How do local elections affect societal peace after civil war? Existing research focuses on national elections or secession risks. This article examines municipal elections in post-war Mozambique and their impact on social cohesion (positive horizontal and vertical societal relations). Based on 33 semi-structured interviews conducted in Maputo and Nampula in 2019, the analysis finds limited but positive effects, mainly through improved state-society relations, more inclusive representation, and a greater sense of belonging. However, these gains are constrained by an autocratic context and centralised party structures. Against theoretical expectations, local elections neither enhanced inter-party cooperation nor intensified social divisions.
How do local elections affect societal peace after civil war? Existing research focuses on national elections or secession risks. This article examines municipal elections in post-war Mozambique and their impact on social cohesion (positive horizontal and vertical societal relations). Based on 33 semi-structured interviews conducted in Maputo and Nampula in 2019, the analysis finds limited but positive effects, mainly through improved state-society relations, more inclusive representation, and a greater sense of belonging. However, these gains are constrained by an autocratic context and centralised party structures. Against theoretical expectations, local elections neither enhanced inter-party cooperation nor intensified social divisions.
21. September 2026 – Die Bundesregierung will die hohen Kraftstoffpreise mit einem Tankrabatt und einem Preisdeckel abfedern. Der Tankrabatt kostet Bund und Länder rund 2,5 Milliarden Euro. Eine Auswertung der 1,6 Milliarden teuren Maßnahme vom Frühsommer zeigt, dass davon ein dreistelliger Millionenbetrag nicht bei den Verbraucher*innen ankam, sondern bei den Mineralölunternehmen blieb. Am stärksten profitiert zudem, wer am meisten verbraucht. Ein Preisdeckel belastet den Staatshaushalt zwar nicht, wird in der Praxis aber oft zum Zielpreis, an dem sich auch die günstigen Tankstellen nach oben orientieren. Und er bedeutet erheblichen bürokratischen Aufwand: Er muss laufend festgelegt, angepasst und kontrolliert werden. Wenn man entlasten will, wären direkte Zahlungen an einkommensschwache Haushalte und kleine Betriebe zielführender als Eingriffe in den Preis. Der Auszahlungsweg dafür steht seit Ende 2024 bereit und wurde bislang nicht genutzt.
Bonn, 21. September 2026. Indiens Entscheidung aus dem Jahr 2025, den Indus-Wasservertrag auszusetzen, beeinträchtigt Pakistans Wassersicherheit und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan und könnte zudem zur Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Im April 2025 setzte Indien den Indus-Wasservertrag (Indus Waters Treaty, IWT) nach einem tödlichen militanten Anschlag in Pahalgam im indisch verwalteten Kaschmir „außer Kraft“. Am 31. August 2026 entschied der Ständige Schiedshof in Den Haag einstimmig, dass Indiens Aussetzung oder Kündigung gemäß dem Vertrag und dem Völkerrecht unzulässig sei. Indien wies das Urteil jedoch umgehend zurück, bestritt die Zuständigkeit des Gerichts für seine hoheitlichen Entscheidungen und erklärte, dass es die Außerkraftsetzung des IWT aufrechterhalten werde. Dies könnte nicht nur schwerwiegende Folgen für die Wassersicherheit Pakistans und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan haben, sondern auch zu einer umfassenderen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Der Indus-WasservertragDas Indus-Flussgebiet versorgt über 200 Millionen Menschen in Pakistan (über 80 Prozent der Bevölkerung) und etwa 100 Millionen Menschen im Nordwesten Indiens. Der 1960 unter Vermittlung der Weltbank ausgehandelte IWT weist Indien die ausschließliche Nutzung der drei östlichen Flüsse (Ravi, Beas, Sutlej) und Pakistan die der drei westlichen Flüsse (Indus, Jhelum, Chenab) zu, vorbehaltlich bestimmter Nutzungen, die Indien im stromaufwärts gelegenen Kaschmir gestattet sind, darunter Laufwasserkraftwerke innerhalb bestimmter Grenzen. Der Vertrag schreibt den Datenaustausch über alle Flüsse vor, die nach Pakistan fließen. Er sieht einen dreistufigen Streitbeilegungsmechanismus vor, und zwar durch i) die Ständige Indus-Kommission, ii) einen neutralen Sachverständigen und iii) ein Schiedsverfahren vor einem Ad-hoc-Schiedsgericht. Die Entscheidung, den IWT auszusetzen, ist beispiellos für einen Vertrag, der oft als ein seltener Erfolg in der grenzüberschreitenden Wasserkooperation bezeichnet wird und mehr als sechs Jahrzehnte an Feindseligkeiten zwischen den Vertragsstaaten überstanden hat, darunter die Kriege von 1965, 1971 und 1999.
