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Afrique

Biodiversity and the future creditworthiness of nations

Climate change, biodiversity loss, and deforestation present increasingly material financial risks. Yet, whilst macroeconomic studies on biodiversity often value natural capital and ecosystem services to human wellbeing, they do not quantify risks to financial assets. Sovereign debt is the means through which countries invest in themselves, yet continued environmental degradation undermines economic performance making this type of debt riskier and costlier, ultimately reducing the ability of nations to invest in nature or endure shocks. The primary indicator of national creditworthiness – sovereign credit ratings – currently omit biodiversity and other nature-related risks, meaning financial markets may be mispricing, mismanaging, and misallocating $71 trillion of financial assets, with direct implications for both the natural environment and public investment and global financial stability. We directly incorporate biodiversity and nature-related risks into assessments of sovereign creditworthiness. We extend S&P Global’s sovereign ratings methodology to assess creditworthiness of 23 nations under a range of scenarios relating to changes in tropical timber production, wild pollination services, and marine fisheries. Although seemingly a small sample of nations, these countries have a collective population of 5.5 billion people. We find that a partial ecosystem collapse scenario increases the annual debt payment faced by India and China by $49bn and $70bn, respectively. This is equivalent to 2.4% of the median Indian’s annual after-tax income. Across the sample, the additional annual interest burden could reach $162bn, nearly reaching the $200bn/yr target for conservation support under the Global Biodiversity Framework. Some countries, such as Angola, Bangladesh, Democratic Republic of Congo, and Madagascar, could face GDP losses of more than 15% by 2030.

Gerechte Wasserversorgung als Entwicklungsziel

Bonn, 16. März 2026. Ein besseres Wassermanagement für und mit Frauen verbessert Gesundheit, Bildung und Wirtschaft für alle. Die Chancen liegen auf der Hand.

Wer in München, Mailand oder Marrakesch einen Wasserhahn aufdreht, bekommt fließendes Wasser – sauber und sofort verfügbar für alle. Doch bei der Wasserversorgung geht es nicht nur um technische Fragen von Rohren und Rechnungen. Wasser ist auch politische und wirtschaftliche Macht – und diese Macht ist ungleich verteilt. Es geht darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht. 

Frauen sind von Wasserproblemen durch Dürren, Überschwemmungen oder fehlende Wasseraufbereitung besonders stark betroffen. Die Ursachen dafür sind die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern ebenso wie Infrastruktur, die nicht dem Bedarf der Frauen gerecht wird.  Vor diesem Hintergrund stellt der UN-Weltwassertag 2026 das Thema Wasser und Geschlecht in den Mittelpunkt, unter dem Motto „Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung“. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang nimmt zu: 76 % der nationalen Politiken rund um Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene umfassen Maßnahmen für Frauen und Mädchen. Doch es mangelt an der Umsetzung: Nicht einmal jedes zweite Land misst und meldet Fortschritte, und nur 27 % der Staaten leiten entsprechende Mittel direkt an Frauen und Mädchen weiter. Vielerorts hängt der Zugang zu Wasser für Sanitärversorgung, Hygiene und Landwirtschaft noch immer vom Geschlecht ab – dabei würde eine gerechte Verteilung wichtige Entwicklungschancen für alle erschließen. Dazu braucht es ein Bewusstsein für Machtstrukturen – und den Willen, sie zu verändern.

Gleichberechtigung kann nicht bestehen, solange es in sieben von zehn Haushalten ohne Wasseranschluss hauptsächlich Frauen und Mädchen sind, die Wasser holen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: versäumter Schulunterricht, körperliche Belastung und tägliche Belästigung oder sogar sexuelle Erpressung. Auch Entwicklung lässt sich nicht realisieren, wenn weltweit 156 Millionen Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren noch immer keinen Zugang zu grundlegender Hygiene haben, was ihre Gesundheit, Würde und Bildung beeinträchtigt.

Wassergerechtigkeit ermöglichen
Echter Fortschritt erfordert drei Dinge: die Anerkennung der Rolle und Bedürfnisse von Frauen in Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, Investitionen in geschlechtersensible Infrastruktur sowie wirksame Entscheidungsmacht für Frauen im Wassermanagement.

