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Nachrichten und Pressemitteilungen
Mis à jour : il y a 4 jours 11 heures

Nur ein Bruchteil der Selbstständigen sorgt nicht für das Alter vor

mer, 18/03/2026 - 08:23
Neuer Datensatz zeigt: 93 Prozent der Selbstständigen sichern sich für Zeit nach der Erwerbstätigkeit ab, zwei Drittel nutzen mehrere Altersvorsorgeformen – Dennoch fühlt sich knapp ein Fünftel nicht ausreichend abgesichert – Staatliche Zuschüsse für untere Einkommensgruppen und eine Vorsorgequote ...

Es gibt bessere Wege, Vermögen zu besteuern

lun, 16/03/2026 - 08:00
Die Reichen stärker besteuern? Klingt fair und könnte Milliarden einbringen. Doch eine Vermögensteuer ist nicht effizient, Immobilien lassen sich besser besteuern. , Deutschland steht vor einer gewaltigen finanzpolitischen Herausforderung: Bildung, Innovation, Klimaschutz, Infrastruktur und sozialer Zusammenhalt erfordern Milliarden. Gleichzeitig schrumpft der Spielraum des Staates – Schuldenbremse und demografischer Wandel begrenzen den Handlungsspielraum. ...

Claudia Kemfert: „Temporäre Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland ist energiepolitischer Kurzschluss“

ven, 13/03/2026 - 11:01

Wegen der steigenden Öl-Preise lockern die USA vorübergehend die Sanktionen gegen Russland. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin, kommentiert dies wie folgt: 

Die temporäre Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland ist energie- und geopolitisch ein falsches Signal. Sanktionen sollen den finanziellen Spielraum für Kriegsführung begrenzen. Wenn sie kurzfristig aufgeweicht werden, stärkt das genau jene fossilen Machtstrukturen, die Konflikte überhaupt erst ermöglichen. Die temporäre Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland ist ein klassischer energiepolitischer Kurzschluss: Ein kurzfristiges Markt- oder Preisproblem wird ausgerechnet mit der Energiequelle beantwortet, die das Problem strukturell verursacht hat.

Wir sehen hier erneut das Muster der Fossilokratie: Kurzfristige Interessen am fossilen Energiesystem werden über langfristige sicherheits-, klima- und energiepolitische Ziele gestellt. Das stabilisiert Abhängigkeiten statt sie zu überwinden. Gerade jetzt wäre das Gegenteil notwendig: eine konsequente Reduktion fossiler Abhängigkeiten durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienz, Elektrifizierung und resilientere Energiesysteme. Wer Sanktionen gegen fossile Kriegsfinanzierung lockert, begeht einen energiepolitischen Kurzschluss – und verlängert damit die fossile Abhängigkeit und ihre geopolitischen Konflikte.


Ohne weitere Eskalation könnte der Iran-Krieg Erholung der deutschen Wirtschaft nur leicht verlangsamen – Kommunale Investitionen müssen besser unterstützt werden

ven, 13/03/2026 - 09:03
Iran-Krieg und US-Handelspolitik belasten deutsche Wirtschaft etwas, stoppen aber bisher Aufschwung nicht – Gestiegene Energiepreise dürften Inflation um 0,4 Prozentpunkte erhöhen und Wirtschaftswachstum um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte senken – Expansive Finanzpolitik stützt deutsche Erholung – In ...

Warum sind nur in Deutschland die Benzinpreise so explodiert?

mer, 11/03/2026 - 11:02
Die Spritpreise sind hierzulande doppelt so stark gestiegen wie im EU-Schnitt. Woran das liegt, ob illegale Deals eine Rolle spielen, warum ein Tankrabatt wenig bringt. Bei den steigenden Preisen an den Tankstellen müssten Wettbewerbshüter jetzt genau hinschauen, meint Tomaso Duso. Der Chef der ...