Pakistans WassersicherheitIndiens Vorgehen birgt hydrologische Risiken für Pakistan, da es die etablierten Vereinbarungen zur Weitergabe hydrologischer und technischer Informationen unterbricht, die für die Hochwasservorhersage und Katastrophenvorsorge flussabwärts von entscheidender Bedeutung sind. Die Überschwemmungen von 2025 verdeutlichten die Risiken einer geschwächten institutionellen Kommunikation, als Warnungen Berichten zufolge über diplomatische Kanäle statt über die Ständige Indus-Kommission übermittelt wurden. Seit der Aussetzung des IWT hat Indien den Ausbau der Wasserkraft und andere Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung an den westlichen Flüssen beschleunigt, was nach pakistanischer Befürchtung Indiens Fähigkeit stärken könnte, die derzeit nach Pakistan fließenden Wassermengen zu regulieren und abzuleiten.
Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und PakistanIndiens Entscheidung vom April 2025 entstand nicht in einem politischen Vakuum. Nach einem tödlichen militanten Anschlag in Uri im indisch verwalteten Kaschmir im September 2016 erklärte der indische Premierminister Narendra Modi, dass „Blut und Wasser nicht zusammen fließen können“, womit er die Bewirtschaftung des Indus ausdrücklich mit Indiens Sicherheitsbeziehungen zu Pakistan verknüpfte. Nach der Aussetzung des Abkommens im Jahr 2025 wurde diese Sprache noch deutlicher. Indiens Wasserminister C.R. Patil erklärte im Juni 2026, die Regierung arbeite daran, sicherzustellen, dass in den kommenden Jahren „kein einziger Tropfen“ Wasser nach Pakistan fließen werde.
Eine solche Rhetorik löste Gegenreaktionen aus, die die Spannungen weiter verschärften. Nach der Aussetzung warnte Pakistans Nationaler Sicherheitsausschuss, dass jeder Versuch, das Pakistan im Rahmen des IWT zugeteilte Wasser abzuleiten oder zu stoppen, einen „Kriegsakt“ darstellen würde. Der ehemalige Außenminister Bilawal Bhutto Zardari warnte sogar vor einem möglichen „nuklearen Armageddon-Szenario“. Dies zeigt einen sich verschärfenden Prozess der Versicherheitlichung um das Thema Wasser zwischen zwei atomar bewaffneten Nachbarn.
