene Mann

Tue, 09/08/2026 - 11:30
Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt unterstützen die AfD vor allem viele Männer. Marcel Fratzscher meint, man muss verstehen, warum viele junge Männer die AfD wählen. Erst dann kann man sie zurückgewinnen., Die Sorge über den Rechtsruck unter jungen Männern ist berechtigt: Bei vergangenen Wahlen haben viele von ihnen die AfD gewählt, während junge Frauen deutlich häufiger progressive oder liberale Parteien unterstützen. Viele erklären das mit toxischer Männlichkeit, Anti­feminismus und mangelnder ...

Die Politik der AfD schadet ihren Wählern

Mon, 09/07/2026 - 09:49
Die AfD beißt sich in das eigene Parteiprogramm: Sie verspricht etwas, das sie nie wird einhalten können. Ihre Politik würde Probleme sogar verschärfen., Bei den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt droht ein politischer Einschnitt. Die AfD könnte erstmals eine Regierung bilden und den Ministerpräsidenten stellen. Für welche politischen Positionen steht die AfD in Sachsen-Anhalt? Mit welchen Parteien hat sie Überschneidungen? Und wo ...

Gastaufenthalt von Thomas Meissner am SOEP im Juni und Juli 2026

Wed, 09/02/2026 - 17:31
Dr. Thomas Meissner, Associate Professor am Department of Microeconomics and Public Economics der School of Business and Economics der Maastricht University, war vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 als Visiting Researcher am SOEP im DIW Berlin zu Gast. Während seines Aufenthalts nahm der ...

Das AfD-Paradox in Sachsen-Anhalt: Populäre soziale Versprechen, aber keine Basis für Sozialstaat

Wed, 09/02/2026 - 15:09
Zusammenfassung:

2. September 2026 – Nach den Landtagswahlen am 6. September könnte Sachsen-Anhalt dramatische politische Veränderungen erfahren: Die AfD könnte zum ersten Mal Regierungsverantwortung übernehmen und den Ministerpräsidenten stellen. Für welche politischen Positionen steht die AfD in Sachsen-Anhalt? Wie fällt ein Vergleich zu den demokratischen Parteien aus, wo gibt es Überschneidungen? Und wie extrem ist die AfD in ihren Positionen, wo bestehen Widersprüche? Eine Auswertung des Wahl-O-Mats der Bundeszentrale für politische Bildung sowie ein Vergleich mit den Landtagswahlen 2016 und 2021 und der Bundestagswahl 2025 zeigen ein grundlegend verändertes Parteiensystem. Trotz wachsender Unterschiede in den Positionen der Parteien verliert die AfD vermehrt ihre inhaltliche Alleinstellung. Gerade in der Sozialpolitik zeigt sich in Sachsen-Anhalt das AfD-Paradox: Menschen und Wirtschaft sind auf eine gute öffentliche Daseinsvorsorge, Fachkräfte, kommunale Infrastruktur, Bildung, bezahlbares Wohnen und eine verlässliche Gesundheitsversorgung angewiesen. Die AfD unterstützt zwar einzelne populäre Maßnahmen wie kostenfreie Schüler-Mobilität, geringere Kita-Kosten oder öffentliche Krankenhäuser. Aber sie lehnt zentrale Voraussetzungen einer zukunftsfähigen sozialen Infrastruktur ab, etwa die Anwerbung ausländischer Fachkräfte, Projekte gegen Rechtsextremismus, Demokratiebildung, Klimaneutralität, Vermögensteuer und teils Instrumente des sozialen Wohnungsbaus oder der Ausbildungsfinanzierung.


Exportüberraschung hebt Wachstumsaussichten – Erholung der deutschen Wirtschaft bleibt aber fragil

Wed, 09/02/2026 - 10:00
DIW Berlin setzt Konjunkturprognose nach oben – Deutsche Wirtschaft entwickelt sich besser als im Sommer erwartet, vor allem dank zuletzt starker Exporte – Voraussichtlich mehr als ein Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr – Hohe Gaspreise, Niedrigwasser und strukturelle Schwächen bremsen im ...

SOEP (DIW Berlin) und Universität Potsdam: Ausschreibung der W3-Professur für Angewandte Sozialforschung und Surveymethodologie

Mon, 08/31/2026 - 17:24
Wir freuen uns mitzuteilen, dass seit heute die Ausschreibung der W3-Professur für Angewandte Sozialforschung und Surveymethodologie online ist. Die Professur ist mit der Leitung des Bereichs Surveymethodik und -management am Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für ...

