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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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Nachrichten und Pressemitteilungen
Updated: 22 hours 6 min ago

Warum Deutschland zurückfällt

Tue, 07/28/2026 - 14:36
Die deutsche Industrie verliert an Boden – viele Ursachen sind hausgemacht. Wie kann die stille Auszehrung gestoppt werden? Fünf Vorschläge., Dieser Gastbeitrag von Alexander Schiersch und Alexander S. Kritikos ist am 27. Juli 2026 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen., Deutschlands forschungsintensive Industrien bilden seit Jahrzehnten das Fundament der deutschen Wirtschaft. Doch ob Automobilindustrie, Maschinenbau, Chemie- oder Elektronikindustrie, es knirscht seit einiger Zeit. Das zentrale Problem ist eine politisch hausgemachte und inzwischen strukturell ...

Sachsen-Anhalt würde sich mit der AfD selbst am meisten schaden

Mon, 07/27/2026 - 13:46
Eine AfD-Politik träfe die Regionen am härtesten, in denen die Partei besonders stark ist. Eine Studie zeigt, dass Sachsen-Anhalt etliche Jobs verlieren könnte., Im September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die AfD hat gute Chancen, stärkste Kraft zu werden – womöglich könnte sie sogar eine absolute Mehrheit erreichen. Die Debatte dreht sich dabei fast immer um die Gründe für ihren Erfolg: wirtschaftliche Sorgen, Migration oder das Gefühl, ...

Marten Ritterrath hat erfolgreich seine Dissertation verteidig

Mon, 07/27/2026 - 10:28
Marten Ritterrath, Assoziierter Doktorand in der Abteilung Kriminalität, Arbeit und Ungleichheit, hat am 20. Juli 2026 seine Dissertation an der Universität zu Köln erfolgreich verteidigt. Die Dissertation mit dem Titel "How Personal Experiences and Social Concerns Shape Green Innovation and Climate ...

Sachsen-Anhalt zeigt das AfD-Paradox: Strukturschwache AfD-Hochburgen würden unter ihrer Politik am stärksten leiden

Fri, 07/24/2026 - 10:05
Zusammenfassung:

24. Juli 2026 – Im September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die AfD hat gute Chancen, stärkste Kraft zu werden. Doch was würden weniger Europa, weniger Zuwanderung und geringere öffentliche Investitionen für die Menschen bedeuten? Diese Kurzstudie belegt ein AfD-Paradox: Regionen, die überproportional stark für die AfD stimmen, leiden deutlich stärker unter einer AfD-Politik als andere. Obwohl vieles an der Unzufriedenheit der Menschen in starken AfD-Regionen verständlich ist, würden sie sich mit der Wahl der AfD selbst am meisten schaden. Das gilt nirgendwo mehr als in Sachsen-Anhalt. Durch die von der AfD geforderte Politik – den Austritt aus Euro und EU, Abschottung und einen Stopp der Zuwanderung sowie massive staatliche Kürzungen – würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1.600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren; zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Einkommensverluste durch eine AfD-Politik könnten in Sachsen-Anhalt bis zu doppelt so hoch ausfallen wie im Bundesdurchschnitt. Die Gefahr einer Abwärtsspirale ist groß. Unzufriedenheit treibt die Unterstützung für die AfD, was wiederum die Lebenssituation weiter verschlechtert. Eine hoffnungsvolle Perspektive: Gelingt es, neue Zukunftschancen zu schaffen, kann aus der Abwärts- eine Aufwärtsspirale werden. Denn diese Kurzstudie zeigt auch, dass AfD-Wähler*innen, gerade im Osten, auf Veränderungen reagieren. Die deutsche Geschichte belegt es: Die 1990er und 2000er Jahre waren gerade in den ostdeutschen Ländern Jahrzehnte der Stärkung der Demokratie, des wachsenden Wohlstands und sozialer Teilhabe.


Podcast 'fossilfrei' Folge 45: Dunkelflaute: Wie viel Speicher braucht die Energiewende?

Thu, 07/23/2026 - 15:37
In dieser Folge geht es weiter mit dem Reizthema Dunkelflauten, über das wir einmal mehr unaufgeregt sprechen wollen. Zu Gast ist ein weiteres Mal Martin Kittel. In der letzten Folge haben wir mit ihm schon ausführlich darüber gesprochen, was Dunkelflauten eigentlich sind und wie man sie misst – wir ...