In weiten Teilen der Welt ist das Wassermanagement aus der Not heraus weiblicher geworden – mit spürbaren Folgen. Während Männer in die Städte abwandern, übernehmen Frauen zunehmend Bewässerungsaufgaben, halten dörfliche Wasserstellen instand und sichern auch in Dürre- und Hochwasserperioden den Gemeindezusammenhalt. Mit mehr Unterstützung könnten sie diese Situation als Chance nutzen, statt lediglich die Last dieser Entwicklungen zu tragen. So schafft der Zugang zu Bewässerungsanlagen und Agrarland für Frauen zusätzliche Einkommen, verbessert die Ernährungssicherheit und ermöglicht die Gründung weiblicher Genossenschaften. In Marokko und anderen Ländern fördern solche Agrargenossenschaften kollektives Handeln – von wirtschaftlicher Zusammenarbeit über Vernetzung, Wissensaustausch bis hin zu Bildungsangeboten und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Eine weitere Voraussetzung für Wassergerechtigkeit ist geschlechtersensible (Wasser-)Infrastruktur: Sanitäreinrichtungen in Schulen, ein sicherer häuslicher Wasserzugang und angemessene Arbeitsbedingungen an Baustellen und Betriebsstätten der Wasserinfrastruktur. Gendersensible Wasserinfrastruktur verbessert die Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Sicherheit. So erhöhen sichere Sanitäranlagen in Schulen die Anwesenheitsquote von Mädchen. Im westlichen Rajasthan ersparen Tankwagenlieferungen Frauen kilometerlange Wege zum Wasserholen. In Bangladesch und anderen Ländern haben häusliche Leitungsanschlüsse und wohnortnahe Brunnen dazu beigetragen, dass Frauen beim Wasserholen seltener belästigt werden. Und sichere Arbeitsbedingungen haben die Einbindung von Ingenieurinnen und Arbeiterinnen gefördert, wie Erfahrungen aus Dammbauprojekten in Marokko belegen.

Mehr weibliche Führungskräfte, bessere Wasserversorgung
Schließlich stellt sich die Frage, wer Entscheidungen trifft.  Frauen sind von der Wasserbewirtschaftung noch immer weitgehend ausgeschlossen und haben kaum Mitsprache bei der Kontrolle und Verwaltung dieser Ressource und der Infrastruktur, oder bei Entscheidungen über den Wasserzugang. 2023 verfügten 15 % aller Länder nicht über Mechanismen, die die Beteiligung von Frauen am Wassermanagement sicherstellen, und Frauen hatten nur 26 % der Führungspositionen in untersuchten Wasserorganisationen inne. Dabei verbessert die Partizipation von Frauen die Leistung von Wassersystemen in betrieblicher Hinsicht (Instandhaltung, Bewässerungseffizienz, Wasserreinheit) und wirkt sich positiv auf Gesundheit, Ernährung, Bildung, wirtschaftliche Chancen und Umweltbewusstsein aus. In Frauen, die an der Wasserversorgung beteiligt sind, zu investieren, ist daher keine soziale Gefälligkeit – es ist schlicht wirksame Entwicklungspolitik.

Gerechte Wasserversorgung ermöglicht Entwicklung für alle – denn es geht nicht nur um Rohre und Rechnungen, sondern darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht.

 

 

Dies ist eine Kolumne des Bonn Water Network, dem die Autorinnen angehören:

Dr. Annabelle Houdret ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung "Umwelt-Governance“ des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn.

Prof. Dr. Anindita Sarkar ist Professorin am Department of Geography des Miranda House, University of Delhi, und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Ökologie und Management natürlicher Ressourcen“ am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.
 

 

Gerechte Wasserversorgung als Entwicklungsziel

Bonn, 16. März 2026. Ein besseres Wassermanagement für und mit Frauen verbessert Gesundheit, Bildung und Wirtschaft für alle. Die Chancen liegen auf der Hand.

Wer in München, Mailand oder Marrakesch einen Wasserhahn aufdreht, bekommt fließendes Wasser – sauber und sofort verfügbar für alle. Doch bei der Wasserversorgung geht es nicht nur um technische Fragen von Rohren und Rechnungen. Wasser ist auch politische und wirtschaftliche Macht – und diese Macht ist ungleich verteilt. Es geht darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht. 

