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Märkte für Biodiversitätszertifikate: Wird Natur zur Handelsware?

Bonn, 18. Mai 2026. Die neuen Märkte gewinnen an Bedeutung. Doch Märkte können nicht schützen, was sie nicht vollständig erfassen.

Biodiversitätszertifikate sind Finanzinstrumente, die privates Kapital in messbare Erfolge bei Naturschutz und Renaturierung lenken sollen. Unternehmen können damit Nachhaltigkeitsversprechen untermauern und naturbezogene Risiken steuern. Die Zertifikate werden auf Grundlage messbarer Verbesserungen der Biodiversität ausgegeben und auf Märkten gehandelt; die Einnahmen fließen an die Projektträger. Die Bedeutung der Zertifikate für die Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens wird auf der 17. UN-Biodiversitätskonferenz ein wichtiges Thema sein. Die Idee ist verlockend: eine Maßeinheit für Biodiversität und ihren Wert definieren, und einen Markt schaffen, der Mittel für den Naturschutz mobilisiert. Doch Märkte können nicht schützen, was sie nicht vollständig messen, bewerten oder erfassen können.

Damit Biodiversität handelbar ist, muss sie auf einen zusammengesetzten Wert – eine „Biodiversitätseinheit“ – reduziert werden – doch diese Berechnung ist umstritten. Über 570 verschiedene Kennzahlen spiegeln konkurrierende Vorstellungen darüber wider, welche Aspekte der Natur besonders wichtig sind. Eine Biodiversitätseinheit kombiniert Indikatoren wie Artenreichtum, Einzigartigkeit des Lebensraums, Standortfläche, Ökosystemstruktur, Zustand und Lage. Diese Vereinfachung ist nicht wertneutral: Gewinne bei einem Indikator können Verluste bei einem anderen ausgleichen. So kann die Zunahme weniger, relativ verbreiteter Arten den Rückgang seltenerer und empfindlicherer Arten verdecken und dadurch ökologische Zielkonflikte verschleiern.

Befürworter*innen argumentieren, diese Vielzahl an Bewertungsmethoden sei eine mit den frühen Kohlenstoffmärkten vergleichbare Entwicklungsphase. Doch Kohlenstoff basiert auf einer universellen Kennzahl – einer Tonne CO2-Äquivalent. Bei der Biodiversität spiegelt eine solche Kennzahl nicht den sozioökologischen Wert der Natur wider, denn dieser kann sich je nach Kontext und Ort stark unterscheiden.

Die Vielzahl der Methoden zeigt, dass es keine neutrale Einheit gibt, sondern nur konkurrierende Entscheidungen, was gezählt und was ausgeblendet wird. Das in England angewandte Prinzip „Biodiversity Net Gain“ veranschaulicht dieses Dilemma: Für eine Baugenehmigung müssen Bauträger einen Nettozuwachs der Biodiversität von 10 % über 30 Jahre nachweisen; dafür können Lebensräume an einem Ort geschaffen werden, während irreversible Verluste von Ökosystemen anderswo in Kauf genommen und verschleiert werden.

Märkte erfordern handelbare, ortsungebundene Einheiten, doch biologische Vielfalt hängt vom Standort ab. Ökologische Funktionen wirken in größeren, miteinander verbundenen Systemen, die sich nicht auf abgegrenzte Landflächen reduzieren lassen. Der Amazonas erzeugt fliegende Flüsse aus Wasserdampf, die Niederschläge in entlegene Regionen Südamerikas bringen – Zusammenhänge, die Bewertungsmethoden nicht erfassen.

Indigene Völker und lokale Gemeinschaften verfügen über ortsspezifisches Wissen, das standardisierte Messgrößen nicht vollständig abbilden können: Wechselbeziehungen zwischen Arten, saisonale Dynamiken und die kulturelle Bedeutung bestimmter Lebensräume. Selbst dort, wo die Beteiligung von Interessengruppen an der Messung vorgesehen ist, dominiert die Logik der Zertifikate. In Kolumbien besteht selbst bei gemeinschaftsorientierten Programmen die Gefahr, problematische Dynamiken der Kohlenstoffmärkte zu reproduzieren – etwa durch ungerechte Verträge oder wenn Mittel die betroffenen Gemeinschaften gar nicht erreichen. Und: Indigene Gemeinschaften sind zwar in Governance-Strukturen vertreten, haben aber kaum Einfluss darauf, wie der ‚Wert‘ der Biodiversität definiert wird. Wie ein indigener Vertreter bemerkte, stand das Ziel einer Skalierung dieser Märkte von Anfang an fest, wodurch Beteiligung weitgehend symbolisch bleibt. Gemeinschaften werden zwar befragt, haben aber kein Mitspracherecht darüber, was gemessen oder wertgeschätzt wird – dies macht diese Märkte sozial ungerecht.