Aushöhlung des Völkerrechts?Der Ständige Schiedshof hat vier Urteile gefällt, seit Indien den Vertrag im April 2025 außer Kraft gesetzt hat. Diese gingen auf Verfahren zurück, die Pakistan 2016 wegen der Wasserkraftprojekte Kishanganga und Ratle im indisch verwalteten Kaschmir eingeleitet hatte. Pakistan berief sich auf ein Schiedsverfahren gemäß Artikel IX und Anhang G des IWT und argumentierte, dass der Streit weiterreichende Fragen der Vertragsauslegung betreffe, während Indien später gemäß Artikel IX und Anhang F einen neutralen Sachverständigen beantragte und argumentierte, dass es sich bei den Fragen primär um technische Aspekte handele. Die Weltbank setzte beide Verfahren im Jahr 2016 aus und forderte Indien und Pakistan auf, den Streit bilateral beizulegen, nahm sie jedoch im Jahr 2022 wieder auf, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass die Pattsituation selbst ein Risiko für den Vertrag darstellte. Am 31. August 2026 ordnete der Ständige Schiedshof Einschränkungen beim Bau des Ratle-Wasserkraftwerks bis 90 Tage nach der Entscheidung des neutralen Sachverständigen an, die für Juli 2027 erwartet wird. Vorerst sollte die Entscheidung des neutralen Sachverständigen abgewartet werden, bevor am Standort Ratle weitere Tatsachen geschaffen werden. Eine anhaltende Aussetzung des Vertrags könnte jedoch das Vertrauen in das internationale Wasserrecht schwächen und zu einer allgemeinen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Die Einhaltung der Regeln des Indus-Wasservertrags ist für die Wassersicherheit Pakistans und zur Vermeidung einer militärischen Eskalation zwischen Indien und Pakistan von großer Bedeutung. Damit würde Indien zudem ein starkes Signal für seine Achtung des Völkerrechts setzen.
Bonn, 21. September 2026. Indiens Entscheidung aus dem Jahr 2025, den Indus-Wasservertrag auszusetzen, beeinträchtigt Pakistans Wassersicherheit und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan und könnte zudem zur Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Im April 2025 setzte Indien den Indus-Wasservertrag (Indus Waters Treaty, IWT) nach einem tödlichen militanten Anschlag in Pahalgam im indisch verwalteten Kaschmir „außer Kraft“. Am 31. August 2026 entschied der Ständige Schiedshof in Den Haag einstimmig, dass Indiens Aussetzung oder Kündigung gemäß dem Vertrag und dem Völkerrecht unzulässig sei. Indien wies das Urteil jedoch umgehend zurück, bestritt die Zuständigkeit des Gerichts für seine hoheitlichen Entscheidungen und erklärte, dass es die Außerkraftsetzung des IWT aufrechterhalten werde. Dies könnte nicht nur schwerwiegende Folgen für die Wassersicherheit Pakistans und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan haben, sondern auch zu einer umfassenderen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Der Indus-WasservertragDas Indus-Flussgebiet versorgt über 200 Millionen Menschen in Pakistan (über 80 Prozent der Bevölkerung) und etwa 100 Millionen Menschen im Nordwesten Indiens. Der 1960 unter Vermittlung der Weltbank ausgehandelte IWT weist Indien die ausschließliche Nutzung der drei östlichen Flüsse (Ravi, Beas, Sutlej) und Pakistan die der drei westlichen Flüsse (Indus, Jhelum, Chenab) zu, vorbehaltlich bestimmter Nutzungen, die Indien im stromaufwärts gelegenen Kaschmir gestattet sind, darunter Laufwasserkraftwerke innerhalb bestimmter Grenzen. Der Vertrag schreibt den Datenaustausch über alle Flüsse vor, die nach Pakistan fließen. Er sieht einen dreistufigen Streitbeilegungsmechanismus vor, und zwar durch i) die Ständige Indus-Kommission, ii) einen neutralen Sachverständigen und iii) ein Schiedsverfahren vor einem Ad-hoc-Schiedsgericht. Die Entscheidung, den IWT auszusetzen, ist beispiellos für einen Vertrag, der oft als ein seltener Erfolg in der grenzüberschreitenden Wasserkooperation bezeichnet wird und mehr als sechs Jahrzehnte an Feindseligkeiten zwischen den Vertragsstaaten überstanden hat, darunter die Kriege von 1965, 1971 und 1999.