Frauen sind von Wasserproblemen durch Dürren, Überschwemmungen oder fehlende Wasseraufbereitung besonders stark betroffen. Die Ursachen dafür sind die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern ebenso wie Infrastruktur, die nicht dem Bedarf der Frauen gerecht wird.  Vor diesem Hintergrund stellt der UN-Weltwassertag 2026 das Thema Wasser und Geschlecht in den Mittelpunkt, unter dem Motto „Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung“. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang nimmt zu: 76 % der nationalen Politiken rund um Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene umfassen Maßnahmen für Frauen und Mädchen. Doch es mangelt an der Umsetzung: Nicht einmal jedes zweite Land misst und meldet Fortschritte, und nur 27 % der Staaten leiten entsprechende Mittel direkt an Frauen und Mädchen weiter. Vielerorts hängt der Zugang zu Wasser für Sanitärversorgung, Hygiene und Landwirtschaft noch immer vom Geschlecht ab – dabei würde eine gerechte Verteilung wichtige Entwicklungschancen für alle erschließen. Dazu braucht es ein Bewusstsein für Machtstrukturen – und den Willen, sie zu verändern.

Gleichberechtigung kann nicht bestehen, solange es in sieben von zehn Haushalten ohne Wasseranschluss hauptsächlich Frauen und Mädchen sind, die Wasser holen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: versäumter Schulunterricht, körperliche Belastung und tägliche Belästigung oder sogar sexuelle Erpressung. Auch Entwicklung lässt sich nicht realisieren, wenn weltweit 156 Millionen Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren noch immer keinen Zugang zu grundlegender Hygiene haben, was ihre Gesundheit, Würde und Bildung beeinträchtigt.

Wassergerechtigkeit ermöglichen
Echter Fortschritt erfordert drei Dinge: die Anerkennung der Rolle und Bedürfnisse von Frauen in Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, Investitionen in geschlechtersensible Infrastruktur sowie wirksame Entscheidungsmacht für Frauen im Wassermanagement.

In weiten Teilen der Welt ist das Wassermanagement aus der Not heraus weiblicher geworden – mit spürbaren Folgen. Während Männer in die Städte abwandern, übernehmen Frauen zunehmend Bewässerungsaufgaben, halten dörfliche Wasserstellen instand und sichern auch in Dürre- und Hochwasserperioden den Gemeindezusammenhalt. Mit mehr Unterstützung könnten sie diese Situation als Chance nutzen, statt lediglich die Last dieser Entwicklungen zu tragen. So schafft der Zugang zu Bewässerungsanlagen und Agrarland für Frauen zusätzliche Einkommen, verbessert die Ernährungssicherheit und ermöglicht die Gründung weiblicher Genossenschaften. In Marokko und anderen Ländern fördern solche Agrargenossenschaften kollektives Handeln – von wirtschaftlicher Zusammenarbeit über Vernetzung, Wissensaustausch bis hin zu Bildungsangeboten und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Eine weitere Voraussetzung für Wassergerechtigkeit ist geschlechtersensible (Wasser-)Infrastruktur: Sanitäreinrichtungen in Schulen, ein sicherer häuslicher Wasserzugang und angemessene Arbeitsbedingungen an Baustellen und Betriebsstätten der Wasserinfrastruktur. Gendersensible Wasserinfrastruktur verbessert die Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Sicherheit. So erhöhen sichere Sanitäranlagen in Schulen die Anwesenheitsquote von Mädchen. Im westlichen Rajasthan ersparen Tankwagenlieferungen Frauen kilometerlange Wege zum Wasserholen. In Bangladesch und anderen Ländern haben häusliche Leitungsanschlüsse und wohnortnahe Brunnen dazu beigetragen, dass Frauen beim Wasserholen seltener belästigt werden. Und sichere Arbeitsbedingungen haben die Einbindung von Ingenieurinnen und Arbeiterinnen gefördert, wie Erfahrungen aus Dammbauprojekten in Marokko belegen.