Obwohl Biodiversitätszertifikate als naturpositiv gelten, verschwimmt in der Praxis die Grenze zwischen Zertifikaten und Ausgleichsmechanismen. Drei der 15 bestehenden Zertifikatssysteme, darunter die des Vereinigten Königreichs und Indiens, erlauben ausdrücklich, dass Zertifikate auch als Ausgleichsleistung genutzt werden. In Kolumbien zeigen sich die Folgen: sogenannte ‚Habitat Banks‘ werden dort an ökologisch umstrittene extraktive Industrien vermarktet und sind damit faktisch zu einer Erweiterung der seit 2012 bestehenden Pflichtkompensationen geworden, anstatt Biodiversität nachhaltig zu schützen.

Globale Marktdaten zeigen weiterhin eine geringe Nachfrage nach biodiversitätsfördernden Zertifikaten: Von rund 11,6 Millionen ausgegebenen oder geplanten Zertifikaten wurden 124.183 verkauft und 1.285 aus dem Handel genommen. Wie der Kohlenstoffmarkt gezeigt hat, können der fehlende Zusatznutzen, Leakage-Effekte und MenschenrechtsverletzungenHandelssysteme fundamental untergraben; die größere Komplexität der Biodiversität macht diese Probleme noch schwerer zu beherrschen.

Der Verlust biologischer Vielfalt ist kein durch Bepreisung lösbares Marktversagen, sondern Folge des Wachstumszwangs unseres Wirtschaftssystems, welches die ökologischen Grenzen der Erde überschreitet. Antworten darauf liegen in Ansätzen der Postwachstumsökonomie, Maßnahmen wie Schuldenerlassen und Subventionsabbau, sowie rechtsbasierten Ansätzen wie der Anerkennung der Natur als Rechtssubjekt sowie indigener und traditioneller Territorien.

Gen Z dans les Balkans occidentaux : désillusion politique et espoir social

Courrier des Balkans / Albanie - Mon, 18/05/2026 - 08:44

Elle est critique envers le fonctionnement de la société, mais fondamentalement optimiste pour l'avenir, elle ne veut plus s'exiler à l'étranger, mais reste sceptique à l'égard des discours politiques... Une étude décrypte la Génération Z dans les Balkans occidentaux. Entretien.

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Courrier des Balkans / Serbie - Mon, 18/05/2026 - 08:44

Elle est critique envers le fonctionnement de la société, mais fondamentalement optimiste pour l'avenir, elle ne veut plus s'exiler à l'étranger, mais reste sceptique à l'égard des discours politiques... Une étude décrypte la Génération Z dans les Balkans occidentaux. Entretien.

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Gen Z dans les Balkans occidentaux : désillusion politique et espoir social

Courrier des Balkans / Macédoine - Mon, 18/05/2026 - 08:44

Elle est critique envers le fonctionnement de la société, mais fondamentalement optimiste pour l'avenir, elle ne veut plus s'exiler à l'étranger, mais reste sceptique à l'égard des discours politiques... Une étude décrypte la Génération Z dans les Balkans occidentaux. Entretien.

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Gen Z dans les Balkans occidentaux : désillusion politique et espoir social

Courrier des Balkans / Monténégro - Mon, 18/05/2026 - 08:44

Elle est critique envers le fonctionnement de la société, mais fondamentalement optimiste pour l'avenir, elle ne veut plus s'exiler à l'étranger, mais reste sceptique à l'égard des discours politiques... Une étude décrypte la Génération Z dans les Balkans occidentaux. Entretien.

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Médias en Serbie : l'ombre d'Orbán plane sur la vente de N1 et Nova

Courrier des Balkans / Serbie - Mon, 18/05/2026 - 08:40

Un projet de contrat révélé par l'OCCRP montre que United Group prépare la vente de plusieurs médias majeurs à un fonds lié à des intérêts proches de Viktor Orbán. Cette opération intervient après plusieurs mois de tensions internes et de remaniements controversés dans les rédactions.

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Serbie : décès du caricaturiste Corax, figure de la presse critique

Courrier des Balkans / Serbie - Sat, 16/05/2026 - 18:09

Le caricaturiste serbe Predrag Koraksić, dit Corax, figure historique de la satire politique dans l'ex-Yougoslavie et critique infatigable du nationalisme et de l'autoritarisme, est décédé samedi à l'âge de 93 ans.

