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Afrique

Zur globalen Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane

Bonn, 1. Juni 2026. Das Inkrafttreten des UN-Hochseeschutzabkommens im Januar stärkt die multilaterale Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane. Gleichzeitig gefährden geopolitische Entwicklungen die Ziele der UN-Ozeandekade.

Am UN-Welttag der Ozeane steht der Ozean im Zentrum eines Paradoxons. Das Inkrafttreten des Hochseeabkommens (oder BBNJ-Abkommen) am 17. Januar markierte nach zwei Jahrzehnten der Verhandlungen einen seltenen Erfolg multilateraler Zusammenarbeit: Es verleiht dem Schutz der biologischen Vielfalt und dem gerechten Vorteilsausgleich jenseits nationaler Hoheitsgewalt neues politisches Gewicht. Zugleich dominieren weiterhin archaische Narrative zur Rohstoffgewinnung, militärischen Sicherheit und territorialen Kontrolle die Betrachtung der Ozeane.

Auf den ersten Blick haben Kalaallit Nunaat/Grönland und die Straße von Hormus wenig gemeinsam. Das eine wird als arktische „Grenze“ mit schmelzendem Eis, mineralischen Ressourcen, indigener Souveränität und Großmachtrivalität imaginiert. Das andere gilt als maritimes „Nadelöhr“ – als schmaler Korridor, in dem Energievorräte, Ernährungssicherheit, Schifffahrt und militärische Bedrohungen aufeinandertreffen. Beide Betrachtungen reduzieren diese Räume auf die Kontrolle kritischer Ressourcen und strategische Zugänge.

Dies als geopolitisches Phänomen zu betrachten, greift zu kurz: Der Meeresraum wird als Infrastruktur und politisches Druckmittel neu geordnet. In Kalaallit Nunaat überlagert der Diskurs über die ökonomischen Chancen der Arktis die Auseinandersetzung mit den Selbstbestimmungsrechten der indigenen Bevölkerung und globalen Umweltbelangen. In Hormus verschärft die Blockade der Meerenge die prekären Arbeitsbedingungen von Seeleuten und hat globale Folgen, die Haushalte in der Golfregion und weit darüber hinaus treffen. Während die multilaterale Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane an Fahrt gewinnt, kehrt die Meerespolitik zu vertrauten Mustern zurück: Militarisierung, Kontrolle von Seewegen und Ressourcengier werden gerechtfertigt mit Sorgen über strategische Bedrohungen.

Globale Meerespolitik zwischen Korridorlogik und planetarischem Denken

In der Meerespolitik galt die Hohe See lange als offener Raum, geprägt vom Spannungsverhältnis zwischen freier Bewegung und Begrenzung. Doch diese Freiheit war nie universell. Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit hat es nie gegeben. Über Jahrtausende prägten ausgehandelte Zugangsrechte und Besteuerung maritime Ordnungen, aus denen eine „Korridorlogik“ entstand, in der Mobilität auf asymmetrischen Beziehungen beruht. In der Arktis befördert das schmelzende Eis einen „Ressourcenoptimismus“ und geostrategische Überlegungen, die die Einbettung der Region in globale gesellschaftliche und ökologische Transformationen und deren Auswirkungen auf die rund vier Millionen dort lebenden Menschen kaum berücksichtigen.

Das UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS), das den rechtlichen Rahmen für alle maritimen und meeresbezogenen Aktivitäten bildet, galt als für die 1990er Jahre ungewöhnlich weitreichende Form planetarischen Denkens. Allerdings verfestigte es auch Trennungen, die zunehmend infrage gestellt werden: zwischen Oberfläche und Tiefe, Wassersäule und Meeresboden, Schifffahrtswegen und Fischgründen, Unterseekabelrouten und Militärzonen. Die verfassungspolitische Debatte in Chile um das „Maritorio“ versteht das Meer hingegen als lebendiges Territorium. Indigene, die die Arktis als ihre Heimat bezeichnen und die erneute Aufmerksamkeit für afro-asiatische maritime Verflechtungen erinnern daran, dass Meerespolitik nie allein in den Händen konventioneller Sicherheits- und Verteidigungsakteure lag. Über wissenschaftspolitische Plattformen wie die UN-Ozeandekade hinaus wird die neue regionale Meerespolitik so zunehmend von Fragen zu Erbe, Erinnerung und den asymmetrischen Abhängigkeiten geprägt, die scheinbar getrennte maritime Räume miteinander verbinden. Dadurch werden auch die Gründe hinterfragt, warum das Meer für Kapital, Energie, Rohstoffe, Daten und militärische Mobilität offen bleibt, Schifffahrtswege und Energiekorridore aber gesichert und Migrationsrouten kriminalisiert werden.

Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane muss daher auch die Kosten der Aufrechterhaltung bestehender Systeme in den Blick nehmen. Sie erfordert eine Auseinandersetzung mit dem marinen Transit- und Zugangsregime – nicht nur als Bewegung über das Meer, sondern auch im Hinblick auf Arbeit, ökologische Überlebensbedingungen und die Lebenswelten, die den Ozean zu mehr als einer bloßen Route machen.

Wohin steuert die globale Meerespolitik?

Die globale Meerespolitik erfordert eine kritischere Auseinandersetzung mit den Verbindungen von Land- und Meeresräumen und geopolitischem Denken in Korridoren und Grenzräumen, sowie die Stärkung planetarischer Perspektiven. Die Diskussion über den möglichen Standort des BBNJ-Sekretariats in China zeigt, dass das BBNJ zudem eine hervorragende Gelegenheit bietet, um die globale Zusammenarbeit zu erneuern. Neben höheren Investitionen in kritisches Meereswissen, wie es die UN-Ozeandekade vorsieht, braucht es eine mutige politische Führung, die anerkennt, dass Meeresräume und maritime Dynamiken für Energiesicherheit, Ernährungssysteme, Klimaschutz und Lebensgrundlagen entscheidend sind. Der damit verbundene Reflexionsprozess ist eine Möglichkeit, die globale Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane neu zu denken und politische Strukturen zur Bewältigung kollektiver Herausforderungen neu zu gestalten, in denen die Wechselbeziehungen zwischen Menschen, Meereslebewesen, Infrastrukturen, Märkten und unseren Lebensräumen anerkannt werden.

Science-policy interfaces and sustainable development: institutionally bridging the knowledge–action gap

This chapter describes science-policy interfaces (SPIs) as an opportunity to support sustainable development by bridging the knowledge-action gap and fostering evidence-based policies. The biggest challenges of sustainable development presented and discussed in previous chapters, including climate change, biodiversity loss, environmental injustice, and pandemics, are growing increasingly complex and uncertain. It has long been argued that for public interventions, such as policies, to more effectively address such problems and enhance sustainable development, structured evidence-based advice is needed.
Based on examples and theoretical knowledge from the literature, the chapter demonstrates how SPIs have the potential to fill knowledge gaps and foster concerted action on complex sustainability problems, specifically related to the environmental dimensions of sustainable development. Examples of prominent SPIs at the global scale are the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) and the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), which we explore in depth later in the chapter.
The chapter also presents the scholarly discourse on the effectiveness of SPIs in brief, emphasising the importance of being aware of the benefits and limitations of SPIs and different models of formalised knowledge co-production. While many scholars advocate for a co-production model over a linear model, the literature agrees that there is no ‘one-size-fits-all’ solution for facilitating interactions and coordination between knowledge holders, policymakers, and other stakeholders to effectively enhance sustainable development and synergies between interventions. When talking about sustainable development, social-political contexts need to be considered because sustainability issues are inherently interlinked and political, as reiterated in previous chapters. This chapter emphasises that effective science-policy engagement requires a two-way, iterative knowledge exchange. This approach is essential for operationalising a co-production model that incorporates diverse perspectives and knowledge systems—an indispensable factor in addressing the complex, interlinked challenges of sustainable development. Building on the previous chapter’s exploration of the growing significance of science-policy interactions in sustainable development, we want to offer a behind-the-scenes perspective on the dynamics of major intergovernmental organisations shaping the science-policy interface.

