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Le secrétaire général de la CAF démissionne à la suite des incidents de la finale de la CAN

BBC Afrique - Mon, 30/03/2026 - 14:08
Veron Mosengo-Omba, personnage controversé, quitte ses fonctions à un moment où le football africain traverse une période mouvementée.
Categories: Afrique, European Union

Rationing power and diluting petrol - how African countries are coping with effects of Iran war

BBC Africa - Mon, 30/03/2026 - 13:49
The disruption in oil supplies has caused shortages and concerns in several African countries.
Categories: Africa, European Union

Élections en Hongrie: malgré les sondages, pourquoi la partie est loin d’être gagnée pour l’opposition

RFI (Europe) - Mon, 30/03/2026 - 13:46
Si l’opposition hongroise dispose d’une confortable avance dans les sondages au niveau national, elle est loin d’être assurée de décrocher une majorité parlementaire aux élections législatives du 12 avril 2026. Car le système électoral est très favorable au Fidesz du Premier ministre Viktor Orban.
Categories: France, Union européenne

La secops sacrifiée sur l'autel des marches

Le mamouth (Blog) - Mon, 30/03/2026 - 13:35

On le sait, la base des opérations, c'est la secops, la sécurité des opérations, mais elle ne tient pas

Plus d'infos »
Categories: Défense, France

Pétrole et transport maritime : les artères vitales de l'Afrique face à la crise du détroit d'Ormuz

BBC Afrique - Mon, 30/03/2026 - 13:14
La guerre en Iran bouleverse les cours du pétrole et le transport maritime, mettant le Nigeria et l'Égypte sous pression, mais ouvrant de nouvelles routes via l'Afrique du Sud.
Categories: Afrique, European Union

Géopolitique des mondes arabes

IRIS - Mon, 30/03/2026 - 12:39

La guerre en cours au Moyen-Orient a remis au premier plan l’importance stratégique des mondes arabes et leur influence sur la scène internationale. Loin de former un ensemble homogène, ces mondes se distinguent par des contextes politiques, économiques et sociaux très différents, tout en partageant un certain nombre de caractéristiques communes qui contribuent à façonner les dynamiques régionales. La région bénéficie d’atouts stratégiques majeurs, liés notamment à sa position géographique et à ses ressources, mais elle reste également marquée par des fragilités et des déséquilibres persistants. Ces tensions dépassent largement le cadre régional et redéfinissent les équilibres géopolitiques à l’échelle mondiale. À ce titre, le conflit israélo-palestinien en constitue un exemple déterminant, dont les répercussions continuent d’influencer les rapports de force sur la scène internationale.

À l’occasion de la réédition de son livre « Géopolitique des mondes arabes » (Eyrolles, février 2026), Didier Billion, directeur adjoint de l’IRIS et responsable du programme Moyen-Orient / Afrique du Nord, répond à nos questions :

  • Sur quoi reposent à la fois l’unité et la diversité des mondes arabes ?
  • Quel poids les États des mondes arabes ont-ils dans les relations internationales ? Quels sont leurs principaux atouts et fragilités sur la scène internationale ?
  • Quel est l’impact géopolitique du conflit israélo-palestinien à l’échelle régionale ?

L’article Géopolitique des mondes arabes est apparu en premier sur IRIS.

Plus de 200 suspects arrêtés et 19 armes de guerre saisies lors d’un bouclage à Lubumbashi

Radio Okapi / RD Congo - Mon, 30/03/2026 - 12:37



Une vaste opération de bouclage menée ce weekend à Lubumbashi (Haut-Katanga), a permis l’interpellation de plus de 200 présumés criminels et la saisie de plusieurs armes et équipements militaires. L’opération s’est déroulée au camp militaire Major Vangu, dans la commune de Kampemba.  

Categories: Afrique, France

Turkey’s “Year of the Family” 2025

SWP - Mon, 30/03/2026 - 12:23

The Turkish government’s declaration of 2025 as the “Year of the Family” reflects an increasingly authoritarian approach to managing demographic decline amid conditions of economic strain. Falling fertility rates are framed as a strategic challenge to national resilience, giving rise to a policy agenda that positions the family as the cornerstone of demographic recovery. At the same time, anti-gender politics has moved beyond ideological rhetoric towards a broader governance strategy linking demographic management, fiscal constraints, and authoritarian consolidation. For Germany and the European Union (EU), understanding these developments is essential for engaging Turkey on democratic governance, social policy, and gender equality.

Elektrolyse basierter Dünger als vielversprechende Innovation in Afrika

Bonn, 30. März 2026. Die Blockade der Straße von Hormus verdeutlicht die Anfälligkeit von globalen Düngemittel-Lieferketten für Störungen. Wasserstofftechnologien ermöglichen die lokale Produktion mit erneuerbaren Energien.