Tomaso Duso: „Hohe Spritpreise: Mehr Transparenz und Wettbewerb statt teurer Scheinlösungen“

mar, 10/03/2026 - 13:58

Der Iran-Krieg treibt den Ölpreis und damit auch die Spritpreise nach oben. Tomaso Duso, Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte im DIW Berlin und Vorsitzender der Monopolkommission, äußert sich dazu wie folgt:

Wenn geopolitische Krisen die Rohstoffpreise in die Höhe treiben, sind höhere Spritpreise zunächst nachvollziehbar. Wettbewerbspolitisch problematisch wird es aber, wenn die Spritpreise stärker steigen als die Rohstoffpreise. Letzte Woche fiel der Anstieg der Benzin- und Dieselpreise in Deutschland mehr als doppelt so hoch aus wie im EU-weiten Durchschnitt. Darauf deuten Daten der EU-Kommission hin. Das liegt nicht an Steuern und Abgaben, denn diese sind fix. Das Problem liegt vielmehr in der Struktur des Großhandels. Wenige integrierte Konzerne kontrollieren Raffinerien, Großhandel und Tankstellen zugleich. Das dämpft den Wettbewerbsdruck.

Deshalb ist es richtig, dass das Bundeskartellamt die Preisentwicklung und die Margen im Mineralölmarkt über seine Markttransparenzstelle beobachtet und auf Grundlage seiner Sektoruntersuchung ein Verfahren nach § 32f GWB eingeleitet hat. Klar ist aber auch: Das Kartellrecht ist kein Instrument für schnelle Preiskorrekturen über Nacht.

Wer jetzt einfache Lösungen wie einen neuen Tankrabatt, eine Übergewinnsteuer oder starre Preisdeckel verspricht, macht es sich zu leicht. Solche Maßnahmen kosten Milliarden, kommen je nach Schätzung nicht vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an oder greifen tief in den Marktmechanismus ein und können so neue Probleme schaffen.

Sinnvoller ist das österreichische Modell. Preiserhöhungen werden auf einmal täglich begrenzt, Senkungen bleiben jederzeit möglich. So werden Verbraucherinnen und Verbraucher vor abrupten Preissprüngen geschützt, ohne den Wettbewerb auszuhebeln. Ein weiterer sinnvoller Vorschlag könnte sein, dass Apps nicht alle Tankstellen im Umkreis anzeigen, sondern nur die günstigsten Tankstellen. Mittelfristig sind jedoch vor allem strukturelle Reformen nötig: mehr Transparenz im Großhandel und ein stärkerer Wettbewerb durch unabhängige Anbieter.


Podcast 'fossilfrei' - #40: Freiheit im Heizungskeller oder Kostenfalle für Mieter*innen?

ven, 06/03/2026 - 12:34
Heute spricht 'fossilfrei' Host Wolf-Peter Schill mit Brigitte Knopf, Gründerin von Zukunft KlimaSozial, über die kürzlich vorgelegten Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz (formerly known as Gebäudeenergiegesetz) und die vermeintliche neue Freiheit im Heizkeller. Müssen Eigenheimbesitzer*innen ...

Kindern soziale Medien zu verbieten, ist zu einfach

ven, 06/03/2026 - 10:55
Jugendliche vor Social-Media-Gefahren zu schützen, ist richtig. Doch sie auszusperren, ist Symbolpolitik. Europa muss endlich spürbare Plattformregulierung durchsetzen., Die Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren klingt erst einmal nach gesundem Menschenverstand. Wer würde nicht zustimmen, wenn es um Schutz vor Cybermobbing, sexualisierten Inhalten oder exzessiver Nutzung geht? Jedoch werden soziale Medien ...

Marcel Fratzscher: „Tankrabatt wäre ein teurer Fehler und falsche Priorität der Bundesregierung“

jeu, 05/03/2026 - 12:04

Angesichts steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs wird die Einführung eines Tankrabatts diskutiert. Dazu eine Einschätzung von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

Der Iran-Krieg birgt bei einer weiteren Eskalation erhebliche Risiken für die deutsche Wirtschaft. Steigende Energiepreise könnten die Produktionskosten erhöhen und über höhere Verbraucherpreise auch die Haushalte spürbar belasten. Eine solche Entwicklung hätte das Potenzial, die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung in Deutschland auszubremsen.