Missions - AFET Mission to South Africa - 25-27 May 2026 - 25-05-2026 - Committee on Foreign Affairs

From 25 to 27 May, a delegation of the Committee on Foreign Affairs (AFET) of six MEPs led by the Committee Chair David McAllister (EPP, Germany) visited Cape Town, Pretoria, and Johannesburg, South Africa.
The delegation met South African political leaders and partners to discuss deepening EU-South Africa cooperation. Key topics included international relations in a changing geopolitical landscape, security, political ties, and the Global Gateway, the EU's strategy for global infrastructure investment.
Press release
Source : © European Union, 2026 - EP
Catégories: Afrique, European Union

Deal or no Deal - Trump und die Grenzen der Macht

SWP - lun, 01/06/2026 - 09:29
Moderation: Michaela Kolster

Press release - Highlights of this week's international trade committee

Parlement européen (Nouvelles) - dim, 31/05/2026 - 23:43
Extraordinary meeting of the International Trade Committee and joint meeting with the Internal Market Committee and the Industry Committee. Both on Tuesday 2 June
Committee on International Trade

Source : © European Union, 2026 - EP
Catégories: Afrique, Union européenne

Michel Onfray : « Proudhon pense comme moi ! »

Le Monde Diplomatique - dim, 31/05/2026 - 19:24
Les grands personnages de l'histoire politique ou littéraire offrent parfois l'occasion à leurs biographes de prendre la pose. D'inspecter leur modèle, d'asséner leurs leçons. De sélectionner les références et les faits qui favorisent leurs extrapolations. Michel Onfray vient ainsi de jeter son (…) / , , , , ,

Rêveuses boxeuses

Le Monde Diplomatique - dim, 31/05/2026 - 17:44
Un gauche-droite en accéléré, une petite foulée, des esquives, une rotation du bassin, un premier round et un dernier, jusqu'au poing levé de la victoire… Les gestes de la boxe s'enchaînent dans Combats de filles, le premier roman à la prose incisive de Rita Bullwinkel, née en 1988 et éditrice (…) / , , ,

Un si charmant frisson

Le Monde Diplomatique - dim, 31/05/2026 - 15:14
Il est des hommages moins chaleureux : dans son essai Épouvante et surnaturel en littérature, publié en 1927, l'Américain Howard Phillips Lovecraft, une référence en matière de littérature horrifique, saluait son confrère britannique Montague Rhodes James (1862-1936) comme l'un des quatre (…) / , ,

La face obscure du pari ukrainien

Le Monde Diplomatique - sam, 30/05/2026 - 19:14
D'abord il fallait défendre l'Ukraine agressée par la Russie. L'armer, la financer par centaines de milliards d'euros. L'appuyer en lui ouvrant les portes de l'Union européenne. Accélérer son accession afin d'éviter que la Russie ne tente à nouveau de l'attaquer. Nul n'ignorait que (…) / , , , ,

M. Vučić joue la carte Netanyahou

Le Monde Diplomatique - sam, 30/05/2026 - 15:54
Pour complaire à M. Trump, le président serbe Aleksandar Vučić a pu compter sur la proximité de certains de ses conseillers avec M. Benyamin Netanyahou. En dépit des crimes commis à Gaza, les exportations d'armes serbes vers Israël sont passées de 3 millions à 114 millions d'euros en deux ans. / (…) / , , , ,

Quelle est la prédiction de l'économiste allemand qui a correctement prédit le vainqueur de la Coupe du monde lors des trois dernières éditions ?

BBC Afrique - sam, 30/05/2026 - 15:07
Joachim Klement, l'économiste allemand qui a prédit avec justesse les vainqueurs des trois dernières Coupes du monde, a publié ses pronostics pour la Coupe du monde de cette année.
Catégories: Afrique

Streit um die 10-Millionen-Initiative: Führt sie zwingend zur Kündigung der Personenfreizügigkeit?

NZZ.ch - sam, 30/05/2026 - 05:30
Bei einer Wirtschaftskrise vermutlich nicht. Sonst dürfte es knapp werden, wie Zahlen des Bundes zeigen.
Catégories: Afrique, Swiss News

Remise du Prix des Étudiants d'Études slaves à Milan Radin

Courrier des Balkans - ven, 29/05/2026 - 23:59

Vendredi 29 mai 2026 à 18 heures à l'amphithéâtre 117 du campus Malesherbes (108, boulevard Malesherbes 75017 Paris).