Im März 2026 schloss der Iran nach Angriffen durch Israel und die USA die Straße von Hormus. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, da die Meerenge zentral für den Öl- und Gastransport ist und die Preise steigen würden. Weniger Beachtung fanden bislang die Nahrungsmittelproduktion und die Ernährungssicherheit im Globalen Süden, insbesondere in Asien und Subsahara-Afrika, aber auch in Brasilien. Das sich abzeichnende Problem ist eng mit der Düngemittelversorgung verknüpft, insbesondere mit Stickstoffpräparaten. Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sind essenzielle Makronährstoffe, wobei Stickstoffdünger weltweit, auch in Afrika, die größte Bedeutung haben. Die globalen Lieferketten für Phosphor und Kalium greifen auf Lagerstätten in Marokko und Kanada zurück, während Stickstoffdünger nicht aus natürlichen Vorkommen stammen. Früher wurden Quellen wie Gülle, Kompost, Guano und chilenischer Salpeter genutzt, um Nutzpflanzen mit Stickstoff zu versorgen. Diese waren jedoch knapp und reichten für die wachsende Weltbevölkerung nicht aus. 

Eine entscheidende Innovation stellte das früh im 20. Jahrhundert entwickelte Haber-Bosch-Verfahren (HBV) dar. Heute werden rund 98 % des Ammoniaks so hergestellt, was enorme Ertragssteigerungen ermöglicht hat. Dabei wird Ammoniak (NH₃) aus Wasserstoff (H₂) und Stickstoff (N₂) hergestellt. Während Stickstoff relativ einfach aus der Luft abgeschieden werden kann, ist dies für Wasserstoff nicht möglich, da seine Konzentration in der Atmosphäre sehr gering ist. Stattdessen dominiert die Dampfreformierung von Methan (Steam Methane Reforming, SMR), bei der Erdgas unter hohem Druck und hoher Temperatur mit Wasserdampf umgesetzt wird. Dabei wird Wasserstoff (H₂) gewonnen und CO₂ freigesetzt. Nahezu die gesamte Ammoniakproduktion ist weiterhin von Erdgas und dem traditionellen HBV abhängig, was zwei Probleme verursacht: Erstens müssen die Treibhausgasemissionen der konventionellen Stickstoffdüngerproduktion deutlich reduziert werden. Zweitens ergeben sich sehr lange Lieferketten: Von weltweit lediglich rund 500 NH₃-Anlagen, die an Gasfelder oder Pipelines gebunden sind, gelangen die Produkte über Importhäfen zum landwirtschaftlichen Betrieb. Wie anfällig diese Strukturen sind, lässt sich derzeit beobachten. Auch wirken sich Schwankungen der Erdgaspreise unmittelbar auf die Preise von Düngemitteln aus. 

Geringer Düngemitteleinsatz in Afrika

Der weltweite Düngemitteleinsatz stieg von 55 kg/ha im Jahr 1972 auf 134 kg/ha im Jahr 2022 – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Im Jahr 2022 wurden in Ostasien durchschnittlich 321 kg/ha, in Lateinamerika 187 kg/ha und in der EU 124 kg/ha ausgebracht. In Subsahara-Afrika hingegen blieb der Düngemitteleinsatz mit durchschnittlich 18 kg/ha sehr gering (1972: 10 kg/ha). Daten der FAO zeigen, dass Afrika die geringste Ernährungssicherheit aller Weltregionen aufweist, unter anderem aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen, dem Klimawandel und der COVID-19-Pandemie. Aber auch der geringe Düngemitteleinsatz verschärft die Ernährungsunsicherheit. Eine unzureichende Nährstoffversorgung verringert Erträge, Nährstoffgehalt und die für die Bodengesundheit wichtige Biomasse. Zugleich kann sinkende Bodenfruchtbarkeit zur Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und zur Entwaldung beitragen.

Zwei Erklärungen der Afrikanischen Union (AU) griffen dieses Problem auf: Die Abuja-Erklärung (2006) setzte ein Ziel von 50 kg/ha bis 2015, das jedoch deutlich verfehlt wurde. Der Entwurf der Nairobi-Erklärung (2024) bekräftigte dieses Ziel, integrierte es jedoch in umfassendere Strategien zur Bodengesundheit und bezog mineralische und organische Düngemittel ein. 

Technologische Innovationen für die lokale Ammoniakproduktion und eine geringere Abhängigkeit von Lieferketten 

Ein vielversprechender Ansatz ist die dezentrale, klimaneutrale Produktion von Ammoniak auf Basis eines elektrifizierten HBV, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Diese Technologien haben bereits einen hohen Reifegrad erreicht; eine erste Anlage wurde auf einem exportorientierten Großbetrieb in Kenia installiert. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Lösungen in wenigen Jahren wettbewerbsfähig werden und erheblich zur Ernährungssicherheit beitragen könnten, insbesondere in „unterdüngten“ afrikanischen Ländern. 

Eine weitere Technologie, die sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, ist die Rückgewinnung von Ammoniak aus Abwasser. Dieser Ansatz ist auch für die Bewältigung eines weiteren Problems in vielen afrikanischen Ländern relevant: der Eutrophierung von Gewässern infolge übermäßiger Stickstoffeinträge in Oberflächen- und Grundwasser, ein Problem, das durch das rasante Bevölkerungswachstum weiter verschärft wird.