Mehr weibliche Führungskräfte, bessere Wasserversorgung
Schließlich stellt sich die Frage, wer Entscheidungen trifft.  Frauen sind von der Wasserbewirtschaftung noch immer weitgehend ausgeschlossen und haben kaum Mitsprache bei der Kontrolle und Verwaltung dieser Ressource und der Infrastruktur, oder bei Entscheidungen über den Wasserzugang. 2023 verfügten 15 % aller Länder nicht über Mechanismen, die die Beteiligung von Frauen am Wassermanagement sicherstellen, und Frauen hatten nur 26 % der Führungspositionen in untersuchten Wasserorganisationen inne. Dabei verbessert die Partizipation von Frauen die Leistung von Wassersystemen in betrieblicher Hinsicht (Instandhaltung, Bewässerungseffizienz, Wasserreinheit) und wirkt sich positiv auf Gesundheit, Ernährung, Bildung, wirtschaftliche Chancen und Umweltbewusstsein aus. In Frauen, die an der Wasserversorgung beteiligt sind, zu investieren, ist daher keine soziale Gefälligkeit – es ist schlicht wirksame Entwicklungspolitik.

Gerechte Wasserversorgung ermöglicht Entwicklung für alle – denn es geht nicht nur um Rohre und Rechnungen, sondern darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht.

 

 

Dies ist eine Kolumne des Bonn Water Network, dem die Autorinnen angehören:

Dr. Annabelle Houdret ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung "Umwelt-Governance“ des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn.

Prof. Dr. Anindita Sarkar ist Professorin am Department of Geography des Miranda House, University of Delhi, und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Ökologie und Management natürlicher Ressourcen“ am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.
 

 

Gerechte Wasserversorgung als Entwicklungsziel

Bonn, 16. März 2026. Ein besseres Wassermanagement für und mit Frauen verbessert Gesundheit, Bildung und Wirtschaft für alle. Die Chancen liegen auf der Hand.

Wer in München, Mailand oder Marrakesch einen Wasserhahn aufdreht, bekommt fließendes Wasser – sauber und sofort verfügbar für alle. Doch bei der Wasserversorgung geht es nicht nur um technische Fragen von Rohren und Rechnungen. Wasser ist auch politische und wirtschaftliche Macht – und diese Macht ist ungleich verteilt. Es geht darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht. 

Frauen sind von Wasserproblemen durch Dürren, Überschwemmungen oder fehlende Wasseraufbereitung besonders stark betroffen. Die Ursachen dafür sind die ungleiche Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern ebenso wie Infrastruktur, die nicht dem Bedarf der Frauen gerecht wird.  Vor diesem Hintergrund stellt der UN-Weltwassertag 2026 das Thema Wasser und Geschlecht in den Mittelpunkt, unter dem Motto „Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung“. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang nimmt zu: 76 % der nationalen Politiken rund um Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene umfassen Maßnahmen für Frauen und Mädchen. Doch es mangelt an der Umsetzung: Nicht einmal jedes zweite Land misst und meldet Fortschritte, und nur 27 % der Staaten leiten entsprechende Mittel direkt an Frauen und Mädchen weiter. Vielerorts hängt der Zugang zu Wasser für Sanitärversorgung, Hygiene und Landwirtschaft noch immer vom Geschlecht ab – dabei würde eine gerechte Verteilung wichtige Entwicklungschancen für alle erschließen. Dazu braucht es ein Bewusstsein für Machtstrukturen – und den Willen, sie zu verändern.

Gleichberechtigung kann nicht bestehen, solange es in sieben von zehn Haushalten ohne Wasseranschluss hauptsächlich Frauen und Mädchen sind, die Wasser holen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: versäumter Schulunterricht, körperliche Belastung und tägliche Belästigung oder sogar sexuelle Erpressung. Auch Entwicklung lässt sich nicht realisieren, wenn weltweit 156 Millionen Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren noch immer keinen Zugang zu grundlegender Hygiene haben, was ihre Gesundheit, Würde und Bildung beeinträchtigt.

Wassergerechtigkeit ermöglichen
Echter Fortschritt erfordert drei Dinge: die Anerkennung der Rolle und Bedürfnisse von Frauen in Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, Investitionen in geschlechtersensible Infrastruktur sowie wirksame Entscheidungsmacht für Frauen im Wassermanagement.