Ein Tankrabatt zur Abfederung höherer Spritpreise wäre allerdings ein teurer Fehler und eine falsche Entscheidung der Bundesregierung. Zwar kann die Bundesregierung die internationalen Preisentwicklungen nicht verhindern, sie kann jedoch die sozialen Folgen abfedern. Entscheidend ist dabei eine möglichst zielgenaue Entlastung der besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen. Vorrangig sollten Haushalte mit niedrigen Einkommen unterstützt werden. Eine mögliche Maßnahme wäre etwa eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob eine Übergewinnsteuer eingeführt werden kann, um außergewöhnliche Krisengewinne etwa im Mineralölsektor abzuschöpfen und möglichen Missbrauch in angespannten Marktsituationen zu bekämpfen.


Die alte Leier der Telekomriesen und die Fakten

jeu, 05/03/2026 - 09:37
Der Chef der Monopolkommission Tomaso Duso reagiert auf die Kritik des neuen Deutschlandchefs von Telefónica in der F.A.Z.: Mehr Netzanbieter sind gut für Verbraucher und für Europas Wettbewerbsfähigkeit., Wenn Santiago Argelich Hesse, der neue Deutschlandchef von Telefónica, in der F.A.Z. für mehr Konsolidierung im europäischen Telekommunikationsmarkt wirbt und sich über einen „ruinösen Wettbewerb“ beschwert, aufgrund dessen sich Investitionen nicht ausreichend lohnen würden, dann ist das eigentlich ...

Soziale Medien: Mehrheit gegen Altersverbot bis 16 Jahre – hohe Zustimmung für alternative Schutzmaßnahmen

mer, 04/03/2026 - 08:00
SOEP-Befragung zu sozialen Medien: Rund 90 Prozent sehen Risiken für Kinder und Jugendliche – Nutzungsverbot wird aber nur bis zwölf Jahre befürwortet, nicht bis 16 Jahre – Große Unterstützung für mehr Medienkompetenz, elterliche Begleitung und Plattformregulierung Eine große Mehrheit der ...

Mehrheit sieht würdevolles Leben erst oberhalb von 2000 Euro netto – und damit klar über dem staatlichen Existenzminimum

lun, 02/03/2026 - 10:04
Zusammenfassung:

2. März 2026 – Die Bundesregierung hat im Dezember 2025 einen Gesetzentwurf zur Reform des Bürgergelds verabschiedet, der eine Umgestaltung hin zu einer neuen Grundsicherung vorsieht. Der Entwurf befindet sich seitdem im parlamentarischen Verfahren und wird im Bundestag beraten. Damit rückt erneut die Frage in den Fokus, welches Einkommen in Deutschland als ausreichend gilt, um ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Eine aktuelle Kurzbefragung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt: Zwar bewertet die Mehrheit der Befragten ihr Haushaltsnettoeinkommen als ausreichend, doch empfinden es Menschen mit weniger als 2000 Euro monatlich als unzureichend, um ein würdevolles Leben zu führen.


DIW-Konjunkturbarometer macht im Februar großen Sprung nach oben

mer, 25/02/2026 - 09:36
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) macht im Februar einen Sprung auf 101,6 Punkte. Damit liegt das Barometer fast sieben Punkte über dem Januar-Wert und erstmals seit knapp drei Jahren wieder über der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein ...

Gender Pay Gap: Emotionale Stabilität geht bei Männern eher mit höheren Löhnen einher als bei Frauen

mer, 25/02/2026 - 08:40
Emotionale Stabilität hängt positiv mit Bruttostundenlohn zusammen, Verträglichkeit negativ – Zusammenhang ist bei Frauen schwächer als bei Männern – Stereotype und Rollenbilder könnten eine Rolle spielen Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale gehen mit Unterschieden im Bruttostundenlohn einher. Hat ...