Kleinere Ammoniakprojekte, etwa im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften, könnten zusammen mit Genossenschaften oder ländlichen Gemeinden umgesetzt werden. Entwicklungsprogramme könnten diese Innovationen im Sinne der Nairobi-Erklärung mit Initiativen zur landwirtschaftlichen Entwicklung und zur Bodengesundheit verbinden. Darüber hinaus ist elektrolysebasiertes Ammoniak zwar ein nahezu klimaneutrales Produkt, dessen Handhabung, Transport und Lagerung jedoch weiterhin anspruchsvoll und potenziell gefährlich sind. Dies erfordert entsprechende Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau sowie zur Standardisierung und Qualitätssicherung.

Dr. Andreas Stamm ist Geograph und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung "Transformation der Wirtschafts- und Sozialsysteme” des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).

Dr. Christine Bosch ist Agrarökonomin und derzeit Postdoktorandin in der Abteilung „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung“ am Hans-Ruthenberg-Institut der Universität Hohenheim.

Fernanda Nan ist eine internationale Wirtschaftsexpertin mit Spezialisierungen in Recht, Nachhaltigkeit, Compliance- und Prüfungsstandards, Circular Economy Agribusiness und Energie. Sie ist Gastdozentin für das Seminar „Accountability, Ethics, and Governance“ an der Hochschule Osnabrück in Deutschland und unterrichtet „Global Sustainability Business“ an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Montevideo (UM).

Elektrolyse basierter Dünger als vielversprechende Innovation in Afrika

Bonn, 30. März 2026. Die Blockade der Straße von Hormus verdeutlicht die Anfälligkeit von globalen Düngemittel-Lieferketten für Störungen. Wasserstofftechnologien ermöglichen die lokale Produktion mit erneuerbaren Energien.

Im März 2026 schloss der Iran nach Angriffen durch Israel und die USA die Straße von Hormus. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, da die Meerenge zentral für den Öl- und Gastransport ist und die Preise steigen würden. Weniger Beachtung fanden bislang die Nahrungsmittelproduktion und die Ernährungssicherheit im Globalen Süden, insbesondere in Asien und Subsahara-Afrika, aber auch in Brasilien. Das sich abzeichnende Problem ist eng mit der Düngemittelversorgung verknüpft, insbesondere mit Stickstoffpräparaten. Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sind essenzielle Makronährstoffe, wobei Stickstoffdünger weltweit, auch in Afrika, die größte Bedeutung haben. Die globalen Lieferketten für Phosphor und Kalium greifen auf Lagerstätten in Marokko und Kanada zurück, während Stickstoffdünger nicht aus natürlichen Vorkommen stammen. Früher wurden Quellen wie Gülle, Kompost, Guano und chilenischer Salpeter genutzt, um Nutzpflanzen mit Stickstoff zu versorgen. Diese waren jedoch knapp und reichten für die wachsende Weltbevölkerung nicht aus. 

Eine entscheidende Innovation stellte das früh im 20. Jahrhundert entwickelte Haber-Bosch-Verfahren (HBV) dar. Heute werden rund 98 % des Ammoniaks so hergestellt, was enorme Ertragssteigerungen ermöglicht hat. Dabei wird Ammoniak (NH₃) aus Wasserstoff (H₂) und Stickstoff (N₂) hergestellt. Während Stickstoff relativ einfach aus der Luft abgeschieden werden kann, ist dies für Wasserstoff nicht möglich, da seine Konzentration in der Atmosphäre sehr gering ist. Stattdessen dominiert die Dampfreformierung von Methan (Steam Methane Reforming, SMR), bei der Erdgas unter hohem Druck und hoher Temperatur mit Wasserdampf umgesetzt wird. Dabei wird Wasserstoff (H₂) gewonnen und CO₂ freigesetzt. Nahezu die gesamte Ammoniakproduktion ist weiterhin von Erdgas und dem traditionellen HBV abhängig, was zwei Probleme verursacht: Erstens müssen die Treibhausgasemissionen der konventionellen Stickstoffdüngerproduktion deutlich reduziert werden. Zweitens ergeben sich sehr lange Lieferketten: Von weltweit lediglich rund 500 NH₃-Anlagen, die an Gasfelder oder Pipelines gebunden sind, gelangen die Produkte über Importhäfen zum landwirtschaftlichen Betrieb. Wie anfällig diese Strukturen sind, lässt sich derzeit beobachten. Auch wirken sich Schwankungen der Erdgaspreise unmittelbar auf die Preise von Düngemitteln aus. 

Geringer Düngemitteleinsatz in Afrika

Der weltweite Düngemitteleinsatz stieg von 55 kg/ha im Jahr 1972 auf 134 kg/ha im Jahr 2022 – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Im Jahr 2022 wurden in Ostasien durchschnittlich 321 kg/ha, in Lateinamerika 187 kg/ha und in der EU 124 kg/ha ausgebracht. In Subsahara-Afrika hingegen blieb der Düngemitteleinsatz mit durchschnittlich 18 kg/ha sehr gering (1972: 10 kg/ha). Daten der FAO zeigen, dass Afrika die geringste Ernährungssicherheit aller Weltregionen aufweist, unter anderem aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen, dem Klimawandel und der COVID-19-Pandemie. Aber auch der geringe Düngemitteleinsatz verschärft die Ernährungsunsicherheit. Eine unzureichende Nährstoffversorgung verringert Erträge, Nährstoffgehalt und die für die Bodengesundheit wichtige Biomasse. Zugleich kann sinkende Bodenfruchtbarkeit zur Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und zur Entwaldung beitragen.