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À l'école française des espions

Le Monde Diplomatique - ven, 29/05/2026 - 17:24
Agent secret, un métier comme un autre ? Dans l'enseignement supérieur, de coûteuses formations permettent désormais de se familiariser avec le monde du renseignement. Associant chercheurs et praticiens, elles procèdent d'un étrange mélange des genres. L'université et les « services » convolent (…) / , , , ,

Les métamorphoses du delta du Gange

Le Monde Diplomatique - ven, 29/05/2026 - 16:34
À la frontière entre l'Inde et le Bangladesh, deux géants se jettent dans l'océan : le Gange et le Brahmapoutre. Alors que leurs bras se divisent, ces fleuves forment le plus grand delta du monde, qui s'étend sur plusieurs milliers de kilomètres carrés. Longtemps en conflit, grands félins et (…) / , , , , , ,

Zambian bureaucratic practices in Chinese-financed digital projects

Drawing on interviews with Zambian officials, bureaucrats, and both Chinese and Zambian professionals in the digital sector, this policy brief examines how Zambian actors have engaged with Chinese-financed digital projects across two administrations: the Patriotic Front (PF) government under Edgar Lungu (2015–2021) and the United Party for National Development (UPND) government under Hakainde Hichilema (2021–present). It argues that the transition from the PF to the UPND widened bureaucratic room for manoeuvre in managing Chinese digital projects, yet these gains remained limited and sometimes fragile, as they were partly offset by personnel reshuffling and relatively weak institutional continuity.

The oil shock and the new political economy of development cooperation

The 2026 US–Israel–Iran war and the closure of the Strait of Hormuz have triggered one of the largest oil supply disruptions in modern history. Brent crude prices rose sharply, producing a major external shock for oil-importing developing economies at a moment when the international development system was already under severe strain. Petrochemical products shipped through the strait are also vital for agriculture, medicine and industry. The largest contraction on record of official development assistance (ODA) had already been recorded in 2025, while geopolitical tensions and rising defence expenditures are reshaping ODA spending priorities and development policy directions.
This brief examines how the oil shock will impact development cooperation. The significance of the oil shock lies not only in the price increase itself but also in its timing, and it arrives amid an ongoing reconfiguration of development cooperation. The analysis is organised around two postulates that underpin the post–Cold War development architecture. The first is the existence of states in the Global South with sufficient authority and developmental aspirations and capacity to pursue broad-based development goals. The second is the existence of donor countries willing and able to support those states’ aspirations.
The oil shock weakens both postulates through different mechanisms. For many oil-importing developing countries, rising fuel, food and transport costs intensify fiscal stress, debt vulnerabilities and pressures on state capacity. Fragile states without strategic importance are especially exposed. At the same time, donor countries face mounting pressures
from fiscal tightening, defence spending, domestic cost-of-living politics and growing scepticism towards multilateralism. These dynamics risk reinforcing one another in the sense that weakening state capacity can intensify instability, while rising instability may further reduce political support for development co-operation in donor countries.
The brief argues that alternative financing sources such as Gulf finance, South–South cooperation and climate finance are unlikely to compensate for the scale of OECD donors’ retrenchment. The likely result is a more fragmented, transactional and geographically selective development cooperation system, in which the countries most in need are increasingly among the least likely to receive sustained support unless they hold geopolitical importance.
Three policy implications follow from the war. First, the multilateral development financing architecture requires urgent bolstering. Instruments such as the World Bank’s International Development Association and the IMF’s Poverty Reduction and Growth Trust face growing pressure precisely as low-income countries (LICs) confront simultaneous food, fuel, debt and financing shocks. Second, the increasing concentration of concessional finance to strategically prioritised states should not be treated as inevitable. Fragile states risk declining concessional finance and multilateral reach despite acute humanitarian need. Third, European donors must decide whether development cooperation remains anchored in poverty reduction or becomes subordinated to defence, migration and geopolitical priorities.

Professor Andy Sumner is a professor of International Development at King’s College London and President of the European Association of Development Research and Training Institutes.

Warum die EU die Abstimmung zur 10-Millionen-Schweiz genau beobachtet und doch abwarten will

NZZ.ch - ven, 29/05/2026 - 05:30
Wenn die Schweizer die SVP-Initiative annehmen, gefährdet das mittelfristig die Personenfreizügigkeit. Die EU betrachtet die Abstimmung mit Sorge, dürfte bei einem Ja aber strategisch reagieren.
Catégories: Afrique, Swiss News

Aufruhr beim «grössten Politanlass des Jahres»: Fredy Gantner weibelt gegen die EU-Verträge und wird von Aktivisten attackiert

NZZ.ch - jeu, 28/05/2026 - 17:32
1700 Zuschauer kommen an den «Kompass-Kongress» in Dübendorf, um sich auf eine autonome Schweiz einzuschwören.
Catégories: Afrique, Swiss News

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