In weiten Teilen der Welt ist das Wassermanagement aus der Not heraus weiblicher geworden – mit spürbaren Folgen. Während Männer in die Städte abwandern, übernehmen Frauen zunehmend Bewässerungsaufgaben, halten dörfliche Wasserstellen instand und sichern auch in Dürre- und Hochwasserperioden den Gemeindezusammenhalt. Mit mehr Unterstützung könnten sie diese Situation als Chance nutzen, statt lediglich die Last dieser Entwicklungen zu tragen. So schafft der Zugang zu Bewässerungsanlagen und Agrarland für Frauen zusätzliche Einkommen, verbessert die Ernährungssicherheit und ermöglicht die Gründung weiblicher Genossenschaften. In Marokko und anderen Ländern fördern solche Agrargenossenschaften kollektives Handeln – von wirtschaftlicher Zusammenarbeit über Vernetzung, Wissensaustausch bis hin zu Bildungsangeboten und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Eine weitere Voraussetzung für Wassergerechtigkeit ist geschlechtersensible (Wasser-)Infrastruktur: Sanitäreinrichtungen in Schulen, ein sicherer häuslicher Wasserzugang und angemessene Arbeitsbedingungen an Baustellen und Betriebsstätten der Wasserinfrastruktur. Gendersensible Wasserinfrastruktur verbessert die Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Sicherheit. So erhöhen sichere Sanitäranlagen in Schulen die Anwesenheitsquote von Mädchen. Im westlichen Rajasthan ersparen Tankwagenlieferungen Frauen kilometerlange Wege zum Wasserholen. In Bangladesch und anderen Ländern haben häusliche Leitungsanschlüsse und wohnortnahe Brunnen dazu beigetragen, dass Frauen beim Wasserholen seltener belästigt werden. Und sichere Arbeitsbedingungen haben die Einbindung von Ingenieurinnen und Arbeiterinnen gefördert, wie Erfahrungen aus Dammbauprojekten in Marokko belegen.

Mehr weibliche Führungskräfte, bessere Wasserversorgung
Schließlich stellt sich die Frage, wer Entscheidungen trifft.  Frauen sind von der Wasserbewirtschaftung noch immer weitgehend ausgeschlossen und haben kaum Mitsprache bei der Kontrolle und Verwaltung dieser Ressource und der Infrastruktur, oder bei Entscheidungen über den Wasserzugang. 2023 verfügten 15 % aller Länder nicht über Mechanismen, die die Beteiligung von Frauen am Wassermanagement sicherstellen, und Frauen hatten nur 26 % der Führungspositionen in untersuchten Wasserorganisationen inne. Dabei verbessert die Partizipation von Frauen die Leistung von Wassersystemen in betrieblicher Hinsicht (Instandhaltung, Bewässerungseffizienz, Wasserreinheit) und wirkt sich positiv auf Gesundheit, Ernährung, Bildung, wirtschaftliche Chancen und Umweltbewusstsein aus. In Frauen, die an der Wasserversorgung beteiligt sind, zu investieren, ist daher keine soziale Gefälligkeit – es ist schlicht wirksame Entwicklungspolitik.

Gerechte Wasserversorgung ermöglicht Entwicklung für alle – denn es geht nicht nur um Rohre und Rechnungen, sondern darum, wer entscheidet, wer profitiert und wer leer ausgeht.

 

 

Dies ist eine Kolumne des Bonn Water Network, dem die Autorinnen angehören:

Dr. Annabelle Houdret ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung "Umwelt-Governance“ des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn.

Prof. Dr. Anindita Sarkar ist Professorin am Department of Geography des Miranda House, University of Delhi, und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung „Ökologie und Management natürlicher Ressourcen“ am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.
 

 

Entwicklungspolitik: Welche Reformen notwendig sind

Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.

Entwicklungspolitik: Welche Reformen notwendig sind

Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.

Entwicklungspolitik: Welche Reformen notwendig sind

Das Bundesentwicklungsministerium muss sich wandeln – es hat in dieser Legislaturperiode vielleicht zum letzten Mal die Chance, seine Arbeit als zukunftsfähiges und eigenständiges Politikfeld zu erhalten.

Pourquoi Trump a-t-il assoupli les sanctions sur le pétrole russe ? Cela va-t-il aider Poutine ?