Zwei Erklärungen der Afrikanischen Union (AU) griffen dieses Problem auf: Die Abuja-Erklärung (2006) setzte ein Ziel von 50 kg/ha bis 2015, das jedoch deutlich verfehlt wurde. Der Entwurf der Nairobi-Erklärung (2024) bekräftigte dieses Ziel, integrierte es jedoch in umfassendere Strategien zur Bodengesundheit und bezog mineralische und organische Düngemittel ein. 

Technologische Innovationen für die lokale Ammoniakproduktion und eine geringere Abhängigkeit von Lieferketten 

Ein vielversprechender Ansatz ist die dezentrale, klimaneutrale Produktion von Ammoniak auf Basis eines elektrifizierten HBV, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Diese Technologien haben bereits einen hohen Reifegrad erreicht; eine erste Anlage wurde auf einem exportorientierten Großbetrieb in Kenia installiert. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Lösungen in wenigen Jahren wettbewerbsfähig werden und erheblich zur Ernährungssicherheit beitragen könnten, insbesondere in „unterdüngten“ afrikanischen Ländern. 

Eine weitere Technologie, die sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, ist die Rückgewinnung von Ammoniak aus Abwasser. Dieser Ansatz ist auch für die Bewältigung eines weiteren Problems in vielen afrikanischen Ländern relevant: der Eutrophierung von Gewässern infolge übermäßiger Stickstoffeinträge in Oberflächen- und Grundwasser, ein Problem, das durch das rasante Bevölkerungswachstum weiter verschärft wird.

Kleinere Ammoniakprojekte, etwa im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften, könnten zusammen mit Genossenschaften oder ländlichen Gemeinden umgesetzt werden. Entwicklungsprogramme könnten diese Innovationen im Sinne der Nairobi-Erklärung mit Initiativen zur landwirtschaftlichen Entwicklung und zur Bodengesundheit verbinden. Darüber hinaus ist elektrolysebasiertes Ammoniak zwar ein nahezu klimaneutrales Produkt, dessen Handhabung, Transport und Lagerung jedoch weiterhin anspruchsvoll und potenziell gefährlich sind. Dies erfordert entsprechende Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau sowie zur Standardisierung und Qualitätssicherung.

Dr. Andreas Stamm ist Geograph und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung "Transformation der Wirtschafts- und Sozialsysteme” des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).

Dr. Christine Bosch ist Agrarökonomin und derzeit Postdoktorandin in der Abteilung „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung“ am Hans-Ruthenberg-Institut der Universität Hohenheim.

Fernanda Nan ist eine internationale Wirtschaftsexpertin mit Spezialisierungen in Recht, Nachhaltigkeit, Compliance- und Prüfungsstandards, Circular Economy Agribusiness und Energie. Sie ist Gastdozentin für das Seminar „Accountability, Ethics, and Governance“ an der Hochschule Osnabrück in Deutschland und unterrichtet „Global Sustainability Business“ an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Montevideo (UM).

Elektrolyse basierter Dünger als vielversprechende Innovation in Afrika

Bonn, 30. März 2026. Die Blockade der Straße von Hormus verdeutlicht die Anfälligkeit von globalen Düngemittel-Lieferketten für Störungen. Wasserstofftechnologien ermöglichen die lokale Produktion mit erneuerbaren Energien.

Im März 2026 schloss der Iran nach Angriffen durch Israel und die USA die Straße von Hormus. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, da die Meerenge zentral für den Öl- und Gastransport ist und die Preise steigen würden. Weniger Beachtung fanden bislang die Nahrungsmittelproduktion und die Ernährungssicherheit im Globalen Süden, insbesondere in Asien und Subsahara-Afrika, aber auch in Brasilien. Das sich abzeichnende Problem ist eng mit der Düngemittelversorgung verknüpft, insbesondere mit Stickstoffpräparaten. Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sind essenzielle Makronährstoffe, wobei Stickstoffdünger weltweit, auch in Afrika, die größte Bedeutung haben. Die globalen Lieferketten für Phosphor und Kalium greifen auf Lagerstätten in Marokko und Kanada zurück, während Stickstoffdünger nicht aus natürlichen Vorkommen stammen. Früher wurden Quellen wie Gülle, Kompost, Guano und chilenischer Salpeter genutzt, um Nutzpflanzen mit Stickstoff zu versorgen. Diese waren jedoch knapp und reichten für die wachsende Weltbevölkerung nicht aus. 