Cannabis? Längst nicht unser größtes Drogenproblem

Mon, 08/31/2026 - 09:54
Seit der Teillegalisierung diskutieren wir über Cannabis. Doch dessen Konsum ist gar nicht gestiegen. Ein Blick ins Abwasser zeigt: Die wahren Drogenprobleme sind andere., Die Teillegalisierung von Cannabis vor zwei Jahren hat die Gesellschaft gespalten. Innenminister Alexander Dobrindt etwa spricht von einem richtigen »Scheißgesetz«, auch andere sparen nicht an harscher Kritik. Dabei deutet eine ausgewogene, wenn auch bislang vorläufige Betrachtung der Zahlen darauf ...

DIW-Konjunkturbarometer August: Deutsche Wirtschaft fasst langsam Fuß, Umfeld bleibt aber schwierig

Thu, 08/27/2026 - 10:25
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) setzt sein Auf und Ab fort. Nach dem deutlichen Rückgang im Juli steigt es im August um gut fünf auf nun 96,4 Punkte und kommt damit der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen ...

Mütter haben in der Pandemie wegen Schulschließungen weniger gearbeitet, Väter mehr

Wed, 08/26/2026 - 09:11
Studie untersucht Folgen von Schulschließungen auf Arbeitsangebot berufstätiger Eltern – Vor allem Mütter von Grundschulkindern schränkten ihre Beschäftigung ein, Väter weiteten sie aus – Betreuungskluft zwischen Müttern und Vätern mit mehr Flexibilität und besserer Kinderbetreuung verringern Die ...

AKU-1-26-e

Wed, 08/26/2026 - 00:00

Claudia Kemfert: „Eine Grundgesetzänderung für Klimaanpassung ist überfällig“

Tue, 08/25/2026 - 12:39

Die SPD fordert, Klimaanpassung und Hitzeschutz im Grundgesetz zu verankern. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ordnet den Vorstoß folgendermaßen ein:

Die Grundgesetzänderung für Klimaanpassung ist überfällig. Klimaanpassung ist keine freiwillige Schönwetteraufgabe, sondern elementare Daseinsvorsorge. Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Hochwasser verursachen schon heute enorme gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden, und die Kommunen stehen dabei an vorderster Front. 

Deshalb brauchen wir endlich eine verlässliche gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern. Einzelne Förderprogramme und kurzfristige Hitzeschutzpakete reichen nicht. Klimaanpassung braucht Planungssicherheit: für mehr Stadtgrün und Verschattung, Entsiegelung, Wassermanagement, Hochwasserschutz und klimaresiliente Infrastruktur.

Wer heute bei der Vorsorge spart, zahlt morgen ein Vielfaches für die Schäden. Und klar ist auch: Anpassung ersetzt keinen Klimaschutz. Je stärker die Erderwärmung voranschreitet, desto schwieriger und teurer wird jede Anpassung. Wir brauchen deshalb beides: konsequenten Klimaschutz und eine dauerhaft finanzierte Klimaanpassung.


Warum eine stärkere Besteuerung hoher Vermögen überfällig ist

Mon, 08/24/2026 - 11:51
Leistung muss sich lohnen: Superreiche müssen mehr Steuern zahlen. Und das hat nichts mit einer Neiddebatte zu tun, sondern mit ökonomischer Vernunft und Gerechtigkeit., Die Ungleichheit der Vermögen steigt weltweit. Und zwar nicht nur zwischen Privatpersonen, sondern auch zwischen Privatpersonen und dem Staat. Immer mehr Staaten machen immer mehr Schulden. Das liegt nicht nur an ineffizienten Staatshaushalten, sondern weil in vielen Ländern die Steuereinnahmen ...

SOEPcampus@DIW Berlin: Präsenzworkshop am 6. + 7. Oktober 2026

Fri, 08/21/2026 - 10:38
Am 6. und 7. Oktober 2026 organisieren wir einen zweitägigen Präsenzworkshop zur Arbeit mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Neben Vorträgen zu Aufbau, Datenstruktur, Ziehungsdesign und Gewichtungsstrategie bieten hands-on Sessions eine praxisorientierte Annäherung ...

Sabine Zinn in Monitoring-Panel zum NAP Kinderchancen berufen

Thu, 08/20/2026 - 16:25
Prof. Dr. Sabine Zinn, Direktorin des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin, wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Impulsgeberin und Mitglied in das Monitoring-Panel des Nationalen Aktionsplans (NAP) Kinderchancen berufen. Der Aktionsplan setzt ...

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