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Le festival Exit quitte la Serbie pour le Monténégro et provoque la polémique

Courrier des Balkans / Serbie - Sat, 16/05/2026 - 07:15

Après 25 éditions dans la forteresse de Petrovaradin, qui surplombe le Danube à Novi Sad, le festival Exit déménage pour de bon sur la grande plage d'Ulcinj, avec des millions d'euros d'aide publique, ce qui provoque la colère de tous les « petits » festivals du Monténégro.

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Serbie : le chef de la police de Belgrade arrêté dans une affaire de meurtre mafieux

Courrier des Balkans / Serbie - Sat, 16/05/2026 - 07:09

Le puissant chef de la police de Belgrade, Veselin Milić, a été arrêté. Il aurait assisté à une fusillade mortelle dans un restaurant de la capitale avant qu'un groupe de policiers ne tente d'effacer les traces du crime.

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Réfugiés Balkans | Les dernières infos • Croatie : la police cherche le trafiquant impliqué dans la mort de quatre migrants

Courrier des Balkans / Albanie - Fri, 15/05/2026 - 15:00

La route des Balkans reste toujours l'une des principales voies d'accès l'Union européenne, pour les exilés du Proche et du Moyen Orient, d'Afrique ou d'Asie. Alors que les frontières Schengen se ferment, Frontex se déploie dans les Balkans, qui sont toujours un « sas d'accès » à la « forteresse Europe ». Notre fil d'infos en continu.

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Réfugiés Balkans | Les dernières infos • Croatie : la police cherche le trafiquant impliqué dans la mort de quatre migrants

Courrier des Balkans / Macédoine - Fri, 15/05/2026 - 15:00

La route des Balkans reste toujours l'une des principales voies d'accès l'Union européenne, pour les exilés du Proche et du Moyen Orient, d'Afrique ou d'Asie. Alors que les frontières Schengen se ferment, Frontex se déploie dans les Balkans, qui sont toujours un « sas d'accès » à la « forteresse Europe ». Notre fil d'infos en continu.

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Presidency reinforces exchange of information on the hantavirus outbreak

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
The Cyprus Presidency activates the Council’s Integrated Political Crisis Response arrangements in information sharing mode to actively monitor the hantavirus outbreak.

Media advisory - Foreign Affairs Council (Development) of 18 May 2026

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Main agenda items, approximate timing, public sessions and press opportunities.

Statement by the High Representative on behalf of the EU on the alignment of certain countries concerning restrictive measures in view of the situation in Myanmar/Burma

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Statement by the High Representative on behalf of the European Union on the alignment of certain third countries with Council Decision (CFSP) 2026/927 of 27 April 2026 amending Decision 2013/184/CFSP concerning restrictive measures in view of the situation in Myanmar/Burma.

Statement by the High Representative on behalf of the EU on the alignment of certain countries concerning restrictive measures in view of Russia’s actions destabilising the situation in Ukraine

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Statement by the High Representative on behalf of the European Union on the alignment of certain third countries with Council Decision (CFSP) 2026/508 of 23 April 2026 amending Decision 2014/512/CFSP concerning restrictive measures in view of Russia’s actions destabilising the situation in Ukraine.

Statement by the High Representative on behalf of the EU on the alignment of certain third countries concerning restrictive measures in view of the situation in Belarus and the involvement of Belarus in the Russian aggression against Ukraine

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Statement by the High Representative on behalf of the European Union on the alignment of certain third countries with Council Decision (CFSP) 2026/512 of 23 April 2026 amending Decision 2012/642/CFSP concerning restrictive measures in view of the situation in Belarus and the involvement of Belarus in the Russian aggression against Ukraine.

Statement by the High Representative on behalf of the EU on the alignment of certain countries concerning restrictive measures in respect of actions undermining or threatening the territorial integrity, sovereignty and independence of Ukraine

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Statement by the High Representative on behalf of the European Union on the alignment of certain third countries with Council Decision (CFSP) 2026/504 of 23 April 2026 amending Decision 2014/145/CFSP concerning restrictive measures in respect of actions undermining or threatening the territorial integrity, sovereignty and independence of Ukraine.

Statement by the High Representative on behalf of the EU on the alignment of certain countries concerning restrictive measures in view of the situation in Belarus and the involvement of Belarus in the Russian aggression against Ukraine

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
Statement by the High Representative on behalf of the European Union on the alignment of certain third countries with Council Implementing Decision (CFSP) 2026/503 of 23 April 2026 implementing Decision 2012/642/CFSP concerning restrictive measures in view of the situation in Belarus and the involvement of Belarus in the Russian aggression against Ukraine.

Council and Parliament strike deal on new EU rules to protect vulnerable adults

Európai Tanács hírei - Thu, 14/05/2026 - 10:30
The Council and the European Parliament agreed new rules to guarantee the rights of adults in the EU who need protection or support in cross-border situations.

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