Eine entscheidende Innovation stellte das früh im 20. Jahrhundert entwickelte Haber-Bosch-Verfahren (HBV) dar. Heute werden rund 98 % des Ammoniaks so hergestellt, was enorme Ertragssteigerungen ermöglicht hat. Dabei wird Ammoniak (NH₃) aus Wasserstoff (H₂) und Stickstoff (N₂) hergestellt. Während Stickstoff relativ einfach aus der Luft abgeschieden werden kann, ist dies für Wasserstoff nicht möglich, da seine Konzentration in der Atmosphäre sehr gering ist. Stattdessen dominiert die Dampfreformierung von Methan (Steam Methane Reforming, SMR), bei der Erdgas unter hohem Druck und hoher Temperatur mit Wasserdampf umgesetzt wird. Dabei wird Wasserstoff (H₂) gewonnen und CO₂ freigesetzt. Nahezu die gesamte Ammoniakproduktion ist weiterhin von Erdgas und dem traditionellen HBV abhängig, was zwei Probleme verursacht: Erstens müssen die Treibhausgasemissionen der konventionellen Stickstoffdüngerproduktion deutlich reduziert werden. Zweitens ergeben sich sehr lange Lieferketten: Von weltweit lediglich rund 500 NH₃-Anlagen, die an Gasfelder oder Pipelines gebunden sind, gelangen die Produkte über Importhäfen zum landwirtschaftlichen Betrieb. Wie anfällig diese Strukturen sind, lässt sich derzeit beobachten. Auch wirken sich Schwankungen der Erdgaspreise unmittelbar auf die Preise von Düngemitteln aus. 

Geringer Düngemitteleinsatz in Afrika

Der weltweite Düngemitteleinsatz stieg von 55 kg/ha im Jahr 1972 auf 134 kg/ha im Jahr 2022 – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Im Jahr 2022 wurden in Ostasien durchschnittlich 321 kg/ha, in Lateinamerika 187 kg/ha und in der EU 124 kg/ha ausgebracht. In Subsahara-Afrika hingegen blieb der Düngemitteleinsatz mit durchschnittlich 18 kg/ha sehr gering (1972: 10 kg/ha). Daten der FAO zeigen, dass Afrika die geringste Ernährungssicherheit aller Weltregionen aufweist, unter anderem aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen, dem Klimawandel und der COVID-19-Pandemie. Aber auch der geringe Düngemitteleinsatz verschärft die Ernährungsunsicherheit. Eine unzureichende Nährstoffversorgung verringert Erträge, Nährstoffgehalt und die für die Bodengesundheit wichtige Biomasse. Zugleich kann sinkende Bodenfruchtbarkeit zur Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen und zur Entwaldung beitragen.

Zwei Erklärungen der Afrikanischen Union (AU) griffen dieses Problem auf: Die Abuja-Erklärung (2006) setzte ein Ziel von 50 kg/ha bis 2015, das jedoch deutlich verfehlt wurde. Der Entwurf der Nairobi-Erklärung (2024) bekräftigte dieses Ziel, integrierte es jedoch in umfassendere Strategien zur Bodengesundheit und bezog mineralische und organische Düngemittel ein. 

Technologische Innovationen für die lokale Ammoniakproduktion und eine geringere Abhängigkeit von Lieferketten 

Ein vielversprechender Ansatz ist die dezentrale, klimaneutrale Produktion von Ammoniak auf Basis eines elektrifizierten HBV, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Diese Technologien haben bereits einen hohen Reifegrad erreicht; eine erste Anlage wurde auf einem exportorientierten Großbetrieb in Kenia installiert. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Lösungen in wenigen Jahren wettbewerbsfähig werden und erheblich zur Ernährungssicherheit beitragen könnten, insbesondere in „unterdüngten“ afrikanischen Ländern. 

Eine weitere Technologie, die sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, ist die Rückgewinnung von Ammoniak aus Abwasser. Dieser Ansatz ist auch für die Bewältigung eines weiteren Problems in vielen afrikanischen Ländern relevant: der Eutrophierung von Gewässern infolge übermäßiger Stickstoffeinträge in Oberflächen- und Grundwasser, ein Problem, das durch das rasante Bevölkerungswachstum weiter verschärft wird.

Kleinere Ammoniakprojekte, etwa im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften, könnten zusammen mit Genossenschaften oder ländlichen Gemeinden umgesetzt werden. Entwicklungsprogramme könnten diese Innovationen im Sinne der Nairobi-Erklärung mit Initiativen zur landwirtschaftlichen Entwicklung und zur Bodengesundheit verbinden. Darüber hinaus ist elektrolysebasiertes Ammoniak zwar ein nahezu klimaneutrales Produkt, dessen Handhabung, Transport und Lagerung jedoch weiterhin anspruchsvoll und potenziell gefährlich sind. Dies erfordert entsprechende Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau sowie zur Standardisierung und Qualitätssicherung.

Dr. Andreas Stamm ist Geograph und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung "Transformation der Wirtschafts- und Sozialsysteme” des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).

Dr. Christine Bosch ist Agrarökonomin und derzeit Postdoktorandin in der Abteilung „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung“ am Hans-Ruthenberg-Institut der Universität Hohenheim.

Fernanda Nan ist eine internationale Wirtschaftsexpertin mit Spezialisierungen in Recht, Nachhaltigkeit, Compliance- und Prüfungsstandards, Circular Economy Agribusiness und Energie. Sie ist Gastdozentin für das Seminar „Accountability, Ethics, and Governance“ an der Hochschule Osnabrück in Deutschland und unterrichtet „Global Sustainability Business“ an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Montevideo (UM).