BBC Afrique - lun, 16/03/2026 - 08:15
Les États-Unis ont déclaré que l'assouplissement des sanctions sur le pétrole russe n'apporterait qu'un soutien financier limité à Poutine.
Catégories: Afrique

Tshopo : l’exécutif et l’assemblée provinciale scellent la réconciliation à Kinshasa après des mois de crise

Radio Okapi / RD Congo - lun, 16/03/2026 - 08:03


Après plusieurs mois de tensions politiques au sommet de la province de la Tshopo, une issue semble enfin se dessiner. Réunis à Kinshasa du 8 au 12 mars, le gouverneur Paulin Lendogolia et le président de l’Assemblée provinciale Mattheus Kanga ont officiellement scellé leur réconciliation, mettant ainsi fin à une crise institutionnelle qui paralysait la province.

Catégories: Afrique, France

Le Phare : « Félix Tshisekedi met en place une véritable machine pour traquer les criminels économiques »

Radio Okapi / RD Congo - lun, 16/03/2026 - 06:26



Ce lundi 16 mars 2026, deux pôles majeurs aimantent l’attention des éditorialistes de la capitale congolaise : d’une part, l’offensive judiciaire lancée par le Chef de l'État contre la délinquance financière, et d’autre part, le retour des députés et sénateurs sous le chapiteau du Palais du Peuple pour la session ordinaire de mars.

Catégories: Afrique, France

Good Riddance to Corporate Social Responsibility

Foreign Affairs - lun, 16/03/2026 - 05:00
The end of an unnecessary fiction.

Why Russia Is Watching Iran Burn

Foreign Affairs - lun, 16/03/2026 - 05:00
The Kremlin is in no hurry to save its closest partner in the Middle East.

How Takaichi Can Triumph

Foreign Affairs - lun, 16/03/2026 - 05:00
And what others can learn from Japan's embrace of American power.

Hausse des prix, messages contradictoires : la guerre contre l'Iran comporte des risques politiques pour Trump

BBC Afrique - dim, 15/03/2026 - 10:03
Le coût de la guerre, mesuré en termes de dommages économiques et de coûts politiques pour Trump, commence seulement à apparaître.
Catégories: Afrique

Eid al-Fitr : date, signification et célébrations dans le monde musulman

BBC Afrique - sam, 14/03/2026 - 16:04
L’Eid al-Fitr est la fête musulmane qui marque la fin du Ramadan. Elle est célébrée après l’observation du croissant lunaire annonçant le début du mois de Shawwal. En 2026, elle devrait avoir lieu autour du 20 ou 21 mars, selon les pays. La journée débute par une prière collective, suivie d’aumônes, de repas familiaux et de célébrations culturelles différentes à travers le monde musulman.
Catégories: Afrique

Epstein utilisait un agent de mannequins pour recruter des jeunes filles, témoignent des Brésiliennes auprès de la BBC

BBC Afrique - sam, 14/03/2026 - 12:48
Des femmes brésiliennes ont confié à la BBC qu'un agent de mannequins utilisait des entreprises pour recruter des jeunes filles et leur obtenir des visas américains pour rendre visite à Jeffrey Epstein.
Catégories: Afrique

Arrestations, accusations et querelles : la famille Mugabe après sa perte du pouvoir

BBC Afrique - ven, 13/03/2026 - 16:49
L'arrestation en Afrique du Sud du plus jeune fils de l'ancien président zimbabwéen Robert Mugabe a ravivé l'attention portée à l'ancienne famille présidentielle et aux controverses qui l'ont marquée au fil des ans.
Catégories: Afrique

Beyond the wage channel: climate-smart public works programmes and household resilience in Malawi

One of the main arguments for implementing public works programmes (PWPs) instead of other social protection schemes such as cash transfers is that the assets created through these programmes themselves can generate medium- to long-term benefits. This is particularly important as the costs for supervision and the construction materials can account for up to 70 per cent of programme budgets. Despite this, there is scarce empirical evidence on PWPs’ effects through the “asset channel”: indeed; most studies have focused solely on the traditional “wage channel”. To bridge this gap, this paper examines whether and how assets created under Malawi’s Climate-Smart Enhanced Public Works Programme (CS-EPWP) – a programme recently implemented by the government of Malawi and funded by the World Bank – strengthen the resilience of households to climate shocks such as droughts and floods. The paper relies on case study analysis using primary qualitative data based on focus group discussions and key informant interviews with different stakeholders at the national, district and community levels. Interviews were conducted during fieldwork in September 2024 in two southern districts of Malawi highly affected by climate change. The analysis is complemented by site visits and quantitative survey data on asset quality. By combining these methods, we find that the CS-EPWP generates durable, community-maintained assets, which in turn enhance households’ capacity to cope with and adapt to climate shocks. In particular, land-based assets provide multiple benefits for both households and communities, while forest-based interventions are expected to generate similar long-term gains, though further research is needed to confirm their (long-term) impacts. To maximise the impact of climate-smart public works programmes, policymakers and donors should align asset creation with climate objectives and adopt participatory approaches to ensure their relevance, maintenance and long-term sustainability.