Marcel Fratzscher: „Der Vorschlag, Geflüchtete schneller in Arbeit zu bringen, ist längst überfällig“

lun, 23/02/2026 - 09:09

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will es Asylbewerber*innen erlauben, schneller als bisher zu arbeiten. Sie sollen künftig schon nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. DIW-Präsident Marcel Fratzscher begrüßt diesen Vorschlag: 

Der Plan des Bundesinnenministers, Geflüchteten im Asylverfahren schnell Zugang zum Arbeitsmarkt zu geben, ist klug und längst überfällig. Es ist schwer zu verstehen, wieso die deutsche Politik mehr als zehn Jahre benötigt hat, diesen Schritt zu machen. Sie hätte sehr viel schneller Schaden für die Geflüchteten, für den Sozialstaat und für die deutsche Wirtschaft abwenden können.

Das schnelle Recht auf Arbeit für Asylbewerber*innen dürfte der deutschen Wirtschaft einen dringend benötigten positiven Impuls geben. Denn Deutschland hat ein riesiges Arbeitskräfteproblem, auch bei gering oder nicht qualifizierten Beschäftigten. Ich erwarte, dass die Beschäftigung dadurch steigen wird und vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen davon profitieren können.

Allerdings sollte der schnellere Zugang zum Arbeitsmarkt nur ein Element von vielen sein, um die Integration von Geflüchteten zu verbessern und das Arbeitskräfteproblem in Deutschland zu bekämpfen. Die Bundesregierung muss kurzfristig deutlich mehr Geld für die Integration von Geflüchteten ausgeben, vor allem für Maßnahmen der Qualifizierung und der Ausbildung. Zudem benötigen Geflüchtete nicht nur die Möglichkeit zu arbeiten, sondern brauchen auch eine langfristige Bleibeperspektive. Ansonsten werden Geflüchtete und auch die Unternehmen, bei denen sie arbeiten, nicht oder nur wenig in die Qualifizierung investieren.

Der Plan des Bundesinnenministers ist ein erster wichtiger Schritt, um den bisherigen Irrsinn der Integrationspolitik in Bezug auf Arbeit zu beenden. Weitere Schritte müssen nun folgen. Vor allem aber brauchen wir eine ehrliche Debatte über die Chancen, die Deutschland durch die Zuwanderung entstehen – auch durch Geflüchtete, von denen viele bislang gering oder nicht qualifiziert sind.


Mehrwertsteuererhöhung? Nur, wenn man sich durchmogeln will

lun, 23/02/2026 - 08:42
Eine höhere Mehrwertsteuer scheint für Schwarz-Rot der leichteste Weg, um das Haushaltsloch zu stopfen. Aber er wäre ökonomisch, sozial und politisch fatal. , Diese Kolumne von Marcel Fratzscher erschien am 20. Februar 2026 in der ZEIT in der Reihe Fratzschers Verteilungsfragen., Die Debatte über Steuerreformen wirkt gerade wie ein Wettbewerb im Versprechenmachen: weniger Steuern hier, höhere Renten dort, mehr Entlastung für die Mitte. Fast alle Parteien erzählen den Bürgerinnen und Bürgern noch immer, man könne gleichzeitig die Abgaben senken, Leistungen ausbauen, Schulden ...

SOEPcampus - Learn to use the SOEP over lunch: Online-Workshopreihe im März/April 2026

mar, 17/02/2026 - 19:40
Im März und April 2026 kehrt unsere Online-Seminarreihe "SOEPcampus: Learn to use the SOEP over lunch" zurück. Der Workshop bietet eine umfassende, praxisnahe Einführung in die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Die Teilnehmenden lernen den Inhalt der Studie, die Datenstruktur, die ...

SOEP User Conference 2026 - Aufruf zu Einreichungen

mar, 17/02/2026 - 19:40
Vom 8. bis 9. Juli 2026 findet die 16. Internationale SOEP-Nutzenden-konferenz in Berlin statt. Ab sofort rufen wir zu Einreichungen von Beiträgen auf. SOEP-Forscher*innen aller Disziplinen sind eingeladen, sich mit einem Abstract zu bewerben. Besonders willkommen sind Beiträge, die sich mit ...

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