"Enorme Fortschritte" durch Abkommen zwischen Syrien und Kurden

SWP - Mon, 30/03/2026 - 12:03
Ahmed al-Scharaa ist Islamist, will aber keine Theokratie, sagt die Wissenschaftlerin Muriel Asseburg. Die Lage für die Kurden habe sich durch das Abkommen vom 30. Januar gebessert. Vor Abschiebungen nach Syrien warnt sie.

Warum dieser Krieg ein echtes Dilemma ist

Der Krieg gegen den Iran zerreißt die westlichen Gesellschaften. Er ist völkerrechtlich kaum zu rechtfertigen, doch sein Abbruch wäre das schlimmste aller Ergebnisse. , Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran spaltet die westlichen Demokratien wie kaum ein geopolitisches Ereignis der jüngeren Geschichte. Die Frage, ob dieser Krieg gerechtfertigt ist, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Wohl aber lässt sich sagen, was das Schlechteste ...

Experts, Rights Groups Warn of Crisis of Obstetric Violence

Africa - INTER PRESS SERVICE - Mon, 30/03/2026 - 11:21

The UNFPA released a report detailing how women were suffering widespread mistreatment during childbirth across Eastern Europe and Central Asia. Credit: UNFPA

By Ed Holt
BRATISLAVA, Mar 30 2026 (IPS)

Government and medical professionals must implement systematic changes to deal with a “crisis” of obstetric violence (OV) across Eastern Europe and Central Asia (EECA), experts and rights campaigners have said.

The call comes as the United Nations Population Fund (UNFPA) released a report on March 12 detailing how women were suffering widescale mistreatment during childbirth across the region.

“This report is a wake-up call. All stakeholders must make sure that women’s rights are respected and protected in all facilities in the health system and beyond,” Tamar Khomasuridze, UNFPA Sexual and Reproductive Health Adviser for Eastern Europe and Central Asia, told Inter Press Service (IPS).

The report, Respectful Maternity Care: Women’s Experiences and Outlooks in Eastern Europe and Central Asia, highlighted what the UNFPA said was a “pervasive yet often hidden OV crisis that violates women’s fundamental human rights and dignity”.

The survey, which was based on online responses from over 2,600 women who gave birth recently and conducted across 16 countries and territories in the region, found that 67 percent of respondents reported at least one form of mistreatment, including non-consensual medical procedures, verbal and physical abuse, and significant breaches of privacy.

Nearly half (48.1 percent) of women underwent obstetric procedures – such as episiotomies, Caesarean sections, or the administration of oxytocin – without their informed consent.

Meanwhile, about 24 percent of surveyed women reported experiencing verbal abuse, including yelling and humiliation, and 1 in 10 endured physical or sexual abuse during labour or gynaecological examinations. For example, 12 percent of the surveyed women reported being physically restrained during labour, such as being tied to the bed or subjected to aggressive physical contact under the pretext of facilitating delivery. Just over 10 percent experienced different forms of sexual abuse, ranging from inappropriate touching to more severe forms of assault (disrespectful manipulation of the genitals).

The survey also revealed a massive lack of awareness of OV among women in the region – almost 54 percent of surveyed women said women were unfamiliar with the term “obstetric violence”. And of those that knew they were victims of OV, very few reported such incidents – only two percent of those mistreated officially reported their experience, often due to a lack of trust in accountability mechanisms or fear of retaliation.

Previous research into the extent of OV in the region is limited and experts say it is difficult to gauge whether the situation in the region has changed in recent years.

But campaigners say the report underlines that it remains a serious problem.

“Obstetric violence has always existed, but for a long time it remained invisible, normalised, and embedded within what was perceived as ‘standard medical practice’. The major shift over the past decade is not necessarily in the prevalence of the phenomenon but rather in its increased visibility at the public, legal, and institutional levels, including its inclusion on the global agenda of human rights and public health,” Alina Andronache, a gender public policy expert at the Partnership for Development Center (CPD) in Moldova, who helped author the UNFPA report, told IPS.

“The report outlines a mixed picture: recognition and visibility of the phenomenon are increasing, yet the prevalence of experiences of abuse, coercion, and lack of consent remains alarmingly high,” she added.

Rights activists say that the phenomenon is closely linked to the wider issue of prevalent attitudes to women in the region.

“The report clearly shows that obstetric violence is not merely an issue of inadequate medical practices but is deeply embedded in broader social and cultural structures—particularly gender discrimination, power imbalances between the patient and medical staff, rigid institutional hierarchies, and norms that socialise women to accept authority without questioning it, including in highly intimate and vulnerable contexts such as childbirth,” said Andronache.

She highlighted the report’s finding that 58.4 percent of respondents believe that a mother must accept any intervention for the benefit of the child, even if it may harm her, while 19.6 percent consider that doctors may take a decision without a woman’s consent to protect the child.

“These perceptions reflect a profound internalisation of the idea that women’s bodily autonomy can be suspended during childbirth in favour of a medical authority perceived as unquestionable. This internalisation has two major consequences: it legitimises abusive or coercive practices, which are no longer perceived as violations of rights but as ‘necessary’ or ‘medically justified’ interventions, and it  directly contributes to underreporting and to the difficulty of recognising obstetric violence as such. If women are socialised to believe that they do not have the right to refuse, to ask questions, or to negotiate interventions, then their experiences are not necessarily identified as abuse but rather as a ‘normal’ part of childbirth,” she explained.