Pakistans WassersicherheitIndiens Vorgehen birgt hydrologische Risiken für Pakistan, da es die etablierten Vereinbarungen zur Weitergabe hydrologischer und technischer Informationen unterbricht, die für die Hochwasservorhersage und Katastrophenvorsorge flussabwärts von entscheidender Bedeutung sind. Die Überschwemmungen von 2025 verdeutlichten die Risiken einer geschwächten institutionellen Kommunikation, als Warnungen Berichten zufolge über diplomatische Kanäle statt über die Ständige Indus-Kommission übermittelt wurden. Seit der Aussetzung des IWT hat Indien den Ausbau der Wasserkraft und andere Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung an den westlichen Flüssen beschleunigt, was nach pakistanischer Befürchtung Indiens Fähigkeit stärken könnte, die derzeit nach Pakistan fließenden Wassermengen zu regulieren und abzuleiten.
Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und PakistanIndiens Entscheidung vom April 2025 entstand nicht in einem politischen Vakuum. Nach einem tödlichen militanten Anschlag in Uri im indisch verwalteten Kaschmir im September 2016 erklärte der indische Premierminister Narendra Modi, dass „Blut und Wasser nicht zusammen fließen können“, womit er die Bewirtschaftung des Indus ausdrücklich mit Indiens Sicherheitsbeziehungen zu Pakistan verknüpfte. Nach der Aussetzung des Abkommens im Jahr 2025 wurde diese Sprache noch deutlicher. Indiens Wasserminister C.R. Patil erklärte im Juni 2026, die Regierung arbeite daran, sicherzustellen, dass in den kommenden Jahren „kein einziger Tropfen“ Wasser nach Pakistan fließen werde.
Eine solche Rhetorik löste Gegenreaktionen aus, die die Spannungen weiter verschärften. Nach der Aussetzung warnte Pakistans Nationaler Sicherheitsausschuss, dass jeder Versuch, das Pakistan im Rahmen des IWT zugeteilte Wasser abzuleiten oder zu stoppen, einen „Kriegsakt“ darstellen würde. Der ehemalige Außenminister Bilawal Bhutto Zardari warnte sogar vor einem möglichen „nuklearen Armageddon-Szenario“. Dies zeigt einen sich verschärfenden Prozess der Versicherheitlichung um das Thema Wasser zwischen zwei atomar bewaffneten Nachbarn.
Aushöhlung des Völkerrechts?Der Ständige Schiedshof hat vier Urteile gefällt, seit Indien den Vertrag im April 2025 außer Kraft gesetzt hat. Diese gingen auf Verfahren zurück, die Pakistan 2016 wegen der Wasserkraftprojekte Kishanganga und Ratle im indisch verwalteten Kaschmir eingeleitet hatte. Pakistan berief sich auf ein Schiedsverfahren gemäß Artikel IX und Anhang G des IWT und argumentierte, dass der Streit weiterreichende Fragen der Vertragsauslegung betreffe, während Indien später gemäß Artikel IX und Anhang F einen neutralen Sachverständigen beantragte und argumentierte, dass es sich bei den Fragen primär um technische Aspekte handele. Die Weltbank setzte beide Verfahren im Jahr 2016 aus und forderte Indien und Pakistan auf, den Streit bilateral beizulegen, nahm sie jedoch im Jahr 2022 wieder auf, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass die Pattsituation selbst ein Risiko für den Vertrag darstellte. Am 31. August 2026 ordnete der Ständige Schiedshof Einschränkungen beim Bau des Ratle-Wasserkraftwerks bis 90 Tage nach der Entscheidung des neutralen Sachverständigen an, die für Juli 2027 erwartet wird. Vorerst sollte die Entscheidung des neutralen Sachverständigen abgewartet werden, bevor am Standort Ratle weitere Tatsachen geschaffen werden. Eine anhaltende Aussetzung des Vertrags könnte jedoch das Vertrauen in das internationale Wasserrecht schwächen und zu einer allgemeinen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Die Einhaltung der Regeln des Indus-Wasservertrags ist für die Wassersicherheit Pakistans und zur Vermeidung einer militärischen Eskalation zwischen Indien und Pakistan von großer Bedeutung. Damit würde Indien zudem ein starkes Signal für seine Achtung des Völkerrechts setzen.