Sophia Schubert is an independent researcher.
Dr Donald Makoka is a Senior Research Fellow at the Centre for Agricultural Research and Development (CARD) of the Lilongwe University of Agriculture and Natural Resources (LUANAR) in Malawi.

Beyond the wage channel: climate-smart public works programmes and household resilience in Malawi

One of the main arguments for implementing public works programmes (PWPs) instead of other social protection schemes such as cash transfers is that the assets created through these programmes themselves can generate medium- to long-term benefits. This is particularly important as the costs for supervision and the construction materials can account for up to 70 per cent of programme budgets. Despite this, there is scarce empirical evidence on PWPs’ effects through the “asset channel”: indeed; most studies have focused solely on the traditional “wage channel”. To bridge this gap, this paper examines whether and how assets created under Malawi’s Climate-Smart Enhanced Public Works Programme (CS-EPWP) – a programme recently implemented by the government of Malawi and funded by the World Bank – strengthen the resilience of households to climate shocks such as droughts and floods. The paper relies on case study analysis using primary qualitative data based on focus group discussions and key informant interviews with different stakeholders at the national, district and community levels. Interviews were conducted during fieldwork in September 2024 in two southern districts of Malawi highly affected by climate change. The analysis is complemented by site visits and quantitative survey data on asset quality. By combining these methods, we find that the CS-EPWP generates durable, community-maintained assets, which in turn enhance households’ capacity to cope with and adapt to climate shocks. In particular, land-based assets provide multiple benefits for both households and communities, while forest-based interventions are expected to generate similar long-term gains, though further research is needed to confirm their (long-term) impacts. To maximise the impact of climate-smart public works programmes, policymakers and donors should align asset creation with climate objectives and adopt participatory approaches to ensure their relevance, maintenance and long-term sustainability.

Sophia Schubert is an independent researcher.
Dr Donald Makoka is a Senior Research Fellow at the Centre for Agricultural Research and Development (CARD) of the Lilongwe University of Agriculture and Natural Resources (LUANAR) in Malawi.

Beyond the wage channel: climate-smart public works programmes and household resilience in Malawi

One of the main arguments for implementing public works programmes (PWPs) instead of other social protection schemes such as cash transfers is that the assets created through these programmes themselves can generate medium- to long-term benefits. This is particularly important as the costs for supervision and the construction materials can account for up to 70 per cent of programme budgets. Despite this, there is scarce empirical evidence on PWPs’ effects through the “asset channel”: indeed; most studies have focused solely on the traditional “wage channel”. To bridge this gap, this paper examines whether and how assets created under Malawi’s Climate-Smart Enhanced Public Works Programme (CS-EPWP) – a programme recently implemented by the government of Malawi and funded by the World Bank – strengthen the resilience of households to climate shocks such as droughts and floods. The paper relies on case study analysis using primary qualitative data based on focus group discussions and key informant interviews with different stakeholders at the national, district and community levels. Interviews were conducted during fieldwork in September 2024 in two southern districts of Malawi highly affected by climate change. The analysis is complemented by site visits and quantitative survey data on asset quality. By combining these methods, we find that the CS-EPWP generates durable, community-maintained assets, which in turn enhance households’ capacity to cope with and adapt to climate shocks. In particular, land-based assets provide multiple benefits for both households and communities, while forest-based interventions are expected to generate similar long-term gains, though further research is needed to confirm their (long-term) impacts. To maximise the impact of climate-smart public works programmes, policymakers and donors should align asset creation with climate objectives and adopt participatory approaches to ensure their relevance, maintenance and long-term sustainability.

Sophia Schubert is an independent researcher.
Dr Donald Makoka is a Senior Research Fellow at the Centre for Agricultural Research and Development (CARD) of the Lilongwe University of Agriculture and Natural Resources (LUANAR) in Malawi.

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