The report includes a call to action that outlines critical steps to address systemic problems with OV in the EECA states. These include legislation to protect women against OV; human rights-centred training for all healthcare personnel to shift clinical attitudes and ensure dignity is maintained at the point of service, as well as implementing monitoring and other measures to ensure accountability; and strengthening education and wider awareness of OV.

The UNFPA says its call to action has been endorsed by all countries in the survey and other stakeholders and will become part of action plans on OV at the national level.

But it is unclear how easy it will be to effect meaningful change, especially in a region where some countries have very conservative social cultures and wider problems with women’s rights.

The report showed that among respondents from Central Asian countries, such as Kazakhstan, Kyrgyzstan and Uzbekistan, around two thirds of women were unaware of OV. The report says this is due, in part, to traditional norms surrounding women’s roles and childbirth, which may make women less open to discussions about obstetric abuse.

Khomasuridze admitted that there were “of course sensitivities in different countries” in the region but was confident that with the help of various stakeholders, including civil society organisations, women’s rights groups and patient groups, changes would be implemented.

Andronache said that in countries where strongly conservative political policies and societal attitudes are prevalent, it was crucial that “the message be adapted to the context”.

“In more conservative societies, the approach should not be perceived as confrontational or ideological but rather framed as an issue of safety, dignity, and quality of care for both mother and child. Emphasising health, respect, and communication may be more readily accepted than a discourse focused exclusively on rights,” she said.

She added that it was essential that women be made aware of OV during their engagement with healthcare professionals – prenatal courses should be accessible and include, alongside medical information, clear explanations about women’s rights, informed consent, and what respectful care entails. ‘Meanwhile, information must reach those who need it most, she said — particularly in rural areas and in communities with more limited access to education.

“This requires simple messages, delivered in accessible languages and through channels that women already trust, including healthcare providers, community leaders, or other women sharing their experiences,” Andronache said.

“Awareness is built not only through the dissemination of information, but also through the creation of a space in which women feel able to ask questions, understand what is happening to them, and recognise when their rights are not being respected,” she added.

However, even in places where there is more awareness, serious problems with OV remain.

The study found that awareness of OV is higher in Eastern European countries, in part because advocacy initiatives regarding women’s rights during childbirth have contributed to increased visibility of the issue. Yet OV is widespread in some of these states.

In the survey the highest dissatisfaction rates with their childbirth experience were recorded among respondents from the Western Balkans (Albania, Serbia and Kosovo).

In 2022, a study by lawyers in Serbia found that women in the country are regularly subjected to various forms of violence at maternity clinics and hospitals, including not just verbal abuse and humiliation at the hands of staff, but violent physical examinations and invasive procedures without consent.

In January 2024, Marica Mihajlovic, a Roma woman, claimed that during labour her doctor jumped on her stomach, slapped her and racially abused her. Her baby died soon after birth.

A 2023 report on OV in Moldova included testimony from scores of OV victims, some of whom were left with serious physical and mental health issues afterwards.

As well as having to deal with the physical and mental damage of their experiences, victims of OV in the region also often face significant barriers to any redress for their suffering.

“Women who are aware of obstetric violence and would like to take action encounter, in reality, a form of distance—not only physical, but also emotional and institutional. In theory, reporting mechanisms should be ‘within reach’: easy to understand, accessible, and safe. In practice, in many countries this distance is far too great,” explained Andronache.

She said many women who want to report OV struggle with difficult and bureaucratic systems for doing so. Many are also put off by feelings that reporting what happened to them will not change anything or, worse, “that they would be placed in a position of having to prove their suffering, of being questioned, or even invalidated”.

“In the absence of clear and credible accountability mechanisms, reporting is not perceived as a solution, but as a long, uncertain, and emotionally draining process,” Andronache said.

Some also find that after a difficult or traumatic experience, they simply do not have the emotional resources to engage in a formal process. “They seek calm, recovery, and the ability to care for their child. The question ‘is it worth going through this?’ becomes very real,” said Andronache.

While the report identifies the scale of the OV crisis in the region and changes needed to reverse, or at least lessen it, fundamental improvement is not expected to come overnight, regardless of how enthusiastically governments embrace the UNFPA’s recommendations.

“Some changes can be implemented relatively quickly—for example, establishing clear and accessible reporting mechanisms, informing women, introducing more transparent procedures, or providing basic training for medical staff. These depend largely on political will and organisational capacity and can be achieved within a relatively short timeframe.

“However, the more difficult aspect is the transformation of mindsets—both within the medical system and in society at large. A deeper transformation to a system in which women feel safe to speak out and which responds with accountability and respect is a long-term process that may take a decade or more. At its core, this is a cultural shift, not merely a regulatory one,” said Andronache.

Khomasuridze agreed.

“We and our partners have a long way to go. Progress depends on action at the national level and we are very well positioned in [EECA] countries to accelerate progress, working with government, professional societies, civil societies, women’s groups, and patients’ groups to make sure that this transformative agenda is implemented,” she said.