Bonn, 21. September 2026. Indiens Entscheidung aus dem Jahr 2025, den Indus-Wasservertrag auszusetzen, beeinträchtigt Pakistans Wassersicherheit und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan und könnte zudem zur Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Im April 2025 setzte Indien den Indus-Wasservertrag (Indus Waters Treaty, IWT) nach einem tödlichen militanten Anschlag in Pahalgam im indisch verwalteten Kaschmir „außer Kraft“. Am 31. August 2026 entschied der Ständige Schiedshof in Den Haag einstimmig, dass Indiens Aussetzung oder Kündigung gemäß dem Vertrag und dem Völkerrecht unzulässig sei. Indien wies das Urteil jedoch umgehend zurück, bestritt die Zuständigkeit des Gerichts für seine hoheitlichen Entscheidungen und erklärte, dass es die Außerkraftsetzung des IWT aufrechterhalten werde. Dies könnte nicht nur schwerwiegende Folgen für die Wassersicherheit Pakistans und die Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und Pakistan haben, sondern auch zu einer umfassenderen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Der Indus-WasservertragDas Indus-Flussgebiet versorgt über 200 Millionen Menschen in Pakistan (über 80 Prozent der Bevölkerung) und etwa 100 Millionen Menschen im Nordwesten Indiens. Der 1960 unter Vermittlung der Weltbank ausgehandelte IWT weist Indien die ausschließliche Nutzung der drei östlichen Flüsse (Ravi, Beas, Sutlej) und Pakistan die der drei westlichen Flüsse (Indus, Jhelum, Chenab) zu, vorbehaltlich bestimmter Nutzungen, die Indien im stromaufwärts gelegenen Kaschmir gestattet sind, darunter Laufwasserkraftwerke innerhalb bestimmter Grenzen. Der Vertrag schreibt den Datenaustausch über alle Flüsse vor, die nach Pakistan fließen. Er sieht einen dreistufigen Streitbeilegungsmechanismus vor, und zwar durch i) die Ständige Indus-Kommission, ii) einen neutralen Sachverständigen und iii) ein Schiedsverfahren vor einem Ad-hoc-Schiedsgericht. Die Entscheidung, den IWT auszusetzen, ist beispiellos für einen Vertrag, der oft als ein seltener Erfolg in der grenzüberschreitenden Wasserkooperation bezeichnet wird und mehr als sechs Jahrzehnte an Feindseligkeiten zwischen den Vertragsstaaten überstanden hat, darunter die Kriege von 1965, 1971 und 1999.
Pakistans WassersicherheitIndiens Vorgehen birgt hydrologische Risiken für Pakistan, da es die etablierten Vereinbarungen zur Weitergabe hydrologischer und technischer Informationen unterbricht, die für die Hochwasservorhersage und Katastrophenvorsorge flussabwärts von entscheidender Bedeutung sind. Die Überschwemmungen von 2025 verdeutlichten die Risiken einer geschwächten institutionellen Kommunikation, als Warnungen Berichten zufolge über diplomatische Kanäle statt über die Ständige Indus-Kommission übermittelt wurden. Seit der Aussetzung des IWT hat Indien den Ausbau der Wasserkraft und andere Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung an den westlichen Flüssen beschleunigt, was nach pakistanischer Befürchtung Indiens Fähigkeit stärken könnte, die derzeit nach Pakistan fließenden Wassermengen zu regulieren und abzuleiten.