Solarenergie droht ihren Vorsprung zu verlieren – Elektrifizierung bleibt zentrale Baustelle

Wed, 07/22/2026 - 09:36
DIW Energiewende-Monitor: Photovoltaik fällt hinter steigende Ausbauvorgaben zurück – Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge gewinnen Marktanteile, kommen aber zu langsam voran – Strompreise zeigen wachsenden Flexibilitätsbedarf – Großbatterien wachsen Die Energiewende in Deutschland kommt weiter voran, ...

Die KI wird nicht von allein gut

Mon, 07/20/2026 - 10:52
Noch nie gab es eine Technologie, die so schnell gesellschaftliche Machtverhältnisse verändern kann wie KI. Jetzt ist der Moment, um sie demokratisch zu gestalten. , Künstliche Intelligenz ist die größte Chance unserer Zeit – und zugleich eine der größten Bedrohungen. Öffentliche Debatten darüber sind jedoch häufig unausgewogen und zwingen uns, zwischen diesen beiden Perspektiven zu wählen. Dabei kann KI zu einem besseren, gesünderen und erfüllteren Leben ...

Claudia Kemfert: „Kostenlose Zertifikate dürfen keine Dauersubvention für fossile Produktion werden“

Fri, 07/17/2026 - 12:10

Die EU-Kommission will den Europäischen Emissionshandel (ETS) reformieren und geht damit auf die Industrie zu, die sich über die hohen Kosten und Wettbewerbsnachteile beschwert hat. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), warnt vor den Folgen:

Die EU-Kommission droht, das wichtigste Klimaschutzinstrument Europas ausgerechnet in dem Moment zu schwächen, in dem verlässliche Investitionssignale besonders wichtig wären. Die Industrie braucht Unterstützung bei der Transformation, aber keinen Aufschub. Kostenlose Zertifikate im Europäischen Emissionshandel können allenfalls eine befristete Brücke sein. Sie müssen strikt an konkrete, überprüfbare Investitionen in klimaneutrale Produktion in Europa gebunden werden. Wer nicht investiert, darf nicht entlastet werden. Andernfalls werden fossile Geschäftsmodelle verlängert und diejenigen Unternehmen bestraft, die frühzeitig in klimafreundliche Technologien investiert haben. Kostenlose Zertifikate dürfen keine Dauersubvention für fossile Produktion werden.

Europas Industrie wird nicht dadurch wettbewerbsfähig, dass sie länger fossil produziert. Sie wird wettbewerbsfähig durch günstigen erneuerbaren Strom, leistungsfähige Netze, Speicher, Elektrifizierung, grünen Wasserstoff, Klimaschutzverträge und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Auch internationale Gutschriften sind kritisch zu bewerten. Klimaschutz im Ausland kann sinnvoll sein, darf aber nicht zur Ausweichroute werden, um notwendige Investitionen in Europa zu vermeiden. Wer den Emissionshandel verwässert, senkt die Kosten der Transformation nicht, sondern verschiebt sie in die Zukunft. Später werden sie höher ausfallen: wirtschaftlich, klimapolitisch und gesellschaftlich.

Die richtige Antwort auf internationalen Wettbewerbsdruck lautet deshalb nicht weniger Klimaschutz, sondern bessere Industriepolitik. Entlastung ja, aber nur gegen nachweisbare Transformation. Unterstützung ja, aber kein Freifahrtschein für längere fossile Produktion.


Historischer Wandel von Kontrollüberzeugungen

Wed, 07/15/2026 - 15:52
Eine aktuelle SOEP-Studie mit mehr als 42.000 Befragten von einem Forschungsteam um Theresa M. Entringer zeigt, dass jüngere Geburtskohorten in Deutschland stärker davon überzeugt sind, ihr Leben beeinflussen zu können, und dieses Gefühl auch bis ins höhere Alter bewahren. Unterschiede zwischen den ...

COVID-19 beeinflusst Risikopräferenzen kaum

Wed, 07/15/2026 - 14:52
Eine neue Analyse von Daniel Graeber, Ulrich Schmidt, Carsten Schröder und Johannes Seebauer auf Basis von SOEP-Daten und unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede bei Infektionsraten zeigt: Trotz steigender finanzieller Sorgen und Ängste bleiben individuelle Risikopräferenzen weitgehend stabil ...

Staatskonsum stabilisiert die Wirtschaft kurzfristig, Steuersenkungen wirken stärker, aber verzögert

Wed, 07/15/2026 - 10:09
Finanzpolitischer Kurswechsel umfasst neben Sondervermögen und gelockerter Schuldenbremse auch steuerliche Entlastungen – Wirkung der Instrumente ist entscheidend, sie sollten gezielt kombiniert werden – Ein zusätzlicher Euro Staatskonsum erhöht das BIP kurzfristig um rund einen Euro – Eine ...