IPS UN Bureau Report

 


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CSW70: Women’s Equality under Siege

Africa - INTER PRESS SERVICE - Mon, 30/03/2026 - 10:54

Credit: Ryan Brown/UN Women

By Inés M. Pousadela and Samuel King
MONTEVIDEO, Uruguay / BRUSSELS, Belgium, Mar 30 2026 (IPS)

On 19 March, the Commission on the Status of Women (CSW) did something unprecedented in its eight-decade history: it held a vote. The Trump administration, having spent two weeks attempting to defer, amend and ultimately block the session’s main outcome document, known as the agreed conclusions, cast the only vote against its adoption. That dissenting vote said a lot, as it came from the world’s most powerful government, backed by financial leverage, bilateral reach and a network of anti-rights states and organisations that are making inroads at many levels.

Established in 1946, the CSW brings together 45 states each year to negotiate commitments that, while not legally binding, shape domestic legislation, set international norms and signal the direction of political will. Civil society plays an important role in it: the NGO Committee on the Status of Women coordinates thousands of organisations, from large international bodies to grassroots groups, with the aim of ensuring those most affected by policy have a seat at the table. For several decades, this has been the closest thing the world has to a dedicated annual intergovernmental negotiation on women’s rights.

The assault on gender equality

The Trump administration arrived at CSW70 having withdrawn from UN Women in January and from its Executive Board in February, citing opposition to what it calls ‘gender ideology’. It submitted eight amendments targeting language on reproductive health. When these didn’t succeed, it attempted to defer or withdraw the conclusions entirely. When that too failed, it voted against adoption and tabled a separate resolution seeking to impose a restrictive definition of gender, effectively attempting to rewrite 30 years of carefully negotiated commitments. Its resolution was blocked.

At the Munich Security Conference in February, US Secretary of State Marco Rubio defined western civilisation as bound together by Christian faith, shared ancestry and cultural heritage, an ideological approach that treats women’s equality, reproductive rights and LGBTQI+ rights not as human rights but ideological impositions to be rejected. The Trump administration’s financial muscle is now the delivery mechanism for this worldview.

Defunding as a weapon

The immediate material crisis at CSW70 was the collapse of funding. The elimination of 90 per cent of USAID contracts wiped out US$60 billion in foreign aid. The USA is instead negotiating bilateral deals with 71 countries under its ‘America First’ global health strategy, extending its global gag rule not just to civil society organisations but to recipient governments. This means any institution that receives US health funding must certify that neither it nor any organisation it works with promotes or provides abortion.

Funding will now flow through faith-based groups, with ultra-conservative Christian organisations such as the Alliance Defending Freedom and Family Watch International set to benefit, having spent years building networks across Africa, Asia and Latin America. They use the language of family values, parental rights and national sovereignty to consolidate conservative influence over laws affecting women, LGBTQI+ people and young people. In many countries, they already have direct access to governments while progressive organisations are routinely excluded.

With threats intensifying, the UN is signalling retreat. A proposal under the UN80 cost-cutting initiative to merge UN Women with the UN Population Fund (UNFPA) has alarmed civil society worldwide. The stated rationale is efficiency, but there’s little overlap between the two agencies and their combined budgets make up a small part of the UN’s overall spending, suggesting savings would be modest. It’s hard to escape the conclusion that the targeting of these organisations reflects the increasing contestation of their rights-based mandates rather than any logic of organisational efficiency.

Over 500 civil society organisations signed an open letter to UN Secretary-General António Guterres warning that, when sexual and reproductive health rights are absorbed into broader mandates, they risk ‘being deprioritised, underfunded, or rendered politically invisible’. Some states have urged caution but so far none has committed to blocking the merger.

Civil society holds the line

In difficult times, over 4,600 civil society delegates attended CSW70 and made their presence count. They took the floor to name structural barriers and demand accountability: youth representatives challenged the normalisation of online violence, Pacific Island delegates described how geography compounds the denial of justice for survivors, and activists from Haiti documented the labour exploitation of migrant domestic workers. They all emphasised that when women’s rights organisations are restricted or defunded, survivors lose their primary pathway to justice.

The NGO CSW Forum hosted over 750 events alongside the official session. But not everyone could participate. US visa restrictions meant several women’s rights activists, particularly from the global south, couldn’t enter the country. This is a worsening problem that limits civil society’s ability to engage.

CIVICUS’s newly released 2026 State of Civil Society Report documents exactly what civil society has been up against: institutions built to protect women’s rights under sustained, coordinated attack, their funding cut, their mandates targeted and the human rights values they are built on reopened for revision. CSW70’s agreed conclusions offer hope, committing states to action on AI governance, discriminatory laws, digital justice, labour rights, legal aid and the formal recognition of care workers. But as the contest over them made plain, political will is running low and the anti-rights community is emboldened. Civil society left CSW70 without losing ground – and this seems to be the measure of success in the regressive times we live in.

Inés M. Pousadela is CIVICUS Head of Research and Analysis, co-director and writer for CIVICUS Lens and co-author of the State of Civil Society Report. She is also a Professor of Comparative Politics at Universidad ORT Uruguay.

Samuel King is a researcher with the Horizon Europe-funded research project ENSURED: Shaping Cooperation for a World in Transition at CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation.

For interviews or more information, please contact research@civicus.org

 


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