Sicherheitsbeziehungen zwischen Indien und PakistanIndiens Entscheidung vom April 2025 entstand nicht in einem politischen Vakuum. Nach einem tödlichen militanten Anschlag in Uri im indisch verwalteten Kaschmir im September 2016 erklärte der indische Premierminister Narendra Modi, dass „Blut und Wasser nicht zusammen fließen können“, womit er die Bewirtschaftung des Indus ausdrücklich mit Indiens Sicherheitsbeziehungen zu Pakistan verknüpfte. Nach der Aussetzung des Abkommens im Jahr 2025 wurde diese Sprache noch deutlicher. Indiens Wasserminister C.R. Patil erklärte im Juni 2026, die Regierung arbeite daran, sicherzustellen, dass in den kommenden Jahren „kein einziger Tropfen“ Wasser nach Pakistan fließen werde.
Eine solche Rhetorik löste Gegenreaktionen aus, die die Spannungen weiter verschärften. Nach der Aussetzung warnte Pakistans Nationaler Sicherheitsausschuss, dass jeder Versuch, das Pakistan im Rahmen des IWT zugeteilte Wasser abzuleiten oder zu stoppen, einen „Kriegsakt“ darstellen würde. Der ehemalige Außenminister Bilawal Bhutto Zardari warnte sogar vor einem möglichen „nuklearen Armageddon-Szenario“. Dies zeigt einen sich verschärfenden Prozess der Versicherheitlichung um das Thema Wasser zwischen zwei atomar bewaffneten Nachbarn.
Aushöhlung des Völkerrechts?Der Ständige Schiedshof hat vier Urteile gefällt, seit Indien den Vertrag im April 2025 außer Kraft gesetzt hat. Diese gingen auf Verfahren zurück, die Pakistan 2016 wegen der Wasserkraftprojekte Kishanganga und Ratle im indisch verwalteten Kaschmir eingeleitet hatte. Pakistan berief sich auf ein Schiedsverfahren gemäß Artikel IX und Anhang G des IWT und argumentierte, dass der Streit weiterreichende Fragen der Vertragsauslegung betreffe, während Indien später gemäß Artikel IX und Anhang F einen neutralen Sachverständigen beantragte und argumentierte, dass es sich bei den Fragen primär um technische Aspekte handele. Die Weltbank setzte beide Verfahren im Jahr 2016 aus und forderte Indien und Pakistan auf, den Streit bilateral beizulegen, nahm sie jedoch im Jahr 2022 wieder auf, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass die Pattsituation selbst ein Risiko für den Vertrag darstellte. Am 31. August 2026 ordnete der Ständige Schiedshof Einschränkungen beim Bau des Ratle-Wasserkraftwerks bis 90 Tage nach der Entscheidung des neutralen Sachverständigen an, die für Juli 2027 erwartet wird. Vorerst sollte die Entscheidung des neutralen Sachverständigen abgewartet werden, bevor am Standort Ratle weitere Tatsachen geschaffen werden. Eine anhaltende Aussetzung des Vertrags könnte jedoch das Vertrauen in das internationale Wasserrecht schwächen und zu einer allgemeinen Aushöhlung des Völkerrechts beitragen.
Die Einhaltung der Regeln des Indus-Wasservertrags ist für die Wassersicherheit Pakistans und zur Vermeidung einer militärischen Eskalation zwischen Indien und Pakistan von großer Bedeutung. Damit würde Indien zudem ein starkes Signal für seine Achtung des Völkerrechts setzen.
Ahogy az már megszokott, a szeptember idén is az Air Wolf Hunting kutató-mentő gyakorlattal kezdődött a Mátrában. Az MH 86. Szolnok Helikopterdandár H145M, H225M és AS350-es helikopterei mellett a légimentők EC135 P2+ gépe is a Gyöngyös melletti pipishegyi repülőtérre települt, hogy a pilóták, illetve a légimentő és kutató-mentő szakszemélyzetek közösen gyakorolják a különböző eljárásokat.
A fotókért ezúttai is a környéken élő Colin Pennynek tartozom köszönettel.