Workshop Call: Firms, Workers, and Households in Times of Crisis and Digital Transformation

Tue, 07/14/2026 - 18:02
Als Teil des SOEP-LEE2-Projekts veranstaltet AKempor (Arbeitskreis Empirische Personal- und Organisationsforschung) am 26. und 27. November einen Workshop im DIW Berlin, der Forschungsarbeiten zu den Themen Resilienz, Krisenreaktionen, digitaler Wandel und Cybersicherheit verbinden soll. Der Fokus ...

Workshop Call: Firms, Workers, and Households in Times of Crisis and Digital Transformation

Tue, 07/14/2026 - 18:02
Als Teil des SOEP-LEE2-Projekts veranstaltet AKempor (Arbeitskreis Empirische Personal- und Organisationsforschung) am 26. und 27. November einen Workshop im DIW Berlin, der Forschungsarbeiten zu den Themen Resilienz, Krisenreaktionen, digitaler Wandel und Cybersicherheit verbinden soll. Der Fokus ...

Share Your Ideas: SOEP Feature Requests – neues Angebot im Forum4Mica

Tue, 07/14/2026 - 17:20
Das Forum4Mica ist eine Plattform, bei der Datennutzende Fragen zu Daten und Generierung stellen können und zeitnah Antworten der entsprechenden Expert*innen erhalten. Haben Sie Ideen, wie das SOEP noch besser werden kann? Ab sofort steht Ihnen das Forum4MICA auch für Feedback, Anregungen oder ...

Share Your Ideas: SOEP Feature Requests – neues Angebot im Forum4Mica

Tue, 07/14/2026 - 17:20
Das Forum4Mica ist eine Plattform, bei der Datennutzende Fragen zu Daten und Generierung stellen können und zeitnah Antworten der entsprechenden Expert*innen erhalten. Haben Sie Ideen, wie das SOEP noch besser werden kann? Ab sofort steht Ihnen das Forum4MICA auch für Feedback, Anregungen oder ...

Variable „Einwanderungsgeschichte“ (mighist) verfügbar

Tue, 07/14/2026 - 16:43
Ab sofort können Datennutzende die Variable mighist („Einwanderungsgeschichte“) sowie die Infovariable mighist_info für SOEP-Core v41 per E-Mail an soepmail@diw.de bestellen. In SOEP-Core v42 werden beide Variablen regulär enthalten sein. Mit mighist übernimmt das SOEP das Konzept der ...

Variable mighist „Einwanderungsgeschichte“ verfügbar

Tue, 07/14/2026 - 16:32

Datennutzende können ab sofort die Variable mighist „Einwanderungsgeschichte“ und die dazugehörige Infovariable mighist_info basierend auf den Daten der Version 41 (v41) bestellen. Bitte senden Sie eine E-Mail an soepmail@diw.de.

Für die kommende Version 42 (v42) wird sie regulär in der Datenweitergabe enthalten sein und muss nicht separat bestellt werden.  

Mit der Variable mighist passt sich das SOEP an das Konzept des Mikrozensus an und vereinfacht die internationale Vergleichbarkeit der verwendeten Definition: „So müssen entweder die Person selbst oder beide Elternteile seit 1950 auf das heutige Gebiet Deutschlands zuge­zogen sein, damit sie als Einge­wanderte beziehungs­weise als in Deutschland geborene Nach­kommen von Einge­wanderten gelten“ (Statistisches Bundesamt (Destatis), Einwanderungsgeschichte, 2026).  


16. Internationale SOEP-Nutzendenkonferenz in Berlin

Tue, 07/14/2026 - 11:57
Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) begrüßte am 8. und 9. Juli 2026 rund 90 Forschende aus dem In- und Ausland zu seiner Nutzendenkonferenz in Berlin. Alle zwei Jahre treffen sich Nutzer*innen der SOEP-Daten aus verschiedenen Fachrichtungen unter anderem der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, um ...

Wer bezahlt die Reformen – und wer profitiert von ihnen?

Mon, 07/13/2026 - 10:12
Die Reformen der Bundesregierung zementieren den Status quo und schwächen das Vertrauen in die Demokratie. Denn sie behandeln verletzliche Gruppen als Sündenböcke., Das jüngst vorgestellte Reformpaket der Bundesregierung enthält manche richtige Elemente. Der Gesamteindruck ist aber schief: Denn die Reformen machen im Großen und Ganzen verletzliche Gruppen zu den Sündenböcken.  Die große Schwäche dieser Reformen liegt darin, dass sie den Status quo weitgehend ...

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