Gender mainstreaming in the water sector has gained increasing attention in international and national governance frameworks, yet its translation into meaningful change for women and in gender relations more broadly, in a context where both institutional arrangements and accelerating climate change are intensifying challenges around water access, control, use, and governance, remains a persistent challenge. This report examines this gap in the Moroccan context, focusing on two complementary entry points: an overview of gender mainstreaming efforts and institutional advances in the water and irrigation sectors; and the everyday realities of women farmers and cooperative members in the oasis regions of Boudnib and the Drâa Valley. Combining document analysis and institutional interviews with in-depth fieldwork, the study asks whether and how national gender mainstreaming commitments translate into tangible shifts in women’s water access, livelihoods, and decision-making power on the ground.
The findings point to a more nuanced picture. Morocco has made genuine institutional progress: gender is now formally embedded in constitutional principles, water law, sectoral strategies, and national planning instruments, and donor-financed irrigation projects have demonstrated that integrated gender approaches can yield concrete results. Yet these gains remain fragile, often conditional on external support or on the commitment of individual champions within institutions, a dependence that poses significant risks to their sustainability. Outside donor-supported projects, gender analysis is often absent from programme design, and formal inclusion, such as in land programmes, cooperatives, or training schemes, does not automatically translate into effective control over water, labour, or decisions. Many adaptive initiatives are shaped as much by women’s own agency as by the institutional programmes formally available to support them, whose reach remains uneven and frequently contingent on literacy, mobility, and institutional connections. Deeper structural constraints, including historical exclusion from water governance bodies, the growing individualisation of groundwater access, and socio-cultural norms that limit women’s recognition as farmers and irrigators, remain insufficiently taken into account by current approaches. The report concludes with five recommendations calling for stronger institutional anchoring, cross-sectoral coordination, reformed empowerment indicators, and a gradual reduction of dependence on donor financing.
Lisa Bossenbroek is a senior researcher at the Centre de Recherche sur les Sociétés Contemporaines (CRESC-Rabat/ Morocco). Her work focuses on gender, water governance, and agrarian change in North Africa.
Gender mainstreaming in the water sector has gained increasing attention in international and national governance frameworks, yet its translation into meaningful change for women and in gender relations more broadly, in a context where both institutional arrangements and accelerating climate change are intensifying challenges around water access, control, use, and governance, remains a persistent challenge. This report examines this gap in the Moroccan context, focusing on two complementary entry points: an overview of gender mainstreaming efforts and institutional advances in the water and irrigation sectors; and the everyday realities of women farmers and cooperative members in the oasis regions of Boudnib and the Drâa Valley. Combining document analysis and institutional interviews with in-depth fieldwork, the study asks whether and how national gender mainstreaming commitments translate into tangible shifts in women’s water access, livelihoods, and decision-making power on the ground.
The findings point to a more nuanced picture. Morocco has made genuine institutional progress: gender is now formally embedded in constitutional principles, water law, sectoral strategies, and national planning instruments, and donor-financed irrigation projects have demonstrated that integrated gender approaches can yield concrete results. Yet these gains remain fragile, often conditional on external support or on the commitment of individual champions within institutions, a dependence that poses significant risks to their sustainability. Outside donor-supported projects, gender analysis is often absent from programme design, and formal inclusion, such as in land programmes, cooperatives, or training schemes, does not automatically translate into effective control over water, labour, or decisions. Many adaptive initiatives are shaped as much by women’s own agency as by the institutional programmes formally available to support them, whose reach remains uneven and frequently contingent on literacy, mobility, and institutional connections. Deeper structural constraints, including historical exclusion from water governance bodies, the growing individualisation of groundwater access, and socio-cultural norms that limit women’s recognition as farmers and irrigators, remain insufficiently taken into account by current approaches. The report concludes with five recommendations calling for stronger institutional anchoring, cross-sectoral coordination, reformed empowerment indicators, and a gradual reduction of dependence on donor financing.
Lisa Bossenbroek is a senior researcher at the Centre de Recherche sur les Sociétés Contemporaines (CRESC-Rabat/ Morocco). Her work focuses on gender, water governance, and agrarian change in North Africa.